Von allen Seiten ist die Kultur und die Vernunft durch Angriffe bedroht. Manchmal auch in der Sache zurecht.

Das Vergessen und sein Recht

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Seit geraumer Zeit wird über ein „Recht auf Vergessen“ in Sachen Internet diskutiert. Vorausgegangen war eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. Nach dieser Entscheidung soll es die Möglichkeit geben für Menschen, bestimmte Informationen nicht über eine Suchmaschine wie Google auffindbar zu machen.

Dabei werden nicht die Originaldaten verändert, sondern nur die Möglichkeit, diese Daten über eine Suchmaschine zu erschließen. Ein Recht auf Veränderung der Originaldaten wurde damit nicht eingeschlossen. Im Gegenteil, Gerichte haben solch ein Recht bislang verneint.

Löschanträge bei der nmz

Im Alltag bei nmz-online kommt es auch gelegentlich vor, dass Menschen wünschen, ihre Spuren in der Musik-, Kultur- und Lebensgeschichte zu löschen.

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Fall(e) Stadttheater – Frank Castorf und das Niveau

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Frank Castorf, der Theatermann von der Volksbühne Berlin, wird irgendwie in Bayreuth nicht gemocht, sagt er über dpa in nmz-online. Bayreuth falle gerade auf das Niveau eines „Stadttheaters“ zurück, meinte der Theaterregisseur: „Die Stürme haben sich gelegt, die Langeweile  hat gesiegt“. (Quelle) Kann man da lesen. Das ist böse. Nicht einmal wegen Bayreuth, sondern weil es für seine Ansicht des Niveaus von Stadttheater spricht. Und an einem Stadttheater würde Castorf demnach auch nicht inszenieren. So…

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Michel Foucault & Gilles Deleuze – Neugier \ Medien \ Information \ Bildung

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Aus der Gegenüberstellung von zwei Passagen von Deleuze und Foucault ein paar Schlüsse ziehen. Gedanken über Vielfalt, Dummheit, Bildung, Information. Das Problem ist nicht das Rauschen, die Vielfalt, sondern die Einfalt und die Leere in der Fähigkeit zu urteilen. Der Entwicklung der menschlichen Urteilskraft steht nicht Masse der Informationen entgegen sondern ein falscher Begriff der Bildung von Menschen. Aufklärung braucht Klärung. Das Altern der Kommunikation. Erinnerung an einen Absatz Deleuze. „Die Dummheit war noch…

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Michel Foucault & Gilles Deleuze – Neugier \ Medien \ Information \ Bildung

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Aus der Gegenüberstellung von zwei Passagen von Deleuze und Foucault ein paar Schlüsse ziehen. Gedanken über Vielfalt, Dummheit, Bildung, Information. Das Problem ist nicht das Rauschen, die Vielfalt, sondern die Einfalt und die Leere in der Fähigkeit zu urteilen. Der Entwicklung der menschlichen Urteilskraft steht nicht Masse der Informationen entgegen sondern ein falscher Begriff der Bildung von Menschen. Aufklärung braucht Klärung. Das Altern der Kommunikation. Erinnerung an einen Absatz Deleuze. „Die Dummheit war noch…

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Hochmut kommt vor dem Bußfall

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Das Ergebnis des gestrigen Halbfinal-Trainingsspiels der Deutschen Nationalmannschaft könnte zu Jubel-Taumelanfällen führen. Sieben zu Eins. Und zu Häme und zu kollektivem Wahnsinn. Aber die Welt dreht sich natürlich auch ohne Fußball weiter.

Thomas Müller, der Stürmer des Mannschaft, angekündigt vom ZDF-Reporter als Eloquenz-Bestie hängte im Interview nach dem Spiel die Latte tiefer. Ein erstaunlicher Mann. Nicht sein Team hat allein gut gespielt, es hat eben so gut gespielt, wie es der Gegner zugelassen hat. Und der hat viel zugelassen. Wir wissen nicht, welche Drogen eingenommen wurden, welche Gelder von theodosius geflossen sind. Aber das Brasilien von gestern, die Mannschaft von Brasilien stellte sich spielerisch als vollkommen desolat dar. Mal sehen, wie sich das im sogenannten kleinen Finale auswirken wird. (mehr …)

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Musikförderung: Kreative Lösungen sind gefragt

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Überall wird gespart. Des Jammerns ist kein Ende. Überall? Nein, heute wurde gemeldet, dass die Ausgaben des Verteidigungsministerium für Rüstungsforschung sich in den letzten Jahren verdoppelt hätten. Keine besonders große Summe. Ein paar lausige Millionen, die an den Unis zur Erforschung von geheimen Dingen ausgegeben worden sind. Um was es genau geht, will man nicht sagen, weil man daraus schließen könne, wo die Defizite liegen. Das ist Politik. Das ist unsere Sicherheit.

Auf der anderen Seite, insbesondere im kulturellen Sektor wird dagegen gespart, fast überall. Gerne nehme ich Positivmeldungen entgegen.

Was kann man daraus aber lernen? Man muss im kulturellen Sektor umzudenken anfangen! Sich auf Projekte setzen, bei denen das Geld lockerer sitzt. Warum die Slogan “Musik macht schlau” nicht umändern: “Musik stärkt die Verteidigung des Vaterlandes”, “Musik macht stark”, “Musik verhindert Terroranschläge”.

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Aussenseiter, Spitzenreiter – Viertelfinale

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Gestern war der Tag der Außenseiter. Mit Frankreich und Deutschland sind die Mannschaften weitergekommen, von denen man es nicht erwartet hätte. Typischerweise in der Nachspielzeit. Man muss aber auch sagen: Nigeria und Algerien haben zu wenig getan, um Frankreich und Deutschland in Bedrängnis zu bringen: Von Weltklasse-Mannschaften muss man da schon mehr erwarten. Zumal die bayerische Nationalmannschaft ganz klar durch die vielen Spieler des FCB schwer gehandicapt war. Es reichte nicht einmal dafür, einen Torwart aufzustellen. Das ist die schwäbische Sparsamkeit des Yogi Löw.

Aber so kann es im Fußball gehen, gestern noch haushoher Favorit, heute schon ausgeschieden. Die Folgen sind freilich unabsehbar und zumindest fürchterlich. Frankreich gegen Bayern. Das wird schon ein Gekicke zwischen Sauerkraut auf Baguette und Spargel in Calvados werden.

Von der PFIFA gibt es auch nix Gutes. Das gestern von ihr hier eingebundene Video wollen sie nicht auf unserer Seite anzeigen lassen. Uns kann das ja egal sein, aber was ist das für Pressearbeit dieses Amateurhaufens, deren Verbreitung man auf diese Weise verhindert. Das kann doch nur heißen: O, nein. Was für einen Schrott wir da nur abliefern, metaphernfalsch und musikantisch erbärmlich.

Kommen wir zu den Hardfacts.

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Man lasse es Musik regnen … – Wie die PFIFA uns musikalisch verblödet

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Wir wissen seit dem Outing von Theo Geißler in der Zeitung „Politik & Kultur“, wer folgenden PFIFA-Film verbockt hat. Er selbst nämlich. Das erklärt fast alles, vor allem seine Vorreiter-Rolle beim Tippspiel. (Alte Nuss, wer hätte das gedacht.)

53 Euro soll das Material für den Film gekostet haben. Aber was kostete wohl die Musik. Hat sich Theo G. einfach heimlich vor eine Tür eines Musikerziehers gesetzt und eine Fingerübung aufgenommen? Nur, wo werden solche simplen Akkordreihungen (von Fortschreitungen mag man ja gar nicht reden) überhaupt noch gespielt. In der bayerischen Provinz von Theo G etwa, zu viel Donauwasser geschluckt? Hoquetus maximus?

Auch die Schlusskadenz deutet darauf hin, dass hier eher ein Blattschuss gefallen ist denn eine durchdachte musikalische Logik sich Platz suchte. Kann natürlich im Endeffekt auch alles ein kaputtes Computerprogramm gewesen sein.

Der Schaden für die Ohren der Welt ist jedenfalls nicht mehr gut zu machen. Auf immer und ewig sind sämtliche Bemühungen für eine gute musikalische Erziehung völlig für den, den, den … Dings. Und es zeigt die Dominantz(!) der okzidentalen Musik über die Welt ans sich. Mit wenigen Akkorden wird die Welt beherrscht. Das ist musikalisch gesehen, auch okay. Aber da muss das Timing wenigstens stimmen. Wenn schon diese so unbedarft aneinander geklatscht sind, was soll daran dann anknüpfen? Totale Regression aber hier. Pfui, Pfui, Pfui.

Dabei wäre eine Lösung so einfach gewesen. Wir haben mal ein paar kurze musikalische Meisterwerke zu Vertonung gewählt – insgesamt fünf Stück.

Wer einige oder alle Musikbeispiele erkennt und in den Kommentaren benennt, weiß wahrscheinlich mehr als alle anderen auf der Welt. Und das ist Gewinn. (mehr …)

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Elfmeterschießn – Trier vorn!

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Leuteleuteleute. Das ist nix mehr für mich. Dieses Elfmeterzeug macht einen ja total nervös … . Ertappe mich, wie ich vor dem 11-Schießen noch was ganz wichtiges machen muss. Wusstet ihr, dass es in Trier für die Studis jetzt im Semesterticket kostenlosen Zugang zu Theater und Museen gibt, in Trier, also bei den acht Institutionen, die da mitmachen. Ich finde, da hat Trier den Einzug in Finale gleich geschafft.

Und dass in Frankfurt Babykonzerte in der Alten Oper besser laufen als alles andere. Ausverkauf nach zwei Stunden. Wenn man da jetzt die richtigen Konzerte reinpackt, dann wäre das die Erholung schlechthin für die Konzertszene. Nicht vom falschen Fußball kann man was lernen, wie Benedikt Stampa meinte, sondern von der Reproduktionsbiologie. Konzerte für Eltern von noch ungezeugten und gewünschten und ungewünschten Kindern.

Aber echt, mir schlottern immer noch die Knie und Kieferkrämpfe plagen mich auch vom Zähnezusammenbeißen. Aber wird müssen ernsthaft werden. Vor dem Achtelfinale ist ein Resümee zu ziehen. Das letzt Viertel ist zu tippen und so sieht es aus.

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Der heilige Benedikt Stampa der I. und der Fußball

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Was liegt eigentlich näher, als sich während der WM oder in ihrem Umfeld mit den kulturtheoretischen Fragen zu beschäftigen, die dieses globale Phänomen aufwirft. Das WM-Blog macht hier ja nichts anderes. Es ist ja immer das Gleiche, wenn man erst einmal anfängt, in so einem Themenhaufen herumzustochern, dann tun sich mit jedem Pieks neue Fragen auf – mal mehr lohnend, mal eher weniger, mal schießt man neben das Themen-Tor, mal randaliert man und wird vom Platz gestellt. Und schon hat man in Analogien seine Seele gebadet und Metapher übernommen. Aber man darf das natürlich nicht, wie Toni Polster sagt, hochsterilisieren.

Also: Im Umfeld erschien ein auf den ersten Blick recht anregender Artikel von Benedikt, dem Intendanten vom Konzerthaus Dortmund. Er erschien in der aktuellen Ausgabe des Monatsmagazins KM des Kulturmanagement Networks. Stampas Arbeit in Dortmund gilt gemeinhin als erfolgreich, er genießt einen guten Ruf. Im Magazin (Ausgabe 90, Thema Freizeit) versucht er sich an einem Vergleich zwischen den Kommerzialisierungsentwicklungen im Fußball, die er ungetrübt allgemein lobt und die Möglichkeiten einer Kommerzialisierung des Konzertbetriebs. Das klingt interessant, gehen wir der Spur Stampas nach.

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