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Vatertach

Wenn es nicht eben im Radio gesagt worden wäre, es sei heute Vatertag, ich hätte es nicht wahrgenommen. Und “dieser” Tag ist mir auch wirklich schnuppe. Aber dennoch ein Grund, sich an den Papa zu erinnern.

Musik machen, im Wohnzimmer, links noch ein Fernseher der alten Schule, das Bild muss so aus dem Jahre 1969-1971 stammen. Denn ab 1972 hatten wir Farbfernsehen, Telefunken mit Sensorprogrammwahl. Die Großeltern haben ihren vier Kindern und ihren Familien zur goldenen Hochzeit jeweils einen Farbfernseher geschenkt.

Schön sicher auch das Detail des Lampenschirms im Hintergrund. Fehlen nur die Kamelhocker, deren wir gewiss zwei hatten. [Ach, jetzt sehe ich der Herr Papa sitzt sogar auf einem.] Musik also bei Hufners. Links meine Schwester Barbara an der Flöte, in der Mitte an der Gitarre mein Papa und rechts ich selbst, wahrscheinlich singend. Konzentrierte Atmosphäre, die Hände geballt im Pulli, die Brille schon ganz intellektuell. Meine beiden Brüder wie abwesend und desinteressiert auf den Sesseln der Wohnstube und vornübergebeugt meine andere Schwester. Das Bild selbst hat nicht meine Mutter gemacht sondern meine Tante Ursel.

All ihrer sei jetzt gedacht, sofern sie leben oder auch nicht mehr leben.

Ansonsten zu Vatertach und Himmelfahrt, die schöne Kolumne des Herrn Semmel.

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Kommentare

hihi, genau wie bei uns zuhause. da muss ich lachen. bei uns war's damals ein bissle moderner, weil man vater war student und gewerkschafter. schwester mit flöte ebenso identisch (das aas) und mittendrin der kleine tor. ich musste gott sei dank nicht singen, sondern auch blöckflöten. damals horror, aber trotzdem eine schöne erinnerung.
(und natürlich artigen dank für die verlinkung, lieber huflaihkan.)

sehr schönes Foto. Bei uns gabs keine Instrumente. Aber auch solche Fotos zu der Zeit noch in s/w.
Ich muß mir echt mal die Mühe machen.
Danke fürdie Erinnerung
rollinger

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