Von allen Seiten ist die Kultur und die Vernunft durch Angriffe bedroht. Manchmal auch in der Sache zurecht.

Neues aus dem Grand-Tokio-Hotel-Abgrund – Urheberrecht als musikalische Warenkunde

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Das Gezerre um die angemessene Vergütung von urheberrechtlichen Leistungen will kein Ende nehmen. Seit einigen Jahren werden sogenannte Körbe zum Urheberrecht gepackt. Teilweise sind Ergänzungen und Korrekturen nötig, weil es Auflagen der europäischen Kommission gibt, teilweise werden diese Anforderungen genutzt, um weitergehende neue Ansprüche zu begründen. Dieses tat zuletzt ein „Offener Brief“, der im Namen der Musikindustrie anlässlich des „Tages des geistigen Eigentums“ direkt an die Bundeskanzlerin ging. Unterschrieben haben ihn Dutzende der in…

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Dr. Ralf Weigand – Das neue Kulturprogramm der GEMA

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Vorstellung des GEMA-Kulturprogramms beim politischen Jour Fixe der GEMA am 19.6.2008. Ralf Weigand, der Komponst und Mitglied des Aufsichtsrates der GEMA spricht. Miese Qualität der Aufnahme allerdings. In der Pressemeldung heißt es dazu: Zu den neuen kulturellen Aktivitäten der GEMA, vorgestellt von Dr. Ralf Weigand, Komponist und Mitglied des GEMA-Aufsichtsrats, gehören mehrere Bausteine, die sich gegenseitig ergänzen. Einer davon ist der „Deutsche Musikautoren-Preis“. Mit dieser Auszeichnung, die erstmals im Mai 2009 in Berlin in…

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Datenschutz und Umweltschmutz in deutschen Bundesbehörden

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"In den Jahren 2005 bis 2007 sind in deutschen Bundesbehörden 189 stationäre Personalcomputer, 326 Notebooks, 38 Memorysticks sowie 271 Mobiltelefone und Taschencomputer gestohlen worden, abhanden gekommen oder unauffindbar," kann man lesen in den aktuellen Mitteilungen aus dem Bundestag. Da kommen wohl noch einige Mobiltelefonen der Firma No*ia hinzu, die einige höhere Beamten volkswirksam zur Vernichtung anheimgegeben haben. In der Mitteilung heißt es weiter, viel Unglück sei dabei nicht entstanden. "In fünf Fällen, so heißt…

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Fahrten durch ungesellige Landschaften I bis III

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I Bevölkerungsbeschwichtigung - Koeppen Er meinte die Situation zu durchschauen: sie barg Gift und Bazillen. Was waren denn diese Siedlungen anderes als die nationalistischen Siedlungen der Kinderreichen, als SS- und SA-Siedlungen, nur billiger, nur enger, nur schäbiger, nur dürftiger? Und wenn man diese Blaupausen betrachtete, es war der Nazistil, in dem weitergebaut wurde, und wenn man die Namen der Baumeister las, es waren die Nazibaumeister, die weiterbauten, und Heineweg und Bierbohm hießen den brauen…

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Vernebelungsdiskurse

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Im vorhergehenden Eintrag habe ich Walter Benjamin aus seiner "Einbahnstraße" zitiert. "Armut schändet nicht", die hohle Floskel, die von oben herab das Leben zur Erträglichkeit verschönt. Benjamins Text geht aber weiter. Und er berührt darin noch deutlicher die Gegenwart, als es zunächst schien. Aber nie darf einer seinen Frieden mit der Armut schließen, wenn sie wie ein riesiger Schatten über sein Volk und sein Haus fällt. Dann soll er die Sinne wachhalten für jede…

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Zeitschichtenverschiebung

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Es ist häufig so mit Personen. Erst, wenn sie aus dem Leben geschieden sind, nimmt man sie sich richtig zur Brust. So, als ob das Leben eine Sperre für die Annäherung darstellt. So geschehen jetzt auch mit Karlheinz Stockhausen. Einstmals erstand ich die Texte Band 2, den Zeitraum 1951 bis 1963 betreffend. Unter den Texten ein Bericht über eine USA-Reise Ende 1958. Die hat viele detailinteressante Aspekte, aber ein Hinweis macht mich schon richtig…

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Eine kleine Stockhausen-Geschichte

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Ich kann nicht genau sagen, wann ich das erste mal den Namen Stockhausen gehört habe. Sicher war es noch in der Schule, Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre. Die Musik, die zu diesem Namen gehörte, was nicht ganz leicht zugänglich. Am ehesten ging es noch über einer Schallplattenreihe der HörZu (zusammen mit der Deutschen Grammophon?), die unter dem Titel Avantgarde in mehreren Schubern aufgelegt wurde und in der örtlichen Bibliothek zur Ausleihe stand.…

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Vermitteln, vermitteln, vermitteln

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In zwei aufeinanderfolgenden Sendungen hat sich taktlos, das musikmagazin der neuen musikzeitung und des Bayerischen Rundfunks mit der Situation der Neuen Musik in Deutschland beschäftigt. Im November ging es in Karlsruhe um die Frage: "Neue Musik im Off?" - welche Rolle spielt neue Musik im Konzertleben und in der Öffentlichkeit. Jetzt, im Dezember, ging man der Frage nach: "Neue Musik am Tropf?" und spielte auf die großartige Initiative der Bundeskulturstiftung "Netz Neue Musik" an,…

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Vermitteln, vermitteln, vermitteln

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Ein bisschen widersprüchlich waren auch die Argumente der Neue-Musik-Apologeten. Auf der einen Seite weisen sie auf Defizite der Szene hin, bemühen dann aber immer wieder Veranstaltungen der Szene, die zeigen, wie erfolgreich doch die Neue Musik angenommen werde. Donaueschingen sei immer ausverkauft und Ultraschall in Berlin sowieso das beste Fest der Welt. "Ja aber Ultraschall" und "Maerzmusik" undundund. Mit meinem Beitrag verwies ich auf Hanns Eisler Diagnose der Szene von 1927. [display_podcast] Dahinter steckt…

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Aufstieg oder Abstieg [Baltasar Gracián]

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Wenn noch etwas Zeit ist, geht der Blick in Werke des spanischen Autors Baltasar Gracián. Den "Das Kritikon" gibt es wohl neu übersetzt, ein absurdes Buch. Man kann an jeder Stelle anfangen zu lesen, immer wieder wird man eine Merkwürdigkeit finden. Erinnert mich glatt an Musil, dessen Mann ohne Eigenschaften man nun wirklich nicht anders lesen kann als mit dem breitesten Grinsen. Bei Gracián, einer Empfehlung Luhmanns folgend, ist es anders. Da wirken alle…

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