On This Day - July 1st

Primärquelle der Geschichte

Nun liegt er vor, der Briefwechsel zweier Persönlichkeiten, die auf ihre ganz eigene Weise das kulturelle Klima dieses Jahrhunderts mitbestimmten. Alban Berg, der Komponist und Adorno, der ich-weiß-nicht-was-alles. Es ist ein Briefwechsel, bei dem Fragen der Beschaffung von Bleistiftanspitzern nur gelegentlich abgehandelt werden. Es ist ein Briefwechsel, der direkte Einblicke in die Produktionsspähren dieser ausgeprägten Persönlichkeiten gestattet. Dadurch kommt diesem Buch der Wert einen wirklichen Primärquelle zur Erschließung des kulturellen Klimas der 20er und 30er zu. [node:read-more:link]

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Einsame Masse und flexible Menschen

Die neue Steinzeit der öffentlichen Kommunikation

Im Medium des Internets scheint sich der traditionelle Subjekt-Begriff langsam aber stetig aufzulösen. Damit wird eine Entwicklung vollzogen, die sich seit dem Aufklärungsprozess der abendländischen Kultur seit dem 18. Jahrhundert zweischneidig abzeichnete: In dem Moment, da sich Menschen als Subjekte sozialen Handelns verstanden, lösten sie die traditionalen und kultischen Elemente ihrer Handlungsweisungen auf. Individuelle Lebenspraxen treten damit aber immer stärker an die Stelle gemeinschaftlichen Handelns. Der Soziologe David Riesman fand dafür das Wort der „Lonely Crowd“, der „einsamen Masse“. Richard Sennett nennt es den „flexiblen Menschen“, der haltlos durch die Gesellschaft driftet.

Im Internet gibt es nun sehr viele individuelle und unzusammenhängende Lebensentwürfe. In diesem Ausmaß neu ist dabei die Möglichkeit, Identitäten zu verschleiern und zu verändern. Man kann x-beliebige Identitäten annehmen und tritt dabei jedoch subjektiv stark auf. Immer wieder muss man sich die Frage stellen, wer ist es, mit dem ich da kommuniziere? Den handelnden Subjekten ist es möglich, anonym zu bleiben oder sich zu anonymisieren. Alles wird zu einem Spiel, dessen Ernsthaftigkeit immerzu infrage steht. Sicherlich steht hinter den Maskierungsvorhängen häufig ein spielerisches Moment. Das ist aber nur die eine Seite. Die andere ist überwachungstechnischer Natur. Es ist theoretisch ein Leichtes, diese Identitäten im Internet zu überwachen. Die digitalisierten Subjekte generieren Informationsströme, die an allen möglichen Stellen abgefangen werden können. Dass dergleichen passiert, bestreitet niemand. [node:read-more:link]

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Das Rauhe und das Glatte

 

Studien zur Ästhetik des Nicht-Perfekten

Wenn man dem Werbefernsehen Glauben schenken will, dann ist sauber noch nicht rein. Es reicht für die Wäsche nicht mehr hin, weiß zu sein: Sie muss weißer sein als weiß. Warum sollte sich ein solches Bewusstsein nicht auch in der Rezeption von Musik niederschlagen. Auf Hochglanz polierte Schallplattenaufnahmen, die in ihrem äußeren wie inneren Erscheinungsbild den musikalischen Saubermann repräsentieren.

Von Roscoe Mitchell bis Till Brönner

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Kalenderblatt Juli 2004

Werkstatistik des Bühnenvereins für die Spielzeit 2002/03

Kalenderblatt Juli 2005

Kalenderblatt Juli 2006

Kalenderblatt Juli 2007

Kalenderblatt Juli 2008

Marx und Engels beschauen sich die Gegenwart und bleiben ganz ruhig. [node:read-more:link]

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Kalenderblatt Juli 2009

Feuer im Zeichen des halbierten Copyrights [node:read-more:link]

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Gema Petition II

Nun ein zweiter ergänzter Text zur Gema-Petition in der nmz - mit Bezugnahme auf eine merkwürdige Stellungnahme des CDU-Heinis Wolfgang Börnsen. [node:read-more:link]

Kalenderblatt Juli 2010

Naja, so langsam gehts mit dem Blog hier auch bergab. Ist aber nicht so wichtig. Kalenderblätter gehen immer. Das hier ist vier Jahre alt. [node:read-more:link]

Kalter Krieg?

Kalter Braten? Facebook vs. Google(+plus).Konkurrenz ist gut - Kontrolle ist besser. [node:read-more:link]

Der Komponist im Studio

Im Nachhinein ein Psychogramm: Er hat sich geschlagen, aber nicht gut. Das Publikum war ein Hindernis. Das Gefühl, er werde geprüft. Bloß jetzt nix falsches sagen. Am Rande die Allwissenheit. Fragen sind unheimlich, verdächtig, man wehrt sie ab, statt sie zu beantworten. Er fürchtet die Tücke. [node:read-more:link]

Footbol is over

Habe von der zweiten Halbzeit nur ein bisschen vom Zappen her gesehen. Mankell oder Klopp? Schnödes Zeug oder lieber doch ein gutes Buch. Im Tippspiel ganz famos letzter. Ich habe irgendwie die Lust am Fussballgucken verloren. Ich kenne die Namen nicht mehr oder nur wenig, weiß nicht mal mehr, wo die spielen oder gespielt haben. 

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Albrecht Dümling. Foto: Hufner

Waldeinsamkeit

Letzte Bitte

Tief in Waldeinsamkeit ein Grab! ein Grab!
Von allen Menschen ferne, ja! recht ferne!
Da senkt den müden Sänger bald hinab,
Wann funkeln durchs Gezweig die Abendsterne.

Dann aber geht und laßt das Grab in Ruh'!
Verborgen und vergessen werd' die Stätte!
Efeu und Moos deck' ganz den Hügel zu,
Und nur das wunde Reh find' ihn zum Bette.

[Kerner] [node:read-more:link]

Waldende. Foto: Hufner

Die Wahrheit über R. Strauss

Er war Zeit seines Lebens sehr krank, der Richard Strauss. Chronisch! Litt unter Metamorphosen und schrieb des deshalb eine Töndichtung mit dem Titel:

Tod und Erkältung [Ton & Erklärung]

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