Zettelkasten

„Freiheit ist die Lebensluft der Universität“ (Jaspers 1947)

Alles stumpf. Foto: Hufner

War mal so ... vielleicht.

„Die Universität ist eine eigene Welt. [...] Der Student hat grundsätzlich Studierfreiheit. Er ist nicht mehr Schüler, sondern reif und Bürger der Hochschule. Damit Männer der Wissenschaft entstehen, selbständige Persönlichkeiten, müssen Jünglinge gewagt werden. sie haben die Freiheit, zu verkommen durch Trägheit und Zerstreuung und dann aus den akademischen Berufen auzuscheiden. Würde man Dozenten und Studenten an die Leine einer Schuldisziplin legen, so wäre das Leben der Ideen, das Schaffen und Forschen am Ende. Es erwüchsen keine in ihrer Denkungsart verläßlichen, kritisch prüfenden und besonnen in jeder Situation die Wahrheit suchenden Männer. Freiheit ist die Lebensluft der Universität.“1

Furchtbar ist aus heutiger Sicht die Begrifflichkeit von Männern und Jünglingen …

Aber „Bürger der Hochschule“ ist man doch fast nirgendwo mehr. Eher eine bürokratische Vollzugsperson der Ordnung.

  • 1. Karl Jaspers: Universität und Volk, in: ders.: Lebensfragen der deutschen Politik, München 1963, S. 126 f.

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