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VUT distanziert sich von IFPI

Der Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen distanziert sich in seiner heutigen Pressemeldung vom Vorhaben der Phonoverbände, die Lizenzkosten auf Tonträger von 9,009 auf 5,6 Prozent absenken zu wollen. Dazu heißt es wörtlich:

Dies ist kein Schmusekurs, sondern Konsequenz und Ausdruck der partnerschaftlichen Geschäftsphilosophie der Independents. Sie verstehen sich nicht als bloße Finanziers und Vermarkter, sondern als umfassende künstlerische, organisatorische und kaufmännische Verstärker der Kreativen (Autoren, Interpreten und Producer). In dieser unmittelbaren Nähe werden gemeinsam mit ihnen langfristig Karrieren aufgebaut, Repertoire entwickelt und gepflegt sowie neue Märkte “erfunden”. Diese Arbeitsweise erfordert beiderseitige Solidarität, also auch Solidarität mit der Interessenvertretung der Urheber und Verlage, der GEMA. Der VUT hält die jetzige Höhe der GEMA-Lizenzen bei Tonträgern für adäquat.

Auf die Stellungnahme musste man einige Zeit warten, denn pikanterweise ist der VUT außerordentliches und korporatives Mitglied der IFPI. Aber:

Es gibt diverse gemeinsame Ziele, die vereint besser erreicht werden können. In dieser Angelegenheit ist dies nicht der Fall. Der VUT hofft sehr, dass die Konfliktparteien insgesamt zu einer raschen Einigung finden.

Ein paar Worte zum VUT: “Satzungsgemäßes Ziel des eingetragenen Vereins mit Sitz in Hamburg ist die Zusammenfassung, der Schutz und die Förderung der z. Zt. 800 kleinen und mittelständischen Unternehmen der gesamten Musikbranche, insbesondere der Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten sowie die Unterstützung seiner Mitglieder in der Wahrnehmung ihrer kulturellen Aufgaben und ihrer sonstigen gemeinsamen Belange.”

Na denn. Schön, dass man sich dort einig ist und “partnerschaftliches” Vorgehen vorleben will, anders als mit der Alle-Im-Gleichen-Boot-Metapher der Phonoverbände.

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