Texte fürs Blog

Ermüdungsbruch

Es ist eine Form der Umkippung. Die Ermüdung all meiner Freunde, mich nicht ausgenommen, im Netz. Heute allzumal kommt es mir so vor, als hätte das tollste Ding seit langer Zeit, dazu geführt, nach gelungener Öffentlichkeitsentleerung, die Gegenstände der Provolution zu entleeren. Ermüdungsleere.

Die einen satteln auf die neuen Pferde um. Facebooken und Twittern, lifestreamen und bookmarken. Die anderen schweigen schon leiser. Die Hauptlinien des Geschäfts sind ja nicht so unwichtig, über Internetsperren wird mittlerweile durch alle Zeilen hindurch gegegengesprochen. Und Urheberrecht ist Allgemeingut. Aber was soll man dazu sonst noch sagen. Eigentlich kann man nur zurückrollen - und so ertappe ich mich, wie ich die örtliche Zeitung der evang. Kirchen hier lese, Todesfälle beschaue, Geburten und Hinweise darauf, wann welcher Kirchenchor probt. Vielleicht wittert man aber auch nur das Ende schon. Und will, so es geht, die noch gute Luft schnuppern um sich vorzubereiten auf einige Tage der näheren Zukunft, wenn es allgemein dunkler wird. Normalerweise könnte man sagen, ja, das wäre eine gute Zeit für gute Kunst, so wie gestern im Radio, als Bernd Alois Zimmermanns "Requiem für einen jungen Dichter" zu hören war. Doch das ist  nun auch insgesamt schon lange her. In der Ferne quietschen ein paar Reifen. Heute sagt man wohl besser, statt: Das Leben lebt nicht, das Leben streamt nicht mehr.

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Kommentare

fehler, hufi. es muss heißen Vielleicht twittert man aber auch nur das Ende schon.

Seit gestern twitter ich auch. Ich komme zu nix mehr. TTTTTwwwwwitttterrrrr. Das endgültige Verzetteln naht sehr.

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