Texte fürs Blog

Antiquariat

Gestern ein Antiquariat besucht, in Berlin, Friedrichshain. Ein Café zugleich und auch Veranstaltungsort. Spielend dort ein junges Jazzquintett mit dem Namen Orbit. Musik aus den 60er Jahren, vorgetragen mit einer hohen Perfektion, dabei sind alles noch verhältnismäßig junge Hüpfer. Studierende in Dresden, Weimar und Berlin. Was sollen diese Musiker noch spielen lernen? Jazz der 70er, Jazz der 80er .... eigenen Jazz?Kommt dann noch. Bestimmt. Eine grandiose Kopie ist ein bester Anfang. Im Antiquariat dann gestöbert und ein Reclam-Heftchen entdeckt, darin Verse von Felix Hartlaub, kommentiert von Jürgen Becker. Becker halte ich ja nach wie vor für einen der größten Autoren der 60er/70er Jahre. Räume, Häuser, Felder. Becker führte mich auf die Spur von Hartlaub. Ein paar Pappeln haben es mir angetan. Gestern im richtigen Antiquariat, heute in einem im Netz. Hartlaub gefunden. Eine Ausgabe aus der Bibliothek von Inge Aicher-Scholl und Otl Scholl. Beide ja Urgesteine der Welt der grafischen Gestaltung. Vor allem Otl Aicher. Inge aber als Schwester von Sophie und Hans mit weiten Wurzeln zurück. Wie Hartlaub, der im Sperrkreis als Obergefreiter seinen Dienst versah. Plötzlich ist man wieder in einer komplett anderen Welt. Auf einmal ergeben sich Verbindungen ungeahnter Tiefe. 

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