On This Day - October 24th

Max Weber (um 1910)

Adorno 1946/47

Arme Sau

Ach was, ach …

Die German Kleinigkeit

Einmal um die ganze Welt

Fiese Kollaboration - Ich bin mobil

-dung

Der Aufschrei war groß, aber das Gejammer blieb klein, als Marcel Reich-Ranicki die Annahme des Deutschen Fernsehpreise ablehnte: Vor einem teils ungläubigen Publikum, das sich in seiner glotzenden Einfältigkeit hinsonnte. Zaghaft schubste man den alten Mann von der Bühne mit dem Versprechen, öffentlich die Sache auszudiskutieren. Denn es gehe schließlich um Kultur und Bildung. Eine ganz erstaunliche Angelegenheit in dem sonst so komplett zur Verblödung tendierenden Medium, das Hans Magnus Enzensberger einmal ein Nullmedium nannte. Nur wurde nichts draus, aus der der Diskussion. Aus einer Stunde wurde eine halbe, aus der besten Sendezeit wurde Freitag 22:30 Uhr. Das ZDF hat damit offensichtlich seinen Kultur- und Bildungsauftrag für das restliche Jahr erfüllt. Ist doch alles Bestens, zumal niemand ernsthaft geschädigt wurde.

Schumann, Goebbels, Dolphy und Mozart

Heute ein anderer Ritt, nachdem gestern noch das Balanescu Quartett mit seiner Kraftwerk-CD zum Abwaschen nachlegen musste.

Gut der Zender kann mit der vierten Sinfonie von Schumann schon ganz schön langweilen und die Musik ist wirklich richtig nervend. Wenn einem nichts mehr einfällt, wiederholt man sich einfach. Vivaldi kannte wenigstens die Technik des Sequenzierens.

Danach Gobbels/Harth mit "Die Zeit wird knapp" von 1981 und dem Jakob Apfelböck Teil von Brecht, was doch auch ganz aktuell ist.

Eric Dolphys sämtliche Prestige-Records, davon die CD 9. Ist furchtbar abgemischt, aber zusammen mit dem Kind hinreißend anzulauschen. [node:read-more:link]

Kracauer kann es auch

"Ein Klavier stand in dem Raum, Gianino konnte nicht widerstehen, er schlug die geliebten Melodien an, und von Tassengeklirr dünn kontrapunktiert, quoll aus schwarzen Tasten Heiterkeit schwerflüssig in die ausgestorbene Welt." (Siegfried Kracauer, Empfindsame Suite von der Bergstraße, Gesammelte schriften Bd.5/1, S. 229, Frankfurt am Main 1990)

Ist einfach immer wieder gerne gelesen, zwischendurch, die Aufsätze aus den 20er Jahren, Kritiken zu Spengler, Kafka, Sinclair, Plessner und so vielen anderen. Besonders aber seine richtigen Feuilletons. [node:read-more:link]

Martin Hufner - Wellenbad an der Ostsee

Wellenbad an der Ostsee [node:read-more:link]

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Bildungsirrtum

Ich höre jetzt zum 1000. mal, Bildung muss in der Grundschule gelegt werden. Es sind komischerweise die Leute aus der Kultur, die dies sagen. Aber sie müssten es besser wissen: Gute Bildung wird möglich durch eine gute Lebensumwelt. Aber die Technokraten wollen alles billiger haben, machbarer. Revolution geht nur auf diese Weise und nicht auf die langsame Art. Damit produzieren die humanistischen Technokraten den Fehler immer wieder neu und machen den gleichen, den sie der Bürokratie vorwerfen. [node:read-more:link]

Anstand im Zeitalter der Ratschläge

Es scheint mir bemerkenswert, dass in der letzten Zeit eine gefühlte und vielleicht tatsächliche Entwicklung festzustellen ist: Es gibt eine wachsende Anzahl an „Ratschlägen“, an „Merksätzen“. Das ganze Leben wird, der Buchmarkt spiegelt es genau, durchgecoacht. Heute ist das hip, morgen etwas anderes. Das gab es natürlich schon immer. [node:read-more:link]

Mitten beim Romanschreiben

Und da war ich wieder: Am Ende der Wortschöpfungskette. [node:read-more:link]

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