«Wer hören will, der hört auch aus der Ferne.
Wer nicht hören will, der hört auch aus der Nähe nicht.» (Juan Allende-Blin)

Alles Verlierer – bis auf einen

In Baden-Württemberg sind Rückzahlungsforderungen bei Corona-Soforthilfen bis zum 7. April 2020 wohl rechtswidrig. Mehr dazu bei der SPD.

Idagio hat Insolvenz gemeistert

Der Klassik-Streamingdienst Idagio hat sein Insolvenzverfahren in Eigenregie erfolgreich abgeschlossen. Das kann man bei der nmz nachlesen. Ich muss gestehen, dass mir die Eröffnung des Insolvenzverfahrens selbst vollkommen durch die Lappen gegangen ist. Das war sehr leise gespielt. Gefragt habe ich mich zwischendrin immer wieder, wie lange die überhaupt durchhalten können. Der ehemalige Konkurrent aus den Niederlanden (Primephonic) ist ja bei Apple untergekommen. Grammofy war mal bei Spotify zwischengelagert und dann weg.

Brett vorm Kopf in Essen

Nur Verlierer hat die Geschichte mit einer Violinkonzert-Uraufführung in Essen (Christoph Becher hat für die nmz recherchiert) hat nur Verlierer produziert. Komponistin, Orchester, Management … alle machen zusammen keine gute Figur. Wenn man nebeneinander aneinander vorbeiredet. … Schlecht für alle.

Holzkopf & Mörtel

Und nun hackt zu allem Überfluss auch noch der Verleger von Breitkopf & Härtel auf dem allem herum und macht sich über die Komponist:innen lustig, Er schreibt:

Leider ist es absoluter Standard, das zeitgenössische (Auftrags-)Werke erst dann begonnen werden, wenn der Kompositionsauftrag unterschrieben ist. Damit ist meist von Vornherein klar, dass Abgabetermine nicht eingehalten werden und oft kommt am Ende solch ein „musikalischer“ Blödsinn bei raus, der über die Uraufführung und vielleicht eine Folgeaufführung nicht hinauskommt, weil sowas eben kein Mensch hören will (und ertragen kann). (Nick Pfefferkorn)

Ein Kommentar, der so unterirdisch ist, Ressentiments wiederholt, voller Widersinn zumal, dass man sich wirklich fragt, wie aus diesem engagierten Verlag so ein Quatsch kommen kann. Aber der alte Lektor, Frank Reinisch, ist in Rente. Bleibt ihm das Malheur wenigstens zu verteidigen erspart. Wer solche Verleger hat, der hat viel Grund zum Weinen.

Cybinski folgt Hahn

Der WDR hat einen neuen Redakteur für Neue Musik. Anselm Cybinski tritt die Nachfolge von Patrick Hahn an, der unbedingt nach Paris zur Arbeit gehen wollte und nur drei Jahre die Geschicke der Redaktion geleitet hat. Gestern abend kam die Meldung als PR-Nachricht. Aber schon am Mittwoch hat das Van-Magazin diese Personalie herausposaunt. Und man fragt sich, auf welche Quellen die sich da beruft haben. Offiziell war es da nämlich nicht. Aber was bleibt VAN auch anderes übrig, die News bei denen kommen ja Mittwoch. Sie wären sonst eine Woche zu spät dran. Die Personalie selbst überrascht vielleicht den einen oder die andere. Anselm Cybinski ist in Sachen Neue Musik nicht besonders auffällig geworden. Das kann auch ein Vorteil sein, weil dann auch keine persönlichen oder ästhetischen Seilschaften mit ihm in die Redaktion miteinziehen. Mir war Cybinski nur als Sparringspartner beim Beethoven-Klaviersonaten-Podcast mit Igor Levit im Bayerischen Rundfunk ein Begriff. Das hat er damals gut gemacht.

GEMA meldet ästhetische Insolvenz an

Bei der GEMA ist man schweigsam, aber schwurbelt mit Grafiken gegen die eigenen Berechtigten aus dem Bereich E. Auf Facebook ist das nur mäßig erfolgreich. Ärgerlich aber, dass man dort dann auch gar nicht auf Kritik reagiert. Die GEMA: schlechte Karmapunkte. In Wirklichkeit aber ein im Umbau befindlicher Verein, der sich zum Konzern wandeln will.

Udio darf mit Universal Music-Musik trainieren

Da wird es ihr gefallen (oder nicht), dass sich Universal Music mit Udio geeinigt hat, dem Unternehmen, dass mit KI-Mitteln den Bereich der GEMA ausweidet, den diese vor der bösen E-Musik-Front retten will. Die nmz hats gemeldet.

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