Texte fürs Blog

Einsamer Ort

Stille Örtchen, einsames Örtchen

Hier das Örtchen im sechsten Stock eines Gästehauses eines erstaunlichen Klinikums. Die Aktionäre pieseln sicher woanders. Und ich muss noch viel lernen.

Kommentare

Ach herrje!
Bist Du auf der Flucht vor dem kalten Fußboden zu dieser Perspektive gekommen?

Könnte man glatt meinen. Ich war mir meines Eindrucks nicht sicher. Der Boden war anders als sonst - in anderen Nächtungsquartieren.

Sieht auch nicht sehr appetitlich aus, das Örtchen. Eher wie ein Tankstellenklo.
Brrr!

Es gibt ausreichend Toilettenpapier, ein Handtuch und einen Luhmann. Sieh das doch mal so ;-)

(Wegen dem letzteren wäre ich fast mal nach Bielefeld gezogen, das gibts doch gar nicht.)

Aber der Luhmann, der gehört dort sicher nicht zur Grundausstattung.
Der stammt doch aus dem Care-Paket, das sich der Hufi mitgenommen hat.
;-)

Das stimmt alles, wenn es wahr ist. Übrigens, Buster, der Luhmann hat morgen Todes- oder Geburtstag. Eigentlich konnte ich ihn schon aus Prinzip nicht leiden. Aber langsam komme ich auf den Trichter. Solche leckeren Schwurbel, trivial eigentlich, aber doch gekonnt gesetzt:

„Vor allem wäre es, wenn man dem Begriff der Kommunikation eine theoretisch zentrale Bedeutung gibt, notwendig, das immer mitzuerheben, was nicht gesagt wird, wenn etwas gesagt wird.“ (Im abgebildeten Band, Seite 38).

Ich empfehle die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland: dort pieselt Mann in Villeroy & Boch, edel... ;-)

Hihi, „Schwurbel“ ist gut, besser wäre höchstens noch „autopoietische Schwurbel“:
„Nur die Gesellschaft selbst kann als geschlossenes System begriffen werden. Nur sie integriert alle Kommunikationen. Nur sie hat ihre eigene Einheit als Autopoiesis von Kommunikation.“ [N. Luhmann: Die Wirtschaft der Gesellschaft, S. 50]
Halt still Leser! Ich kommunizier dir tot und Geburtstag, heute vor neunundsiebzig Jahren.

So denke ich, eigentlich müsste Luhmann doch ganz einfach zu kapieren sein. Und Happy Birthday, Luhmann.

Villeroy & Boch - aaaah. Rosenthal!

Rosenthal gibt's sicher auf dem Damenklo.
Maria's Garden und so.

Willtu damit sagen, dass mir etwa eine gewisse sexuelle Indifferenz eigen sei. Willtu das? Ich kenne nur Elizabeth Arden. Wassn Maria's Garden schon wieder.

Also Rosenthal is ja nun wirklich ganz schön „classic“ um mal ‘Old School’ vermeiden zu wollen. Und auch: Was ist heute denn nach Beckham noch ‘sexuellle Indifferenz’ ausser ein Label zum Parfümkreieren?. Nee, nee ich bleib dabei: Der einsame Ort hat mehr Tiefgang als der erste Blick glauben lassen mag ...

Ja. Sechs Stockwerke.

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