Zettelkasten

Wenn schon Bologna, dann richtig.

Studium in dünner Luft. Foto: Hufner

Dann war das noch die Idee der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, dass den Bachelor-Absolventen im Fach Psychologie auch der Master-Studiengang offenstehen sollte. Schaffen die Unis aber nicht - und das grenzt an Studienbetrug.

Man fragt sich dann doch: 6 Semester Psychologie, vollgpfropft mit wenig Studium und viel Prüfungen: wie soll das gehen, was soll dabei herauskommen. In anderen Fächern ist das sicher nicht viel anders. Heute noch ein Rätsel, auf welchem Mist das gewachsen ist. Es ist so absurd:

Abiturszeit-Verkürzung auf 12 Jahre, Studium auf 3 Jahre. Da ist man mit 20 bis 21 Jahren theoretisch fertiig und hat doch nur einen Bachelor. Mit 21 aber war Adorno bereits promoviert. Und der war auch nicht ein Dünnbrettbohrer, also eher weniger.

In der Tat, das wäre ein echter Ausweg: Statt nach drei Jahren den Bachelor, haben die alle eine Promotion in der Tasche. Wie man das nennt, ist doch eigentlich egal. Und das Problem mit den schlechten Doktortiteln hätte sich auch erledigt.

Wenn schon Bologna, dann aber richtig.

  • PS 1: Denn das Absurde ist doch dabei auch: Kein Arbeitgeber würde sich auf die Werte der Studienergebnisse verlassen. Sie sind bestenfalls ein Indiz, im anderen Fall nur absurd, da unvergleichlich und aussageirrelevant.
  • PS 2: Völlig ratlos dagegen bin ich gegenüber der Willfährigkeit des Universitätskörpers, der diese Reform überhaupt hat zugelassen. Die Psychologiestudiengänge, die Bologna machen, disqualifizieren sich eigentlich von selbst.

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