Texte fürs Blog

Lustiges Bild aus der Anatomie

Als in der Medizin noch vieles unerforscht war, musste man ganz schön forschen, um dann etwas zu wissen. Zum Beispiel: Wie sieht so ein Mensch aus, wenn er ganz klein ist. Woran ist der/die gestorben. Bub, hol doch mal das Modell. Schön. Hier Frederick Ruysch, der von 1638 bis 1731 gelebt hat.

Anatomie

Seine bedeutendsten Leistungen vollbrachte Ruysch durch die Verbesserung der Methoden zur Herstellung anatomischer Präparate. Mit dem in Holland weilenden Zaren Peter dem Großen verband ihn Freundschaft; er verkaufte ihm seine anatomische Sammlung und verriet ihm auch das Geheimnis der Präparation. Leider kam die Sammlung nur zu einem Teil nach St. Petersburg, da die Matrosen auf der Reise den Spiritus austranken. ... Eine stattliche Anzahl von anatomischen Entdeckungen ist Ruysch zuzuschreiben; darunter fallen die Klappen der Lymphgefäße, die Arteriae bronchiales und intercostales externae sowie die Arteria centralis retinae, die genaue Beschreibung der Drüsen, der Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Skelett, das Periost der Gehörknöchelchen, anatomische Untersuchungen des Auges und anderes. Mit Malpighi lag er in einem Streit, der sich um die unterschiedliche Auffassung der beiden Mediziner über den Bau von Leber, Milz und Niere drehte. Über alle seine Untersuchungen hinterließ Ruysch Schriften, die ein umfangreiches Gesamtwerk ergeben. [R: Ruysch, Frederick. Illustrierte Geschichte der Medizin, S. 7318 f., (vgl. GdMed Bd. 6, S. 3331) (c) Andreas & Andreas 1986 http://www.digitale-bibliothek.de/band53.htm ]

Man ersieht: Viel Schmerz, viel Erkenntnis. Ist ja immer noch so, dass fast alle medizinischen Eingriffe offenbar als Körperverletzung gesehen werden.

Nun brauche ich erst mal meine Pillen und werde wieder mal eine Zahnspange verstecken. Hehehe.

*tüdelü — flöööt*

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Kommentare

Cave Huffl!

An der anderen Zahnspange hängt das ganze Kind gleich mit dran.
Das sind BRACKETS!

Hab mich schon gewundert, seit wann es sprechende Zahnspangen gibt. Ah, also ein Kind soll das sein, was ich da in den Eimer gestopft habe.

Seis drum.

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