Zettelkasten

Netz-Renitenz

Ich bin eine Analogie für keine Analogie. Foto: Hufner

Ein grundlegendes Problem des Rechts im Internet und der Welt des Digitalen ist so simpel wie dauerhaft: Vergleiche über Vorgänge mit der Netzstruktur zu Vorgängen aus dem praktischen Leben ziehen. Denn sie stimmen nie. Dass man sie immer wieder zu bemühen glaubt, zeigt, dass man das eigentliche Problem oder Thema nicht wahrnehmen will. Da wird Störerhaftung mit Autoverleih gleichgesetzt. Oder geistiges Eigentum mit realem Eigentum verglichen.

Warum? Um ein bestehendes Problem zu übersetzen, damit es jemand anderes vermeintlich verstehen kann. Aber das funktioniert nicht. Sowenig wie ein Text über Musik die Musik ersetzen kann; es sei denn, der Text ist selbst so etwas wie Musik.

Soweit ich mich erinnere, ist mir aber zum Beispiel noch kein hochrichterliches Urteil in Sachen Netz/Digital untergekommen, das sich auf solche schlingernden Analogien gestützt hätte. Das ist immerhin gut.

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