Texte fürs Blog

Und endlich

Und endlich stirbt die Sehnsucht doch,
wie Blüten sterben im Kellerloch,
die täglich auf ein bißchen Sonne warten.
Wie Tiere sterben, die man lieblos hält.
Und alles Unbetreute in der Welt.
Man fragt nicht mehr, wo wird sie sein?
Ruhig erwacht man, ruhig schläft man ein.
Wie in verwehte Jugendtage blickst du zurück
und irgendjemand sagt dir leise: 's ist dein Glück.
Da denkt man, daß es vielleicht wirklich so ist,
wundert sich still, daß man doch nicht froh ist.

      (Peter Altenberg)

 

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