Zettelkasten

Wettbewerbe - Auflösung

zuschauer sind die sieger immerwährend. Foto: Hufner

Warum es mir nicht gleich aufgefallen ist, weiß ich auch nicht. Lange Leitung wahrscheinlich.

Wettbewerbe dienen nicht den Wettbewerbern, denn das Verhältnis von Siegern zu Verlierern ist in der Regel unverhältnismäßig. Nein, Wettbewerbe, Vergleiche, Competitions: sie haben den ersten Zweck in der Befriedigung des Publikums, des Zuschauers. Schlag den Raab, Deutschland sucht den Superstar, Kochduell, Fussballbundesliga ...

Den größten Nutzen hat der Zuschauer, weil er sich eingebunden fühlen kann in den Prozess der Entscheidung, im Mitfiebern mit seinem Club. Der Zuschauer profitiert nämlich an beiden: den Siegern und Verlierern gleichermaßen.

Kommentare

Kann man diese Regel auf alle Bereiche anwenden? Wer profitiert denn vom "Wettbewerb" auf dem Arbeitsmarkt, bzw. beim Wettbewerb auf dem Markt? Wer sind da die Zuschauer? Vielleicht Machteliten, die aufgrund ihrer Position außerhalb des Wettbewerbes stehen?

Überall, wenn man es genau nimmt, zumindest auf den ersten Blick der Abnehmer, der Konsument. Auf dem Arbeitsmarkt, der, der Arbeiter einstellen will. Beim Wettbewerb auf dem Markt, der Konsument, der das beste Produkt bekommt, oder das billigste.

Insgesamt profitiert auch die Machtelite, weil sie das Spiel zulässt und gegebenenfalls es goutiert, wenn sich die Teilnehmer die Haut gegenseitig abziehen. Im anderen Fall steuert  sie das Spiel mit, durch Subventionen beispielsweise. Und dann kommt es zum Streit wie zwischen Öffentlich-Rechtlichem Rundfunk und zum Beispiel der Tageszeitung  - was die Versorgung mit Nachrichten angeht.

Man kann sich allerdings fragen, ob der Wettbewerbsprofit wirklich dauerhaft gut tut. Und anderes kann man auch noch fragen. ...

Angetrieben von:

Powered by Drupal