Texte fürs Blog

So lernt man heute

Gestern frisch gedruckt, die Abiturausgabe der Berliner Zeitung mit den Namen der vielen Abschließer. Ich finde, man sollte zu jeder Schule auch den entsprechenden sogenannten Abistreich als Kennzeichen des Schulprofils hinzufügen.

Aber zur erstaunten Verwunderung trug eine Anzeige bei, folgenden Inhalts:

Alle mit einem Abi von 1,4* können schon mal in die Ferien fahren!
Guten Einser-Kandidaten stehen alle Türen für ihr Wunschstudium offen. Alle anderen sollten sich - am besten sofort - gründlich informieren. Denn mit der richtigen Bewerbung kann die Chance erhöht werden, den gewünschten Studienplatz erfolgreich einzuklagen. ...
[Adresse der Rechtsanwalts]

Ist das jetzt die Normalität im Umgang mit Bildungschancen, mit dem Bildungssystem insgesamt, oder wie, oder was? Und die Einträglichkeit einer solchen Anzeige würde mich auch sehr interessieren. Chancengleichheit? Das ganze mit Mitteln der Rechtsschutzversicherung. Werden da nicht die Kollegen Rechtsanwälte sauer? Ich muss da immer an ein ganz bestimmtes Protrait des Fotografen August Sander denken, wenn ich mir ein Bild dieser fahrenden Juristen mache.

Kommentare

Besser: "Alle mit Geld koennen sich von Papa den Urlaub bezahlen und das Studium bezahlen lassen. Alle ohne Geld sollten in Waging am See einen Kasten Bier leeren und sich dann am Arbeitsamt melden."

Thomas,

  • hat Waging ein Arbeitsamt?
  • heißt Arbeitsamt nicht jetzt  Bundesagentur für Arbeit?
  • wie kommt man ohne Geld an einen Kasten Bier?

Zum Rest: Dreifache Zustimmung!!!

 

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