Zettelkasten

2013 – Das Jahr, in dem die Sprache im Zuge der Aufklärung verloren ging

Bunt ist bald grau, aber längst nicht S/W. Foto: Hufner

Die Sprache flüstert uns ein, was wir sprechen sollen? Irgendwelche Köpfe müssen ja rollen. Jetzt rollen erst mal die Worte.

Erinnert mich ein bisschen daran: Wegen schlechter Witterung fand die Revolution in der Sprache statt. Und erinnert mich an ein Volk, das Perec in "das Leben" von einem Protagonisten beschreiben lässt, welches von Tag zu Tag immer mehr Worte verliert und der Wortschatz immer kleiner wird. So dass immer weniger Worte immer mehr beschreiben müssen. So lassen wir uns den Gebrauch der Worte von denen vorschreiben, die die Worte missnutzen und feiern dies als Sieg über das Unheil.

Kinder werden zur Not immer wieder dazugeschoben. Erst sind sie zu dumm, dann sind sie zu klug; erst sind sie so manipulierbar, dann sind sie wieder so autonom.

Dann gibt es in Zukunft eben die Ohrfeige mit dem sprachlich-aktuell-einkorrekteten E-Book. Bis auch das gelöscht wird.

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