Texte fürs Blog

Gedanken zum allfertigen Unfug

Ende_der_welt-30

Warum ist das alles so öde geworden. Warum ist man so matschig geworden.
Warum geht jetzt gar nichts mehr so richtig voran. Es hängt alles in der
Schleife.

Einen Gedanken bauen? Der länger wäre als zwei Sekunden. Einen Blick,
der länger dauerte als sieben Sekunden? Warum?

Die totale Kommunikationsgemeinschaft lähmt die Kommunikation. Oder sie
zeigt an, dass sie ohnehin vor allem eines nicht wahr, frei. Die
Netzsperre brauchen wir nicht. Die Netzsperre ist nicht zu fürchten,
wenn die sich selbst drehenden Wortsalate ihren Inhalt so aufsaugen,
dass die Beschäftigung der scheinbaren Abwehr zum einzigen Inhalt wird.

Die Verstopfung ist der Kehrseite der Mitzieheffekte im Sammeln von
Hilfsbereitschaft einerseits und der mentalen Truppenbewegungen in einem
zudem zusehends durch das Recht verödeten Felde.

Wo bleibt die gegentödliche Lyrik - wo bleibt der Widerstand?

"Was haben wir nur in all der Zeit getrieben?
Wir sind dem Fortschritt vorausgeeilt und hinter uns zurückgeblieben."
(Karl Kraus)

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Kommentare

„...” Zeitverschwendung und Zeitvergeudung ...und Karl Kraus ist immer noch der Vor(her)sager. Ist für mich auch eine Anregung mal wieder in der Weltbühne zu schmökern. Der blutige Ernst geht einfach ab (vgl...).

Es ist ja gute Übung geworden, heute, anders als früher, jeden technischen Fortschritt als für die menschliche Entwicklung positiv zu werten. Und wer die nicht tut, gilt schnell als unbelehrbarer Traditionalist wenn nicht schlimmeres. Aber ich werde tatsächlich das Gefühl nicht los, in erster Linie vorangetreten und -getrieben zu werden. Man hat kaum noch die Ruhe, etwas ganz zu studieren oder durchzulernen. Jedenfalls in diesen Bereichen nicht.

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