{"id":2206,"date":"2007-05-29T16:28:01","date_gmt":"2007-05-29T15:28:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kritische-masse.de\/wordpress\/blog\/u-musikverleger-ein-klares-vielleicht\/"},"modified":"2023-12-18T08:48:39","modified_gmt":"2023-12-18T07:48:39","slug":"u-musikverleger-ein-klares-vielleicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kritische-masse.de\/logbuch\/2007\/05\/u-musikverleger-ein-klares-vielleicht\/","title":{"rendered":"U-Musikverleger: Ein klares &#8220;Vielleicht&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Der Grund f\u00fcr eine Pressemeldung der U-Musik-Verleger im Deutschen Musikverlegerverband ist nicht so recht zu ermitteln. Es geht jedenfalls um den Einsatz von DRM. Man sieht es nicht als &#8220;heilige Kuh&#8221;, aber wenn der Inhaber der Leitungsschutzrechte, in der Regel ein Tontr\u00e4gerunternehmen darauf besteht, muss auch der Musikverleger mitziehen, so kann man es lesen. Die heilige Kuh ist nicht vom Eis sondern als schwarzer Peter an die Tontr\u00e4gerindustrie weitergegeben worden. Die Musikverleger bestehen nicht mehr auf einer DRM-Zukunft; und folgen damit offenbar einer allgemeinen Entwicklung. Allerdings verbinden sie mit DRM, sofern eingesetzt, ein paar Forderungen.<\/p>\n<blockquote><p>Nach Auffassung der Musikverleger ist DRM aber keine \u201eheilige Kuh\u201c. Vielmehr muss pragmatisch ein wirksames Mittel gegen Piraterie eingesetzt werden, das sich allerdings nicht als Absatzbremse erweisen darf, sondern auch den lnteressen der Musikk\u00e4ufer Rechnung tr\u00e4gt. [<a href=\"http:\/\/www.dmv-online.com\/index.php?&amp;id=15&amp;backPID=1&amp;tt_news=1270&amp;cHash=0d0cab2adb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a>]<\/p><\/blockquote>\n<p>Und es muss Interoperabilit\u00e4t gew\u00e4hrleistet sein. Also, dass man die legal erworbenen Tontr\u00e4ger (hart oder weich) auch \u00fcberall abspielen kann. Damit setzt sich der Deutsche Musikverleger-Verband ab von seiner Position im letzten Jahr (die <a href=\"http:\/\/www.kritische-masse.de\/blog\/item\/1518\">&#8220;Kritische Masse&#8221;<\/a> berichtete). Damals vermutete man, dass sich in absehbarer Zeit DRM-Techniken durchsetzen w\u00fcrden. Und damals wehrte man sich gegen DRM aus Gr\u00fcnden des Schutzes der Privatsph\u00e4re. Was die Musikverleger nat\u00fcrlich nicht daran hindert, <a href=\"http:\/\/www.dmv-online.com\/index.php?id=17&amp;no_cache=1&amp;sword_list[]=Auskunft&amp;tt_news=1072\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auskunftsanspr\u00fcche  gegen Internet-Providern wegen Internetpiraterie<\/a> zu fordern, um zivilrechtlich dagegen vorgehen zu k\u00f6nnen (Pressemeldung 13.12.2005).<\/p>\n<p><!--break-->Wo DRM nicht geht, bleibt es also bei Pauschalverg\u00fctungen auf Ger\u00e4te und Datentr\u00e4ger. Von hier aus w\u00e4re es nur ein kleiner Schritt zu einer Kulturflatrate.  Doch das sei ein anderes Thema, hei\u00dft es von den U-Musik-Verlegern:<\/p>\n<blockquote><p>Auch zur Frage der stark umstrittenen sogenannten Kulturflatrate vertreten die Musikverleger eine klare pragmatische Position. In der Praxis wird es gro\u00dfe Schwierigkeiten bei der Erhebung einer derartigen Kulturflatrate, aber erst recht bei der Verteilung der auf welche Art und Weise auch immer eingenommenen Gelder geben. Eine Kulturflatrate wird deshalb abgelehnt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Argument ist nachvollziehbar, was nicht hei\u00dft, dass es stimmt. Die Frage ist ja auch, ist dies denn auf den bisherigen Wegen gew\u00e4hrleistet? Das eben d\u00fcrfte genauso wenig der Fall sein. Damit bleibt eigentlich alles wie zuvor, von allem das Beste, gerade so, wie es einem eben passt. Ich pers\u00f6nlich finde das ja nachvollziehbar, so zu argumentieren, aber einen Schritt auf alles zu ist das sicherlich nicht.<\/p>\n<blockquote><p>Den Musikverlagen ist bewusst, dass die drei genannten Themenbereiche heftig umstritten sind und die jeweilige Interessenlage eine sachliche Diskussion erschwert. Auch bei einer stark betonten Verbrauchersicht darf jedoch der Schutz des Urheberrechts nicht vernachl\u00e4ssigt werden. Die Musikverleger m\u00f6chten sich deshalb f\u00fcr eine offene und sachlich gef\u00fchrte Diskussion einsetzen. [<a href=\"http:\/\/www.dmv-online.com\/index.php?&amp;id=15&amp;backPID=1&amp;tt_news=1270&amp;cHash=0d0cab2adb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a>]<\/p><\/blockquote>\n<p>Jens-Markus Wegener, der dieses Papier der Musikverleger unterzeichnet hat, ist dennoch optimistisch und sieht den Verband also auf dem Weg in eine sachliche Diskussion. Wobei ich noch gerne w\u00fcsste, wen er da vor allem als Diskussionspartner sieht?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Grund f\u00fcr eine Pressemeldung der U-Musik-Verleger im Deutschen Musikverlegerverband ist nicht so recht zu ermitteln. Es geht jedenfalls um den Einsatz von DRM. Man sieht es nicht als &#8220;heilige Kuh&#8221;, aber wenn der Inhaber der Leitungsschutzrechte, in der Regel ein Tontr\u00e4gerunternehmen darauf besteht, muss auch der Musikverleger mitziehen, so kann man es lesen. 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