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Der Bankensong - Der sichere Schein der Scheinsicherheit

Es ist schon ein paar Jährchen her, da hat Eisler einmal ein Bankenlied komponiert. "Wir sind entlassen, es ist soweit."

Es scheint fast, daß die Handelsherrn,
Bankhäuser und Fabrikskonzern
den gleichen Spruch im Munde führen.
Sie machen gern und schnell Bankrott,
die Ärmsten - ach, es ist zum rühren!
Könnt' ich's nur auch tun, lieber Gott!

Es war eine andere Zeit. Heute klingen Teile der vollkorrupten Popmusik als arbeiteten sie im Auftrag der Banken, wie bei Silbermond.

Ich habe dies Stück als Beifahrer auf der Fahrt durch das Sendegebiet von MDR Jump hören müssen. Und konnte nicht fassen, wie schlimm es wirklich um die deutsche Poplyrik bestellt sein muss:

Gib mir'n kleines bisschen Sicherheit
in einer Welt in der nichts sicher scheint.
Gib mir in dieser schnellen Zeit irgendwas das bleibt.
Gib mir einfach nur'n bisschen Halt.
Und wieg mich einfach nur in Sicherheit.
Hol mich aus dieser schnellen Zeit.
Nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit.
Gib mir was.. irgendwas, das bleibt.

Singt da der Kreditberater. Es kann natürlich sein, dass ich nur den tieferen Sinn des Sarkasmus in diesem Stück nicht wahrzunehmen in der Lage bin. Wahrscheinlicher will es mir scheinen, es steckt da eine Bertelsmann Stiftung dahinter oder eine andere moderne Sekte, wie die INSM. Es ist ja auch die Art des säuselnden Vortrags des Immergleichen, nicht nur im melodischen Erscheinungsbild sondern, wie man sehen kann, offensichtlich bei der Art der Reimbildung. Der sichere Schein der Scheinsicherheit?

Das Stückerl von Silbermond dürfte aber wirklich dazu geeignet sein, beim Sommerfest der Hypo Real Estate zusammen mit Angela Merkel verbrochen zu werden.

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