Zettelkasten

Geld und Kunst

Stille. Foto: Hufner
  • Geld macht taub.
  • Geld spielt überall erste Violine.
  • Geld macht arm und reich, der Tod macht alle gleich. [Dän.: Penge skille os ad, men døden giør os liige.]
  • Geld ist die grösste Kunst. – Parömiakon, 2689.
  • Die beste Kunst ist all vmbsunst. – Henisch, 1470, 19.
  • Ehrliche Kunst bezahlt die Welt mit Dunst. [Lat.: Artibus honestis nullus in urbe locus, nulla emolumenta laborum. (Juvenal.) (Seybold, 39.)]
  • Kunst bringt zuweilen Ruhm, aber selten Brot ins Haus.
  • Kunst besteht, Reichthum zergeht. [Schwed.: Guld förgår, konst består. (Grubb, 422.)]
  • Kunst ist besser denn Habe. [It.: Una buon arte val per una buona possessione. (Pazzaglia, 18.) - Schwed.: Konst är meer än ägor. (Grubb, 422.)]
  • Kunst geht nicht betteln. [Frz.: L'homme habile gagne son pain partout.]
  • Kunst fischt oft umsunst. [Schwed.: Konsten släär offta feelt. (Grubb, 421.)]
  • Kunst geht nach Brot. – Latendorf, II, 20; Eiselein, 402; Körte, 3637; Sutor, 149; Braun, I, 2091; Briefe aus Berlin (Hanau 1832), II, 95. [Liess Lessing in seinem Trauerspiel Emilia Galotti den Maler Conti sagen. Vgl. über dies Sprichwort auch Briefe aus Berlin, Hanau 1832, II, 95. Wenn nur die Kunst dabei nicht selbst zum Brote, zum hausbackenen Brote wird, und das Brot zur Kunst. Das sei Sorge der Künstler; »denn«, sagt Schiller, »das Publikum zieht die Kunst nicht herab, der Künstler zieht das Publikum herab; und zu allen Zeiten, wo die Kunst verfallen ist, verfiel sie durch die Künstler.« (Schiller, Einleitung zur Braut von Messina.) – »Die Kunst geht immer noch nach Brot, Zu büssen ihre Hungersnoth. Willst aber einen Künstler suchen, Lauf' hinterdrein mit Wein und Kuchen.« (W. Müller, 80.)
  • Kunst kann man nicht kaufen. – Petri, II, 429; Simrock, 6082; Körte, 3621; Lohrengel, I, 458; Braun, I, 2084; Masson, 222. Tunnicius (906): Kunst enkan men nicht kopen. (Est doctrina potens nullo mercabilis auro.) - Holl.: Kunst kan men niet koopen. (Harrebomée, I, 458a.)
  • Viel Künste lernen hat seine Noth; wenn man sie kann, so fehlt es an Brot. - Holl.: Kunsten leeren is verdriet; als men se kent, zoo acht men ze niet. (Harrebomée, I, 458a.)
  • Viele Künste sind vmbsonst. – Lehmann, II, 790, 73.
  • Wo für die Kunst kein Brot im Haus, da wandert sie aus. - Lat.: Ubi non merces, ibi nec ars est.

Aus dem Deutsches Sprichwörter-Lexikon von Wander

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