Zettelkasten

NSA und eigenes Leben

Sicherheit. Foto: Autoportrait (Hufner)

Neulich bekam ich eine Mail, die ich nicht lesen konnte. Sie war verschlüsselt. Mit PGP (pretty good privacy). Warum? Weil ich eine ganze zeitlang PGP im Einsatz hatte. Bis 2012, als ich umstieg auf ein anderes Mailprogramm und mir die Einbindung nicht gelang. In meinem Umkreis war ich aber der einzige, der mit PGP wengistens potentiell gerarbeitet hat. Was sich darauf beschränkte, mir selbst verschlüsselte Mails zuzusenden. Und das ist auf Dauer wenig ergiebig.

Nun aber bekam ich eine verschlüsselte Mail und konnte sie nicht lesen. Der Gegenüber ist davon ausgegangen, dass es geht, weil auf irgendeinem Server mein öffentlicher Schlüssel liegt. Ich habe die Herausforderung nach einer weiteren Mail angenommen. Und ich habe es geschafft. PGP läuft jetzt auch in diesem Mailprogramm. Das ist ein gutes Gefühl.

Dennoch: Trotz der ganzen Ausspäh-Geschichte, die ja nicht unwahrscheinlich gewesen war, gehen die meisten von uns nicht anders mit ihren Daten um als früher auch. Das kann ich nicht belegen, aber für meinen Umkreis gilt das schon. Da hat sich nichts geändert und bei nur deshalb, weil ich einen ersten Kontakt mit einer verschlüsselten Mail hatte, die nicht von mir selbst stammte.

Natürlich ist PGP keine ganz simple Angelegenheit, natürlich wird das schwerer, wenn man seine Dinge immer mehr mobil abwickelt. Ich habe keine Ahnung wie PGP auf Telefonen (auf den verschiedenen Plattformen), Tablets und in Webmailer eingebunden werden kann.

Man kann eigentlich nur im Sinne des 21. Jahrhunderts sagen: Tja.

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