Von allen Seiten ist die Kultur und die Vernunft durch Angriffe bedroht. Manchmal auch in der Sache zurecht.
Ich bin fast fest davon überzeugt, dass gerade das Internet in seiner bekannten Form verschwinden wird. Zumindest für die große Maße der Netzkonsumenten. Der Gedanke, man müsse den Inhalt retten (Blogs und nutzergenerierte Inhalte zum Beispiel), um damit den Status wiederherzustellen, den Blogs einmal hatten und zu dem auch gehörte, mehr oder weniger Besitzer der Daten zu sein, zu wissen, wo sie liegen und selbst einigermaßen darüber zu verfügen, dieser Status ist eine schöne…
Aus dem eigenen Videoarchiv. Und zum Testen gewisser Funktionalitäten. https://youtu.be/6EtC-DgJq4s?si=aSM6Rj6aX9NvePik Wenn Opernchöre und Orchestermusiker auf die Straße gehen, dann muss es manifeste Probleme geben. In Berlin fehlen seit 2001 Anpassungen an die Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes. Da sich die Gegenseite der Künstler, die Kulturvertreter des Berliner Senats offenbar bislang taub gestellt haben, machte man seinen Unmut lautstark kund. Bilder von der Demonstration zwischen Staatsoper Unter den Linden und Rotem Rathaus sowie einige Originaltöne und…
Ab und an ist es einfach rückwirkend erhellend, wie sich früher Autoren Problemen angenommen haben, von denen man meinen könnte, sie beträfen nur die aktuelle Zeit. Karl Jaspers hatte 1962 sich Gedanken darüber gemacht, wie man mit Informationen umzugehen hat. Wem man vertrauen kann und was sie konkret bedeuten. Er klagte: "Die Überschwemmung durch Zeitungen und Bücher ist nicht zu umgehen, wenn Freiheit der Information sein soll. Man ertrinkt in der Flut, die als…
Ab und an ist es einfach rückwirkend erhellend, wie sich früher Autoren Problemen angenommen haben, von denen man meinen könnte, sie beträfen nur die aktuelle Zeit. Karl Jaspers hatte 1962 sich Gedanken darüber gemacht, wie man mit Informationen umzugehen hat. Wem man vertrauen kann und was sie konkret bedeuten. Er klagte: Die Überschwemmung durch Zeitungen und Bücher ist nicht zu umgehen, wenn Freiheit der Information sein soll. Man ertrinkt in der Flut, die als…
Liegt schon lange bei mir herum. Vor allem die nachfolgende Passage harrt der Deutung. Luhmann schreibt 1968 (!, erste Auflage): Die Metapher vom 'Staatsvertrag', durch den freie Naturmenschen sich selbst oder dem eingesetzten Souverän Vertrauen gewähren, entspricht keine Wirklichkeit. Gewiß: der Staatsbürger wählt. Aber die politische Wahl ist keine Beauftragung mit Interessenvertretung. Der deklarierte Leitgedanke dieser Institution lautet, daß die gewählten Volksvertreter nach Kriterien des Gemeinwohls zu entscheiden haben. Aber sie beanspruchen souveräne Entscheidungsgewalt,…
Es ist interessant, zu beobachten, wie Phänomene und Probleme verschwimmen, nur weil man sich wenig und zu kurze Gedanken macht. Die aktuelle Diskussion über den Wert oder Nutzen von Anonymität ist so ein Fall. Da hat man beispielsweise Anonymität als Inbegriff des Schutzes der Privatsphäre und auf der anderen Seite die Anonymität des Individuums in der Masse. Einmal eine Art Schutzmechanismus zur Wahrung der Identität und im anderen Fall deren Auflösung. Im Fall der…
Probleme im gesättigen Speckrand der Großstadt. Man wird so langsam zum Menschenfeind.Bald darauf erlösten mich die Tierpunker aus Berlin-Zehlendorf. Wir haben erst mal die ganzen kleenen und ängstlichen Hunde ordentlich zusammengetrieben, um sie dann feste zuzubellen. T. (weiblich) nahm sich ihrer dann Stück für Stück an, während sich C. (männlich) als Claquer dazubequemte. N. (weiblich) hat sie dann alle nach Strich und Faden beschissen und ihren Frust rausgekotzt.Ansonsten war es wie immer: Ein Zen-Spaziergang…
Vielleicht sollte man sich doch gelegentlich mal wieder orientieren. Auch wenn es keinen Spaß verspricht. Die schnellen Medien erzeugen einen Rausch. Plötzlich kann man überall dabei sein. Überall mitreden. Überall wird exponiert, geredet, abgebildet. Die Präsenz ist die Existenz. Wer nicht da ist, existiert nicht. Und es gibt kein zurück. Und so wird jeder gewonnene Zeitraum zu einem Zeitraum, der Besetzung verlangt. Es darf keine freie Wiese geben in der einmal nichts geschieht. Denn…
Bei Edgar Wind und bei Adorno habe ich einige andere Einsichten gewonnen.In dem Kapitel über ästhetische Partizipation stellt Wind fest, dass Kunst und Leben sich auseinanderentwickelt hätten. Die Kunst sei in einer "Randstellung" zu finden. Und die Künstler hätten alles daran gesetzt, dies auch zu wollen:"... die Größe eines Künstlers offenbarte sich in seiner Macht, die Wahrnehmungsgewohnheiten zu zerstören und der Sensibilität neue Bereiche zu erschließen."Das alles sei einer Art Welt des Experimentierens zu…
Geschmack hat man oder hat man nicht. Notfalls lässt man sich helfen. Günstich das.