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Hartz IV? Hartz V? Hartz VI? Merkel I?

Back to the roots. Friedrich Engels 1845:

“Bei Gelegenheit einer Totenschau, die Herr Carter, Coroner für Surrey, über die Leiche der 45jährigen Ann Galway am 14. November 1843 abhielt, erzählen die Journale folgendes von der Wohnung der Verstorbenen: Sie hatte in Nr. 3, White Lion Court, Bermondsey Street, London, mit ihrem Mann und ihrem 19jährigen Sohne in einem kleinen Zimmer gewohnt, worin sich weder Bettstelle oder Bettzeug noch sonstige Möbel befanden. Sie lag tot neben ihrem Sohn auf einem Haufen Federn, die über ihren fast nackten Körper gestreut waren, denn es war weder Decke noch Bettuch vorhanden. Die Federn klebten so fest an ihr über den ganzen Körper, daß der Arzt die Leiche nicht untersuchen konnte, bevor sie gereinigt war, und dann fand er sie ganz abgemagert und über und über von Ungeziefer zerbissen. Ein Teil des Fußbodens im Zimmer war aufgerissen, und das Loch wurde von der Familie als Abtritt benutzt.”
Quelle: Friedrich Engels - Lage der arbeitenden Klasse in England - Die grossen Staedte

Kommentare

früher pflichtlektüre gewesen. letzthin hab ich mal unsern azubi gefragt, welche nenneswerten bücher er schon gelesen hat. der is 19. der rest war schweigen.
man soll nicht glauben, dass die engelsche schilderung abenteuer aus der vergangenheit sind. vielleicht in england...

Nuja: Bis 19 hatte auch ich noch nichts Nennenswertes gelesen. Aber dann gings los.

mein vadder hat mir so ne sachen schon mit 15 oder 16 zum lesen gegeben. mit begeisterung bin ich da auch nich ran.
ich erwarte von einem 19jährigen keine marx oder engels-lektüre. aber da kam halt gar nix. njet. nada.

Zu der Zeit habe ich nur Bücher über Musik gelesen, keine Romane, wenn, nur Lyrik. Als ich 15/16 war sollten in unserer 10ten Klasse alle Schüler mal ein Buch vorstellen. Während zwei Freunde zu Steppenwolf und der andere gar zu Becketts Molloy griff, habe ich einen Einstein-Comic vorgestellt. Das war geradezu absurd, wie ich mit Hülfe dieses Wissenschafts-Comics meinen Mitschülern die spezielle Relativitätstheorie vortrug. Kein Wunder, dass selbst in der Abiturprüfung Musik mir ein Notenpunkt wegen schlechter Rechtschreibung abgezogen wurde. Erst mit dem Studium ging es bei mir mit dem Lesen wieder los.

Ich weiß nicht mehr, welches Fach es war, aber als einmal gar Kants “Kritik der reinen Vernunft” vorkam, klappte ich meine Ohren zu. Ich verstand kein einziges Wort. Der spinnt doch, der Kant. Später dagegen schwebte mir vor eine an Kant anschließende Antinomienlehre der Musik zu schreiben.

In Deutsch, Religion, Gesellschaftskunde kam ich in der Schulzeit nie über eine drei hinaus. Die einzigen permanent sehr guten Fächer blieben Musik und Sport. Ein Spätzünder eben.

Ich kann deine Verwunderung sehr gut verstehen, doch neige ich da aus eigener Erfahrung etwas zur Vorsicht.

Nach Offenbahrungseid bekommste Hartz IV,

aber bei VW soll es H.... VI, 6, xxx oder so geben !

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