August Kultur-Bild

Aus dem monatlichen Kalenderblatt der Kultur-Kritik August: weiter: Gümmibärchen auf Geige verstimmen Musicals.

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Summen und finden?

Das Musikportal der phonographischen Wirtschaft in Deutschland hat zusammen mit dem Fraunhofer Institut eine interaktive Summ-und-Such-Suchmaschine entwickelt. Ob und wie das funktioniert, darüber kann ich noch nichts sagen. Das Tool, welches man auf dem eigenen Rechner herunterladen muss, damit es funktioniert, ist mit einem Zertifikat versehen, welches offenbar nicht als vertrauenswürdig angesehen wird; siehe Screenshot.

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Es muss nicht immer Amazon sein!

Wer heute CDs über das Netz sich bestellen will, der nutzt gut und gerne Amazon. Das geht flott und mindestens auch bequem. Wer gerade im Klassikbereich oder dem der neuen oder experimentellen Musik aufmacht, der versucht es auch durchaus bei JPC. Die haben eindeutig die größere Auswahl und die schlechtere Suchmaschine. Außerdem fallen sie durch unfreundliche Kundengewinnung auf. Im ersten Brief von deren Seite teilte man mir mit, man könne an meine Adresse nicht…

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Leakspin.de gibt nicht mehr …

... und schuld bin ich, weil ich dem Domainbesitzer die entsprechenden Unterlagen zur Löschung gegeben habe. Leakspin war eine Berliner Musikgruppe, die alle Höhen und Tiefen des Musikmacherlebens miterleiden musste. Vor Ort ein paar Gigs, auch mal erfolgreich in manchem Wettbewerb. Schließlich mit Plattenvertrag, der wie immer einseitig zum Vorteil der Plattenfirma ausgerichtet war. Aber Erfolg hat seinen Preis, sollte man meinen - vor allem einen einseitigen Preis. Schließlich war es vorbei, Mitgliederwechsel, Schule…

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Auch andere fahren Bahn …

Aus dem Leben eines Szlauszafs heißt ein Weblog, in dem der Autor ganz klar und - bahnbedingt repetitiv - über Preissysteme und Halbzüge. Schön, wenn man merkt, dass man nie allein in der Bahn sitzt ;)

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Hey, wa’s’n eigentlich HIP?

Was ist HIP? Nur nicht überraschen lassen, auch in der so genannten E-Musik gibt es die Hipness. HIP meint “historical informed performance”, also wenn sich zum Beispiel ein heutiger Schlagersänger Schlaghosen anziehen würde (wie? macht der? – o weh) oder Lance Amstrong zur Ehre des 100-Jährigen Jubiläums der Tour de France mit einem Laufrad antreten würde. In der Newsgroup de.rec.musik.klassik wird mal wieder heiß und heftig darüber gestritten. Da schrieb ich dann nach einer Weile, als es auch schon ums Rauchen und um Kugelschreiber ging und Begriffe wie Darm und Hammer längst eingeführt waren:

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Iannis Xenakis: La Légende d‘eer [diatope]

„Pièce electroacoustique pour bande 8 pistes 1977/1978“: ebenfalls so ein Monsterstück für Tonband, das aber einen ganz anderen Aufbau als Persepolis hat. Nicht das dichte Gegrummel von Persepolis sondern viel ziselierter. Xenakis beschreibt sie folgendermaßen:

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Iannis Xenakis: Persepolis – Remixes (Edition I)

PersepolisPersepolis (1971) von Iannis Xenakis ist ursprünglich für eine Outdoor-Aufführung an alten persischen Plätzen gedacht gewesen – ergänzt um zahlreiche multimediale Zusatzbestandteile. Persepolis ist ein Tonbandstück aus „konkreten Klängen“ in der Länge von 56 Minuten. 56 Minuten puren musikalischen Dauerstresses könnte man auch sagen. Es quietschen und kreischen da Klänge auf einer zum Teil extrem lauten Basis. Das Stück scheint kein Ziel zu kennen – und es bricht dann auch fast überraschend ab. Gerade die die letzten sechs Sekunden klingen merkwürdig anders. Wumm.
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