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DM Bob & Country Jam: Burn Steer

DM BobGanz anders als Madi Gras.bb aus dem Hause Hazelwood, aber mindestens so garagig. Eine Musik für Menschen, die gerne abtauchen, also jetzt so mal ganz richtig, nicht so metaphysisch — abtauchen in den Dunst der hintersten Kneipe und die sich dann trauen, was sie nur mit mindestens 2,2 Promille auf dem Oktoberfest täten.

Nagut, ein bisserl (s)charmanter schon. Bum Steer. Der Werber sagt: „Bum Steer ist intonierter Übermut. ist eine blühende Melange aus allem was recht ist — tief im Süden, wo Wasser dicker als Blut der frühe Vogel Alligatorfutter ist“. Daran ist nichts zu deuteln, nichts zu kritteln. Mag sein, dass die Amis aus dem Süden dies unter Sumpf-Punk verstehen, möglich wärs.

Mich persönlich lässt dies weitestgehend kalt, solche musikalische Parties hatte ich früher mit den beklopptesten Bands. Hier, bei DM Bob & Country Jam, mag das ein Resultat ihre langen musikalischen Reise sein; Jim Finer hat irgendwann auch mal The Pogues mitbegründet. Irgendwie schön zwar und toll, aber was hilft es. Ich höre die Musik immer bevor ich die Werbetexte lese. Da sind Namen dann Schall. Aber für Neo-Punks und solche, die es nie waren und solche die gerne abtauchen, da ist das schon etwas — und für alle anderen natürlich auch. Klaro. Denn die Musik ist natürlich zugleich edeldilettantisch, sozusagen, gewissermaßen, ungefähr.

Aber ein Stück ist wirklich richtig fein, Track 9: „How Can Evil Look So Good.“ Das ist ziemlich lustig und musikalisch triftig, das Banjo kratzt da im Ton. So könnte es gehen, sauber komponiert, unsauber intoniert und rhythmisch sinnvoll verschleiert. Keine Mitschunkel-Musik, sondern wirklich was zu Hören. Überhaupt wird die Platte nicht hinten raus immer besser. Wie bei „They Might Be Giants“ wirds dann richtig kunstvoll — jawoll.

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Bibliographische Angaben: 

DM Bob & Country Jam: Burn Steer
Hazelwood Records, HAZ 036

Kommentare

Gibt es da irgendwo Hörproben?

Eigentlich leider nein.

Vielleicht macht es ja doch Sinn manchmal die Werbetexte zu lesen, dann hätte huflaikhan gewusst, dass es sich bei dieser CD nicht um einen Country JAM handelt sondern der zweite Protagonist gemeint ist: Country Jem, also Jem Finer (nicht Jim Finer), Mitbegründer aber vor allem auch Komponist vieler schöner Pogues Songs.
Und was es hilft?
Gute Ideen treffen eben gerne Mal auf gute Ideen.

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