Pierre Schaeffer: L‘Œivre musicale

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Pierre Schaeffer ist ein Pionier in der Musik des 20. Jahrhunderts gewesen. Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg begründete er – später mit Pierre Henry – den Club d‘Essai innerhalb des nationalen französischen Rundfunks. Damals als der Rundfunk noch ein technisches und ästhetisches Experimentierfeld war, arbeitete Schaeffer an der Montage und Verfremdung vorliegender, realer, eben: konkreter Klänge. Zwar war Schaeffer nicht der erste Musikmixer in der Musikgeschichte – die Priorität in dieser Hinsicht dürfte wohl…

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taktlos 69 – Genie ist Scharlatan

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Musik: Beethoven, Streichquartett cis-moll, erster Satz Sprecher: Dar Bereich der großen Kunst-Musik ist ein heiliger Bezirk. Komponisten gelingt es durch das faszinierende Kombinieren von Tönen Werke höchster Kunstfertigkeit herzustellen.Musik: Beethoven, Streichquartett cis-moll, erster Satz wieder aufblenden Sprecher: E-Musik, das ist „Ernste“, „elitäre“, ja eigentlich auch „Ehrfurchts“-Musik; E-Musik, das ist Musik vor der man sich durchaus fürchten kann. Jeder zarten Seele tut es weh, wenn jemand einfach drüber spricht. Pssst! Musik: Beethoven, Streichquartett cis-moll, erster…

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bittová / václavek: bílé inferno

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Eine Doppel-CD von 1997. Iva Bittova gehört zu den ganz überragenden Musikern aus Tschechien. Ob als Sologeigerin mit ihrem ganzen Körper und ihrer Stimme, ob in alten Aufnahmen mit der Gruppe "Dunaj”. Sie lässt die Musik changieren zwischen Tradition, Jazz und Pop. Mit dieser CD musiziert sie im kammermusikalischen Rahmen. Bei den meisten Stücken liegt eine Art musikalisches Pattern zugrunde. Seit Alters eine der besten Weisen zu improvisieren und langgestreckte musikalische Atemwege durchzuführen. Das…

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Was ist Kreativität? – Aufstieg eines Begriffs

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Auf dem Plan stehen zahllose psychologische Helfer, den den Prozess der Kreativität in der Form des bloßen Problemlösens (von welchen Problemen auch immer) sehen und entsprechende Techniken der Lebensbewältigung anbieten, die man, so gut es geht, zu formalisieren weiß. Der Bildungsforscher Hartmut von Hentig sieht im Begriff der Kreativität und seiner Verwendung ein ‘Heilswort’ der gegenwärtigen Epoche: "Es steckt noch voller Versprechungen. Jeder weiß es zu nutzen, keiner mag es entbehren, keiner kritisiert es. Es ist gleichermaßen beliebt bei Technikern und Umweltschützern, Wirtschaftsführern und Pädagogen, den schwarzen, roten, grünen und blaugelben Parteien" (Hentig, S. 10).
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Iannis Xenakis: La Légende d‘eer [diatope]

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„Pièce electroacoustique pour bande 8 pistes 1977/1978“: ebenfalls so ein Monsterstück für Tonband, das aber einen ganz anderen Aufbau als Persepolis hat. Nicht das dichte Gegrummel von Persepolis sondern viel ziselierter. Xenakis beschreibt sie folgendermaßen:

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Iannis Xenakis: Persepolis – Remixes (Edition I)

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PersepolisPersepolis (1971) von Iannis Xenakis ist ursprünglich für eine Outdoor-Aufführung an alten persischen Plätzen gedacht gewesen – ergänzt um zahlreiche multimediale Zusatzbestandteile. Persepolis ist ein Tonbandstück aus „konkreten Klängen“ in der Länge von 56 Minuten. 56 Minuten puren musikalischen Dauerstresses könnte man auch sagen. Es quietschen und kreischen da Klänge auf einer zum Teil extrem lauten Basis. Das Stück scheint kein Ziel zu kennen – und es bricht dann auch fast überraschend ab. Gerade die die letzten sechs Sekunden klingen merkwürdig anders. Wumm.
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Frederic Rzewski: main drag – Alter Ego

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Frederic Rzewski ist sicher einer der seltenen Erscheinungen, die ausdrücklich Musik in einen politischen Kontext zu stellen geagt hat. Davon spürt man in der ersten Aufnahme des Stückes main drag aus dem Jahr 1999 nicht so direkt viel. Ganz anders in den Stücken „Coming Together“ und „Attica“ (1971/72). Beide Stücke arbeiten mit dem Prinzip der sich ergänzenden und verkürzenden Melodien, wie sie paradigmatisch in dem auch auf dieser CD eingespielten „Les Moutons des Panurge“…

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Martial Solal: NY-1

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Martial Solal (Piano), Francois Moutin (Bass) und Bill Stewart (Drums) spielen hier geschichtsträchtig vom 21 bis 23 September 2001 in einem durch Terror schwerst beschädigten New York, den ersten Tagen, da das Village Vanguard wieder geöffnet hatte – live! Jazz in unsicherer Zeit, allerdings mit einer Intensität und Triodichte, wie sie ernster und heiterer nicht denkbar scheinen mag. Die CD besteht aus eigenen Stücken und Standards wie „Softly as in a morning sunrise“, „Body…

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Bernd Begemann: endlich

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Bernd Begemann - EndlichDas neueste Werk aus der Feder des elektrischen Liedermachers Bernd Begemann. Es ist voller Liebeslieder, die alle im Vergleich zu früheren Liedern dieser Art weniger ab- und hintergründig sind, auch weniger ironische Haltung ist mit dabei. Von der Art der Arrangements her, zielt dieses Album von 11 Tracks (Gesamtdauer: knapp 47 Minuten) auf den Popmarkt. Am Anfang war ich darüber doch sehr enttäuscht, zumal es in manchem Lied jenen unsäglichen Rumsti-Schlagzeug-Stil gibt, mit dem in der Popmusik vor allem alte Stücke neu vercovert werden oder auch Stücke aus de E-Musik eingepoppt werden.
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