Zettelkasten

Bewährung ist Beschwerung

der Rückzug.

Man kann sich nicht mehr zurückziehen. War es vor einigen Jahren noch so, dass man sich hochspielen musste, ist es heute fast ein Unding, sich als Künstler aus dem Geschäft zu klinken. Den Rückzug muss man sich leisten können. Wer könnte aber etwas davon haben, dass man sich zurückzieht. Und wohin: Ins Innere? Da ist nichts, oder alles besetzt. Herausschälen aus dem Kokon des kontinuierlichen Bewährens. Man hat ja nichts zu sagen.

Bewährung ist Beschwerung. Es gilt die vielen Gründe dafür zu finden, warum man etwas macht. So sieht es doch aus. Relevanz geht vor. Geht vor: was eigentlich. Die Relevanz ist immer zu erfinden, notfalls mit einem Antrag beim Kulturamt. Dabei ist die meiste Kunst einfach nur da. Abgeschnitten von ihrer Produktionssphäre.

Die Aufträge blättern von den Werken einfach ab. Übrig bleibt was (gerade in dem Moment) bleibt. Ein Rauschen – ein Pfeifen – Klänge, stehen gelassen in einer Hörkammer irgendwo.

Eine Pause. Keine Stille. Kein Ende. Es schrabbt.

Das Fortschreiten in die Richtung des Dunkels. Kein Masterplan, kein Businessplan. Kein Plan mehr, planbar.

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