Zettelkasten

Hundeerziehung ist keine Hexerei

Hunde und Kakao. Nix gut.

Oder sagt man da heute auch Education zu. So Grundwertevermittlung. Man könnte es glatt denken. Städte sind voll mit Hundeschulen. Hundetrainer(innen) gesellen sich dazu.

Also wir haben letzthin einen Haufen Bücher zu Hunden eingetradet. Welpenschule, Huni-Uni, Wölfisch für Hunde, Menschen brauchen Grenzen, Vorsicht Bildschirm usw. Was da so drin stand haben wir ja drauf. Die unverkäuflichen Bücher haben wir aber noch. Buchstützen und so, versteht sich. Ich habe das Zeug ja verschlungen wie die Pest. Alte Lehrerfamilie, da ist das so drin.

Worauf ich hinaus will. Unser Köter ist jetzt circa 4 Jahre alt und so langsam würde ich sagen, wir verstehen uns ein bisschen. Das Waldspazieren ist sogar fast entspannt. (’Ne neue olle Doggedame von neu Hinzugezogenen scheint nicht so ganz gern gesehen und pampte erst mal los, beiderseits, und Emilia, der schwarze Labrador knurrt immer ganz eigenartig – wir machen einen lockeren Bogen um die dumme Nuss, und das braune Irgendwas vom Sohn aus dem blauen Haus, fletscht immer die Zähne, rennt dabei über die Straße wie es passt – wir müssen ja nicht alle hier miterwachsen werden lassen ... Das ist das Ridgeback-Dreieck vor dem Wald.)

Wollt ich aber auch nicht sagen. Eigentlich wollte ich sagen, die Hunde, außer die drei genannten, werden mit der Zeit wohl einfach ruhig, wenn es die menschlichen Mitbewohner auch sind. Also unserer. Der hat immer Gäste zur Sau gemacht. Ist vorbei. Hat alle Hunde etwa ungestüm begrüßt, ist jetzt auch fast komplett vorbei, hat nur auf Ruf gehört, wenn man Futter in der Hand hatte, ist jetzt auch vorbei.

Meine Meinung. Die werden schon, wenn sie älter werden, wenn man selbst wird und mit denen bequem wird. Also nicht immer hetzen, nicht immer Aufgaben stellen, nicht immer „beschäftigen“ wollen – sondern eben richtig gemütlich pennen. So chillen nach allen Regeln der Kunst. Aber dann auch flugs auf Draht sein, wenn gewollt. Was ist dabei? Der Hund pennt in seiner Hütte tags, nachts pennt er zwischen Frauchen und mir im Bett und beduftet uns in den Schlaf. Es gibt Diensthunde, die wollen alle genau das Gegenteil und pennen. Aber hier bin ich nicht im Dienst und mein Kläffer muss das auch nicht sein.

Die Sache ist, wie übersteht man die vier Jahre davor!? Eigentlich egal. Gute Nerven braucht man schon. Aber da unterscheiden sich diese jungen Tölen ja nicht von ganz gewöhnlichen anderen Kindern der Menschen. Der Rest ist eine Sache des zarten Pedals!

PS: Genug prokrasitiniert, die Klos sind sauber, jetzt die Umsatzsteuer - scheiße.

Tagging: 

Angetrieben von:

Powered by Drupal