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Mal nachgerechnet …

Aus Anlass einer Newsgroup-Diskussion mal nachgerechnet, was die Radio-Quoten so hergeben. In der letzten Media-Analyse wurden 60.324 Leute befragt in ganz Deutschland. Innerhalb dieser Quote kam dann NDR Kultur auf 0,4% — Hörer deutschlandweit. Das heißt das sind gerade mal 241,29 Hörer! — natürlich ganzzahlig nach oben und unten zu korrigieren. Um 0,1% mehr oder weniger Hörer zu bekommen in der Media-Analyse bedarf es etwa 60 Leute mehr.

Die Quoten der Media-Analyse bringen zur Bestimmung über Erfolg oder Misserfolg eines Programms da nichts. Aber die Macher sehen es anders. Sie rennen der Quote nach. Um jeden Preis, wie die Wellenchefin des NDR, Frau Mirow. Die sagt nämlich auf Höreranfrage:

Wir können sehr gut nachvollziehen, dass Sie sich gestört fühlen, wenn wir in regelmäßigen Abständen unseren - wie es in der Fachsprache heißt - Claim: 'NDR Kultur - Der Klassiker' senden. Dies ist nicht für Stammhörer wie Sie, sondern für sogenannte 'Gelegenheitshörer' zur leichteren, schnelleren und nachhaltigen Identifizierung unseres Programms gedacht. Den Namen des Programms bekannt zu machen, hat sich als dringend nötig erwiesen, da es nur dann bei den regelmäßig stattfindenden Meinungsumfragen richtig genannt und somit in Bezug auf seine Hörerzahl korrekt gemessen werden kann. Auch jetzt werden wir noch häufig als 'N3', 'NDR 3' oder auch als 'Radio Kultur' bezeichnet. Um hier zu eindeutigen Antworten zu gelangen, ist es unerlässlich, dass Hörer und Hörerinnen das gehörte Programm genau benennen können.

Und wenn schon, als ob das nicht schlimm genug wäre, die Quoten dienen allein doch der Werbewirtschaft, die auf diesen sogenannten Kulturwellen sowieso nicht werben. Das falsche Messinstrument zum falschen Zweck. Ich fass' es nicht.

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