Wie lächerlich es ist, wenn man sich um die Ursachen einer Sache, die nicht da ist, kümmert
Blei in und auf der Seele. Aber Pierre Bayle weiß Rat. Walter Benjamin beim Denken.
Blei in und auf der Seele. Aber Pierre Bayle weiß Rat. Walter Benjamin beim Denken.
Sehr sympathisch schien mir ein Plakat der Linken hier in Brandenburg. Denn es bedeutet ein Versprechen, welches ich bei anderen Plakaten von Parteien hier nicht gesehen habe: Musikschulen. Musikschulen erhalten mehr Geld Das nenne ich eine Wahlaussage. Aber je länger ich mir dieses Plakat ansah, desto unsicherer wurde ich, ob es nicht geheime Botschaften in sich birgt. Die erste: Man konnte die Datei nicht in einem Programm wie Photoshop öffnen, hätte dafür also ein…
Ein bisschen dumm, zwei bisschen dümmer. Den Berliner Wahlkampf ist irreversibel - und nun geht es um Politik, nicht um politische Gestaltung. Die Fachgruppen Politik der Parteien haben das Ruder übernommen. Die Basis kann sich nur mehr abwenden und wenigstens hoffen, dass die „da oben“ nicht gar zu viel Scheiß mit ihrer „Legitimation“ anstellen. Natürlich auch das jetzt ein Kampf der Blödmaschinen.
In Huflaikhans Fotosurium ist einigermaßen gut eine Wanderung von Neuenhagen über Altlandsberg nach Strausberg dokumentiert. Ein Weg von 15 Kilometern etwa. Altlandsberg kommt darin fast nicht vor außer mit diesem starken Döner-Lokal. Man kann da nur erahnen, wie es im Rest der Gegend zugehen mag.
“ hm, aber lecker.” Ein Tiefsinn, der sich nicht erschließt. Ein onomatopoetisches “hm”, Wohlsein und Leckernis andeutend, wird durchs “aber” ausgehebelt. “Schmeckt, ist aber trotzdem lecker.” Ach, Quatsch, Bilderirrwitze zu erklären ist wie einem nackten Mann in die Tasche zu greifen.
Das ist mitunter der Reiz dieser Stadt, die ich zweieinhalb Jahre beehren durfte (was sie mir übrigens nie dankte), dass ein Einstieg in die S-Bahn einen nach geraumer Zeit in Wüsteneien á la Nauen, Königswusterhausen oder Zepernick bringen kann.So ein Hochsommertag nähert sich seinem Ende, die Hitze staut sich nicht mehr so sehr, die Luft klart langsam auf. Ein See verspricht Stille. Ein Platz zum Ausruhen, zum Verlieren von Gedanken.
Weiter auf dem Spaziergang zwischen Hoppegarten und Strausberg. Plötzlich kein Wald, kein Pfad. Kein Schatten und dann diese Kostellation:
Eigentlich dachte ich, das ist okay, das passt zusammen. Dann: Das passt keinesfalls zusammen. Stars & Stripes und Panzerverbot. Ist das an dieser Stelle vielleicht früher üblich gewesen, damals als das Militär des Warschauer Paktes dort geparkt wurde? Oder handelt es sich um Nachbarn auf dem Felde, die sich gegenseitig anstinken. Der eine mit einer Leidenschaft für die USA, der andere ein absoluter Antimilitarist? Je länger ich drüber nachdenke, desto weniger werde ich aus diesem Fotto klug.
Weiter auf dem Spaziergang zwischen Hoppegarten und Strausberg dann dieses:Unsere moralische Entrüstung ist eindeutig an Haltung und Blick zu sehen. Da geht man mir nichts, dir nichts ahnend durch die Berliner Umgebung und sieht plötzlich einen Gerümpelhaufen aus dem man früher zweifellos in der Not ein Auto hätte zusammenbasteln können. Warum tut das wer?
Wanderung von Hoppegarten nach Strausberg im Jahre 2000. Eine unerwartete Begegnung mit dem Gegenstand meiner forscherischen Tätigkeit. [Lage]
