Mit Hochdruck verzögern – Hochschule für Musik und Theater München

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Die Hochschule für Musik und Theater München hat heute Stellung bezogen zu den aktuellen Berichten in den Medien in der Angelegenheit Mauser und von Bose. Ohne in der Sache selbst Stellung zu beziehen. Das ist okay. Aber es geht hier auch um etwas ganz anderes. »Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Compliance-Kultur der HMTM weiter zu verbessern. Daher werden wir die entsprechenden Strukturen und Prozesse der HMTM von einem unabhängigen Dritten auditieren lassen und…

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Schönwetterforschung und Utopievernichtung

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Im Kern muss man konstatieren, dass die Zukunfts- und Trendforscher die größten Reaktionäre im Forschungssektor zusammen mit den Demoskopen sind: Gesellschaftlich anerkannte Utopievernichter. So drückt die Zukunft einen immer weiter rückwärts, auch in Richtung Passivität und Gestaltungsunfähigkeit. Erschien zuerst Mai 2008 in der Kritischen Masse

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Immanuel Kant und die Metaphysik der Sitten (Umgang mit Armut)

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Heute eher alles sittenlos. So werden wir gegen einen Armen wohltätig zu sein uns für verpflichtet erkennen; aber, weil diese Gunst doch auch Abhängigkeit seines Wohls von meiner Großmut enthält, die doch den anderen erniedrigt, so ist es Pflicht, dem Empfänger durch ein Betragen, welches diese Wohltätigkeit entweder als bloße Schuldigkeit oder geringen Liebesdienst vorstellt, die Demütigung zu ersparen und ihm seine Achtung für sich selbst zu erhalten. [Immanuel Kant: Die Metaphysik der Sitten.…

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Auf dem Rückweg nach Weimar?

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Aus gegebenem Anlass dreht sich einiges bei mir um das Jahr 1933. Da fiel mir heute wieder Franz Neumanns „Behemoth - Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933-1944“ in die Hände. Dieses über 600 Seiten umfassende Werk stammt aus dem Jahr 1942 (überarbeitet 1944). Ein Schwerpunkt behandelt natürlich auch die Zeit davor. Neumann setzt sich mit dem Verständnis von Demokratie in der Zeit der Weimarer Republik auseinander. Er lässt Carl Schmitt zu Wort kommen: Parlamentarismus…

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Wittgenstein und Kierkegaard

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99 Jahre Erkenntnisdifferenz. Wittgenstein (1942): „Ein Mensch ist in einem Zimmer gefangen, wenn die Tür unversperrt ist, sich nach innen öffnet; er aber nicht auf die Idee kommt, sie zu ziehen, statt gegen sie zu drücken.“ Kierkegaard (1843): „Ach, die Tür des Glücks geht nicht nach innen, so dass man auf dieselbe losstürmen und sie aufdrücken könnte. Sie geht nach außen; man kann also nichts dabei machen.“ Der eine will aus dem Zimmer heraus, der andere…

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Eichung von Musik bringt den Staat in Ordnung [nach Curt Sachs]

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Chinesische Kaiser begannen ihre Herrschaft mit dem Befehl, der Minister habe die Musik wieder in Einklang mit dem Weltall zu bringen. Heute würden wir es trocken nennen: die Stimmgabel neu zu eichen. Was sollte mit dieser Neuabstimmung erreicht werden? Die alten Weisen des Reiches der Mitte sprechen es deutlich aus: Staat und Musik sind, wie der Mathematiker sagen würde, funktionell verknüpft. Ist die Musik in Unordnung, muß es auch der Staat sein." Nachtrag 2018:…

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Früher war es nicht anders: Komponistinnen-Sponsoring im 19. Jahrhundert

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Ich sage mal nicht, wo ich das gefunden habe. Ein Pollenflug war schuld daran, dass ich es überhaupt fand. Okay, steht in der Bildunterzeile. Was wäre uns für eine fantastische Oper entgangen, hätte nicht die Brose Unternehmensgruppe die Oper von Dvorak unterstützt. Aber es ist doch wirklich ein Jammer, mit welchen Methoden plötzlich Dinge verbunden werden. Dabei wüsste man gerne mehr, wie denn die großzügige Unterstützung ausgesehen haben mag. Erinnern wir uns doch ganz…

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Apropos: Jens Daskannstedirspahn und die Überflüssigkeitsgesellschaft

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Irgendwo in der Welt der Nachrichten folgendes aufgeschnappt. Da sagt ein deutscher Gesundheitsminister (Name vergessen) offenbar: „Wenn wir reden und handeln in einer Haltung, die breite, sich bürgerlich fühlende Schichten zuletzt oft schmerzlich vermisst haben, dann können wir die AfD überflüssig machen.“ Jens Daskannstedirspahn habe das in einem Grußwort vor einem Treffen von sogenannten Werte-Unionisten der CDU gesagt. Das ist großartig. Der Mann hat die Lösung zur Verüberflüssigung der AfD gefunden. Damit geht er…

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Rat-, hilf- und trostloser Musikindustrie-Beirat – ECHO Pop

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Nach 2013 hat der ECHO Pop auch dieses Jahr wieder ein Problem. Ging es vor fünf Jahren um die Gruppe Frei.Wild, die nominiert war, was teilweise unter den Mitnominierten zu Übellaune führte, ist es in diesem Jahr Farid Bang und Kollegah. Es ist klar, dass in der Popmusik nicht immer alles nach heiler Schlagerwelt klingt und tönt – und textet. Es geht da auch schon mal „zur Sache“. Und eben auch darüber hinaus. Präzise…

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Kein ECHO aus der Echokammer der Musikindustrie. Oder: Über die deutsche Mehrheit

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Der Musikpreis der Musikindustrie, der Echo, der hat jetzt sogar eine eigene Seite mit Fragen und Antworten. Man ist bemüht um Aufklärung. Viele Frage werden in den sozialen Netzwerken ja auch immer wieder gestellt und da kann man bequemerweise nun auf strukturierte Antworten verweisen. Die Antworten sind durchaus heiter im Tonfall. Man muss die sozialen Mediennutzer da abholen wo sie sind. Nämlich bei ihrer tippfritzeligen sturmerprobten Nervosität. Die Idee ist gut. Die Durchführung ist…

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