Von allen Seiten ist die Kultur und die Vernunft durch Angriffe bedroht. Manchmal auch in der Sache zurecht.
Ab und an ist es einfach rückwirkend erhellend, wie sich früher Autoren Problemen angenommen haben, von denen man meinen könnte, sie beträfen nur die aktuelle Zeit. Karl Jaspers hatte 1962 sich Gedanken darüber gemacht, wie man mit Informationen umzugehen hat. Wem man vertrauen kann und was sie konkret bedeuten. Er klagte: "Die Überschwemmung durch Zeitungen und Bücher ist nicht zu umgehen, wenn Freiheit der Information sein soll. Man ertrinkt in der Flut, die als…
Ab und an ist es einfach rückwirkend erhellend, wie sich früher Autoren Problemen angenommen haben, von denen man meinen könnte, sie beträfen nur die aktuelle Zeit. Karl Jaspers hatte 1962 sich Gedanken darüber gemacht, wie man mit Informationen umzugehen hat. Wem man vertrauen kann und was sie konkret bedeuten. Er klagte: Die Überschwemmung durch Zeitungen und Bücher ist nicht zu umgehen, wenn Freiheit der Information sein soll. Man ertrinkt in der Flut, die als…
Liegt schon lange bei mir herum. Vor allem die nachfolgende Passage harrt der Deutung. Luhmann schreibt 1968 (!, erste Auflage): Die Metapher vom 'Staatsvertrag', durch den freie Naturmenschen sich selbst oder dem eingesetzten Souverän Vertrauen gewähren, entspricht keine Wirklichkeit. Gewiß: der Staatsbürger wählt. Aber die politische Wahl ist keine Beauftragung mit Interessenvertretung. Der deklarierte Leitgedanke dieser Institution lautet, daß die gewählten Volksvertreter nach Kriterien des Gemeinwohls zu entscheiden haben. Aber sie beanspruchen souveräne Entscheidungsgewalt,…
Es ist interessant, zu beobachten, wie Phänomene und Probleme verschwimmen, nur weil man sich wenig und zu kurze Gedanken macht. Die aktuelle Diskussion über den Wert oder Nutzen von Anonymität ist so ein Fall. Da hat man beispielsweise Anonymität als Inbegriff des Schutzes der Privatsphäre und auf der anderen Seite die Anonymität des Individuums in der Masse. Einmal eine Art Schutzmechanismus zur Wahrung der Identität und im anderen Fall deren Auflösung. Im Fall der…
Probleme im gesättigen Speckrand der Großstadt. Man wird so langsam zum Menschenfeind.Bald darauf erlösten mich die Tierpunker aus Berlin-Zehlendorf. Wir haben erst mal die ganzen kleenen und ängstlichen Hunde ordentlich zusammengetrieben, um sie dann feste zuzubellen. T. (weiblich) nahm sich ihrer dann Stück für Stück an, während sich C. (männlich) als Claquer dazubequemte. N. (weiblich) hat sie dann alle nach Strich und Faden beschissen und ihren Frust rausgekotzt.Ansonsten war es wie immer: Ein Zen-Spaziergang…
Vielleicht sollte man sich doch gelegentlich mal wieder orientieren. Auch wenn es keinen Spaß verspricht. Die schnellen Medien erzeugen einen Rausch. Plötzlich kann man überall dabei sein. Überall mitreden. Überall wird exponiert, geredet, abgebildet. Die Präsenz ist die Existenz. Wer nicht da ist, existiert nicht. Und es gibt kein zurück. Und so wird jeder gewonnene Zeitraum zu einem Zeitraum, der Besetzung verlangt. Es darf keine freie Wiese geben in der einmal nichts geschieht. Denn…
Bei Edgar Wind und bei Adorno habe ich einige andere Einsichten gewonnen.In dem Kapitel über ästhetische Partizipation stellt Wind fest, dass Kunst und Leben sich auseinanderentwickelt hätten. Die Kunst sei in einer "Randstellung" zu finden. Und die Künstler hätten alles daran gesetzt, dies auch zu wollen:"... die Größe eines Künstlers offenbarte sich in seiner Macht, die Wahrnehmungsgewohnheiten zu zerstören und der Sensibilität neue Bereiche zu erschließen."Das alles sei einer Art Welt des Experimentierens zu…
Geschmack hat man oder hat man nicht. Notfalls lässt man sich helfen. Günstich das.
Pressefotos sind gelegentlich aufschlussreich. Manchmal mehr, manchmal weniger. Es ist ja auch furchtbar, auf was mal alles achten muss, wenn man sich dem Foto stellt. Hier ist des die Pressesprecherin der GEMA, Frau Müller, sie steht zusammen mit einem ganz bedeutenden Komponisten (nicht im Bild). Was bedeutet diese Handhaltung. Ballen? Zwei Abzüge vom Foddo bitte, oder was? Posted via email from Huflaikhan - voll privat
Apollo 13 hier beim Entmoden des Marsyas. Das Ende der Mode ist der Anfang von Nichts. Posted via email from Huflaikhan - voll privat