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Tristan in Dachau

Während einer längeren Bahnfahrt von Berlin nach München. Unterwegs doch die Stöpsel in das Ohr geklemmt. Bei Dachau das Vorspiel zu Wagners Tristan und Isolde angehört. Eine filmreife Musik. Aber hier vor Ort am Bahnhof, komisch verstörend.

Man fäexhrt ja durch den Bahnhof durch, aber doch etwas abseits, links und rechts mit einigen Mauern, wohl zum Schallschutz, gesäumt. Hin und wieder durchbrochen die Mauern mit Glasfenstern, die den Blick freigeben auf Menschen, die an anderen Bahnsteigen auf ihre Zugverbindung warten.

Die Schallschutzmauern wirken beengend, was durch die langsame Durchfahrt noch verstärkt wird und durch die sich in extreme Situationen schraubende Musik Wagners.

Man ist abgeschnitten. Separiert. AUf dem Weg in eine andere Welt, die unheilvoll wirkt. Beklemmd das Ganze. Dachau, kein gewöhnlicher Vorort von München.

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