{"id":803,"date":"2004-09-30T16:28:28","date_gmt":"2004-09-30T15:28:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kritische-masse.de\/wordpress\/blog\/deutsch-quote-kontrovers\/"},"modified":"2023-12-18T08:49:45","modified_gmt":"2023-12-18T07:49:45","slug":"deutsch-quote-kontrovers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kritische-masse.de\/logbuch\/deutsch-quote-kontrovers\/","title":{"rendered":"Deutsch-Quote kontrovers"},"content":{"rendered":"<p>Das kommt auch nicht gerade oft vor, dass der Pressedienst des Deutschen Bundestages Kontroversen zu dokumentieren unternimmt. Gestern gab es die Diskussion \u00fcber die Deutsch-Quote im Rundfunk. Es kamen Personen vom \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk und vom privaten zu Wort, ebenso Vertreter der Musikwirtschaft (sprich der Phonographischen Wirtschaft) sowie auch ein Jurist und ein franz\u00f6sischer Berichterstatter.<\/p>\n<p>Meines Erachtens macht die Kontroverse deutlich, dass alles unklar ist. Dass es in Deutschland gen\u00fcgend Musik gibt, die es wert w\u00e4re, \u00fcberhaupt und vor allem \u00fcber die Rundfunkanstalten an das Publikum gebracht zu werden, scheint mir ganz evident. So ein Mann wie John Peel in England macht gl\u00e4nzend vor, die perspektivenreich die Musikkulturen sind. Nur: solche Leute m\u00fcsste man in Deutschland verordnen (was nat\u00fcrlich nicht geht oder nur wenig) und nicht eine Quote, die ihrerseits eine rein mathematische Funktion h\u00e4tte. Allerdings ist die Abwehr von Seiten des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks fadenscheinig. Ihr  Argument, man w\u00fcrde \u0084nicht im entferntesten die musikalischen Interessen der H\u00f6rer\u0093 spiegeln \u0096 so sagte es Gernot Romann \u0096 ist hilflos und selbstherrlich. Dass die privaten Sender die Quote ablehnen, das ist deren Sache. Sie haben unter anderen Bedingungen zu arbeiten als der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk. Komischerweise, und nicht angeh\u00f6rt, sind bei der Suche und Sendung \u0084besserer\u0093 Musik die nichtkommerziellen privaten Sender weiter (und sie senden teilweise auch John Peels Programm!). <\/p>\n<p>Jetzt zur Berichterstattung:<br \/>\n<!--break--><br \/>\n<cite><b>Ausschuss f\u00fcr Kultur und Medien (Anh\u00f6rung)<br \/>\nQUOTE F\u00dcR MUSIK AUS DEUTSCHLAND WIRD KONTROVERS DISKUTIERT<\/b><\/p>\n<p>Berlin: (hib\/BES)        \u00dcber das Thema Musikquote in Deutschland beraten am Mittwochnachmittag in einer \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung der Ausschuss f\u00fcr Kultur und Medien und die Enquete-Kommission &#8222;Kultur in Deutschland&#8220; mit K\u00fcnstlern sowie Vertretern der Sender und der Musikbranche als Sachverst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>Auch der <b>ehemalige franz\u00f6sische Kulturminister Jacques Toubon<\/b> wird \u00fcber die Erfahrungen mit der Musikquote berichten. In seinem Land m\u00fcssen die Radiosender schon seit 1995 zu 40 Prozent franz\u00f6sische Musik spielen.<\/p>\n<p>Im Vorfeld des Hearings, das um 15 Uhr begonnen hat, \u00e4u\u00dferten sich bereits die geladenen Experten in schriftlichen Stellungnahmen zu der von der Phonographischen Wirtschaft, von Musikern und Politikern geforderten Quote f\u00fcr deutschsprachige S\u00e4nger und Lieder im H\u00f6rfunk.<\/p>\n<p>Dabei zeichnen sich klare Fronten ab: W\u00e4hrend sich die <b>Musikindustrie<\/b> f\u00fcr die Quotierung einsetzt, sprechen sich die Sender vehement dagegen aus. Dabei sind sich die privaten und \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten einig.<\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr die Beratung in den Gremien des Bundestages ist eine seit l\u00e4ngerem in der \u00d6ffentlichkeit gef\u00fchrte Diskussion \u00fcber den niedrigen Anteil deutscher Musik in den H\u00f6rfunkprogrammen und die Krise der deutschen Musikindustrie.<\/p>\n<p>Deutschsprachige Musik findet &#8211; abgesehen von den Sparten &#8222;Volksmusik&#8220; und &#8222;Schlager&#8220; &#8211; im Rundfunk kaum statt, so die Argumentation des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft. &#8222;Deutschsprachig sind allein die Nachrichten, die Verkehrsmeldungen und die Werbung, nicht aber die Musik.&#8220; Ern\u00fcchternd seien in diesem Zusammenhang die Ergebnisse diverser Studien.<\/p>\n<p>So liege der Anteil von deutschsprachigen Neuheiten in den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern bei 1,2 Prozent. Insgesamt machten deutschsprachige Titel nur 18,9 Prozent des Programms aus, bei den privaten Sendern sogar nur 5,1 Prozent. Die Quotierung k\u00f6nnte die Vielfalt der Musikkultur st\u00e4rken und deutschsprachigen Musiktiteln eine Plattform verschaffen, geh\u00f6rt zu werden.<\/p>\n<p><b>Gernot Romann, Vorsitzender der ARD-H\u00f6rfunkkommission und NDR-H\u00f6rfunkdirektor<\/b>, argumentiert in seinem Statement hingegen mit Entschiedenheit gegen die Quote: &#8222;Qualit\u00e4t und Vielfalt lassen sich nicht durch festgeschriebene Quoten erzwingen.&#8220; Dies w\u00fcrde &#8222;unweigerlich&#8220; zu einer oktroyierten Ausgewogenheit f\u00fchren, die nicht im entferntesten die musikalischen Interessen der H\u00f6rer spiegele.<\/p>\n<p>Prim\u00e4re Aufgabe der Programme sei es, den Anspr\u00fcchen der H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer gerecht zu werden, nicht denen eines Wirtschaftszweiges, so Romann weiter. Auch bei der Frage der Nachwuchsf\u00f6rderung k\u00f6nne die Antwort nur lauten: &#8222;Keine Quote!&#8220;<\/p>\n<p>Gegen die Einf\u00fchrung einer Quote ist auch das <b>ZDF<\/b>, das sich in seiner Stellungnahme ausschlie\u00dflich auf das eigene Fernsehprogramm bezieht. Ohnehin existiere das Problem einer Unterbewertung deutschsprachiger oder in Deutschland produzierter Musik im ZDF nicht: ZDF-Programmformate mit deutscher Schlager- und Volksmusik seien nach wie vor sehr beliebt und bed\u00fcrften weder der politischen Hilfe noch gesetzgeberischer Unterst\u00fctzung. Neben rein rechtlichen Bedenken sei auch zu bef\u00fcrchten, dass die Quotenregelung zu kreativen Ideen bei der Umgehung des Gesetzes f\u00fchren w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Die privaten Sender sehen gar ihre Existenz bedroht, sollte die Quote gesetzlich geregelt werden. Als Wirtschaftsunternehmen m\u00fcssten sie sich aus dem Markt finanzieren und seien deshalb anders als die \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten dazu gezwungen, wettbewerbs- und gewinnorientiert zu arbeiten.<\/p>\n<p>Der <b>Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. (VPRT)<\/b>, der rund 150 private Unternehmen aus Fernseh-, H\u00f6rfunk-, Multimedia- und Telekommunikationsbranche vertritt, lehnt daher die Einf\u00fchrung einer gesetzlichen Quote grunds\u00e4tzlich ab.<\/p>\n<p>Dies w\u00fcrde einen massiven staatlichen Eingriff in die Rundfunkfreiheit der privaten Rundfunkanbieter bedeuten und die wettbewerbsfinanzierten Unternehmen dazu zwingen, unwirtschaftlich und am Konsumenten vorbei zu arbeiten. Die Quote sei auch nicht geeignet, Nachwuchsmusiker zu f\u00f6rdern. Erfolg zu &#8222;quotieren&#8220; sei nicht die Aufgabe der Politik, hei\u00dft es in einer Stellungnahme dazu.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine freiwillige Selbstverpflichtung spricht sich Professor <b>Udo Dahmen<\/b>, K\u00fcnstlerischer Direktor und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Popakademie Baden-W\u00fcrttemberg GmbH, aus. Dabei sollte auf einen entsprechenden Anteil an deutschsprachigen Produktionen, Produktionen aus Deutschland und Neuheiten geachtet werden.<\/p>\n<p>Eine freiwillige Selbstverpflichtung sei vorzuziehen, da eine gesetzlich vorgeschriebene Quote &#8222;auch immer einen Eingriff in die verfassungsm\u00e4\u00dfige Rundfunkfreiheit&#8220; bedeute.<\/p>\n<p>Auf rechtliche Probleme weist <b>J\u00f6rg Gundel<\/b>, Privatdozent an der FU Berlin, hin. Dies betreffe zum einen die Programmfreiheit, die national und EU-weit gesch\u00fctzt ist. Die Quote f\u00fcr Musik aus Deutschland k\u00f6nne zudem auch als Diskriminierung ausl\u00e4ndischer K\u00fcnstler bewertet werden. M\u00f6glich w\u00e4re dagegen eine Quote nach dem franz\u00f6sischen Vorbild, die auf die Verwendung der Landessprache abstelle.<\/cite><br \/>\n<!--more--><br \/>\nDas kommt auch nicht gerade oft vor, dass der Pressedienst des Deutschen Bundestages Kontroversen zu dokumentieren unternimmt. Gestern gab es die Diskussion \u00fcber die Deutsch-Quote im Rundfunk. Es kamen Personen vom \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk und vom privaten zu Wort, ebenso Vertreter der Musikwirtschaft (sprich der Phonographischen Wirtschaft) sowie auch ein Jurist und ein franz\u00f6sischer Berichterstatter.<\/p>\n<p>Meines Erachtens macht die Kontroverse deutlich, dass alles unklar ist. Dass es in Deutschland gen\u00fcgend Musik gibt, die es wert w\u00e4re, \u00fcberhaupt und vor allem \u00fcber die Rundfunkanstalten an das Publikum gebracht zu werden, scheint mir ganz evident. So ein Mann wie John Peel in England macht gl\u00e4nzend vor, die perspektivenreich die Musikkulturen sind. Nur: solche Leute m\u00fcsste man in Deutschland verordnen (was nat\u00fcrlich nicht geht oder nur wenig) und nicht eine Quote, die ihrerseits eine rein mathematische Funktion h\u00e4tte. Allerdings ist die Abwehr von Seiten des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks fadenscheinig. Ihr  Argument, man w\u00fcrde \u0084nicht im entferntesten die musikalischen Interessen der H\u00f6rer\u0093 spiegeln \u0096 so sagte es Gernot Romann \u0096 ist hilflos und selbstherrlich. Dass die privaten Sender die Quote ablehnen, das ist deren Sache. Sie haben unter anderen Bedingungen zu arbeiten als der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk. Komischerweise, und nicht angeh\u00f6rt, sind bei der Suche und Sendung \u0084besserer\u0093 Musik die nichtkommerziellen privaten Sender weiter (und sie senden teilweise auch John Peels Programm!). <\/p>\n<p>Jetzt zur Berichterstattung:<br \/>\n<!--break--><br \/>\n<cite><b>Ausschuss f\u00fcr Kultur und Medien (Anh\u00f6rung)<br \/>\nQUOTE F\u00dcR MUSIK AUS DEUTSCHLAND WIRD KONTROVERS DISKUTIERT<\/b><\/p>\n<p>Berlin: (hib\/BES)        \u00dcber das Thema Musikquote in Deutschland beraten am Mittwochnachmittag in einer \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung der Ausschuss f\u00fcr Kultur und Medien und die Enquete-Kommission &#8222;Kultur in Deutschland&#8220; mit K\u00fcnstlern sowie Vertretern der Sender und der Musikbranche als Sachverst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>Auch der <b>ehemalige franz\u00f6sische Kulturminister Jacques Toubon<\/b> wird \u00fcber die Erfahrungen mit der Musikquote berichten. In seinem Land m\u00fcssen die Radiosender schon seit 1995 zu 40 Prozent franz\u00f6sische Musik spielen.<\/p>\n<p>Im Vorfeld des Hearings, das um 15 Uhr begonnen hat, \u00e4u\u00dferten sich bereits die geladenen Experten in schriftlichen Stellungnahmen zu der von der Phonographischen Wirtschaft, von Musikern und Politikern geforderten Quote f\u00fcr deutschsprachige S\u00e4nger und Lieder im H\u00f6rfunk.<\/p>\n<p>Dabei zeichnen sich klare Fronten ab: W\u00e4hrend sich die <b>Musikindustrie<\/b> f\u00fcr die Quotierung einsetzt, sprechen sich die Sender vehement dagegen aus. Dabei sind sich die privaten und \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten einig.<\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr die Beratung in den Gremien des Bundestages ist eine seit l\u00e4ngerem in der \u00d6ffentlichkeit gef\u00fchrte Diskussion \u00fcber den niedrigen Anteil deutscher Musik in den H\u00f6rfunkprogrammen und die Krise der deutschen Musikindustrie.<\/p>\n<p>Deutschsprachige Musik findet &#8211; abgesehen von den Sparten &#8222;Volksmusik&#8220; und &#8222;Schlager&#8220; &#8211; im Rundfunk kaum statt, so die Argumentation des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft. &#8222;Deutschsprachig sind allein die Nachrichten, die Verkehrsmeldungen und die Werbung, nicht aber die Musik.&#8220; Ern\u00fcchternd seien in diesem Zusammenhang die Ergebnisse diverser Studien.<\/p>\n<p>So liege der Anteil von deutschsprachigen Neuheiten in den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern bei 1,2 Prozent. Insgesamt machten deutschsprachige Titel nur 18,9 Prozent des Programms aus, bei den privaten Sendern sogar nur 5,1 Prozent. Die Quotierung k\u00f6nnte die Vielfalt der Musikkultur st\u00e4rken und deutschsprachigen Musiktiteln eine Plattform verschaffen, geh\u00f6rt zu werden.<\/p>\n<p><b>Gernot Romann, Vorsitzender der ARD-H\u00f6rfunkkommission und NDR-H\u00f6rfunkdirektor<\/b>, argumentiert in seinem Statement hingegen mit Entschiedenheit gegen die Quote: &#8222;Qualit\u00e4t und Vielfalt lassen sich nicht durch festgeschriebene Quoten erzwingen.&#8220; Dies w\u00fcrde &#8222;unweigerlich&#8220; zu einer oktroyierten Ausgewogenheit f\u00fchren, die nicht im entferntesten die musikalischen Interessen der H\u00f6rer spiegele.<\/p>\n<p>Prim\u00e4re Aufgabe der Programme sei es, den Anspr\u00fcchen der H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer gerecht zu werden, nicht denen eines Wirtschaftszweiges, so Romann weiter. Auch bei der Frage der Nachwuchsf\u00f6rderung k\u00f6nne die Antwort nur lauten: &#8222;Keine Quote!&#8220;<\/p>\n<p>Gegen die Einf\u00fchrung einer Quote ist auch das <b>ZDF<\/b>, das sich in seiner Stellungnahme ausschlie\u00dflich auf das eigene Fernsehprogramm bezieht. Ohnehin existiere das Problem einer Unterbewertung deutschsprachiger oder in Deutschland produzierter Musik im ZDF nicht: ZDF-Programmformate mit deutscher Schlager- und Volksmusik seien nach wie vor sehr beliebt und bed\u00fcrften weder der politischen Hilfe noch gesetzgeberischer Unterst\u00fctzung. Neben rein rechtlichen Bedenken sei auch zu bef\u00fcrchten, dass die Quotenregelung zu kreativen Ideen bei der Umgehung des Gesetzes f\u00fchren w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Die privaten Sender sehen gar ihre Existenz bedroht, sollte die Quote gesetzlich geregelt werden. Als Wirtschaftsunternehmen m\u00fcssten sie sich aus dem Markt finanzieren und seien deshalb anders als die \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten dazu gezwungen, wettbewerbs- und gewinnorientiert zu arbeiten.<\/p>\n<p>Der <b>Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. (VPRT)<\/b>, der rund 150 private Unternehmen aus Fernseh-, H\u00f6rfunk-, Multimedia- und Telekommunikationsbranche vertritt, lehnt daher die Einf\u00fchrung einer gesetzlichen Quote grunds\u00e4tzlich ab.<\/p>\n<p>Dies w\u00fcrde einen massiven staatlichen Eingriff in die Rundfunkfreiheit der privaten Rundfunkanbieter bedeuten und die wettbewerbsfinanzierten Unternehmen dazu zwingen, unwirtschaftlich und am Konsumenten vorbei zu arbeiten. Die Quote sei auch nicht geeignet, Nachwuchsmusiker zu f\u00f6rdern. Erfolg zu &#8222;quotieren&#8220; sei nicht die Aufgabe der Politik, hei\u00dft es in einer Stellungnahme dazu.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine freiwillige Selbstverpflichtung spricht sich Professor <b>Udo Dahmen<\/b>, K\u00fcnstlerischer Direktor und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Popakademie Baden-W\u00fcrttemberg GmbH, aus. Dabei sollte auf einen entsprechenden Anteil an deutschsprachigen Produktionen, Produktionen aus Deutschland und Neuheiten geachtet werden.<\/p>\n<p>Eine freiwillige Selbstverpflichtung sei vorzuziehen, da eine gesetzlich vorgeschriebene Quote &#8222;auch immer einen Eingriff in die verfassungsm\u00e4\u00dfige Rundfunkfreiheit&#8220; bedeute.<\/p>\n<p>Auf rechtliche Probleme weist <b>J\u00f6rg Gundel<\/b>, Privatdozent an der FU Berlin, hin. Dies betreffe zum einen die Programmfreiheit, die national und EU-weit gesch\u00fctzt ist. Die Quote f\u00fcr Musik aus Deutschland k\u00f6nne zudem auch als Diskriminierung ausl\u00e4ndischer K\u00fcnstler bewertet werden. M\u00f6glich w\u00e4re dagegen eine Quote nach dem franz\u00f6sischen Vorbild, die auf die Verwendung der Landessprache abstelle.<\/cite><\/p>\n<div class=\"shariff\"><ul class=\"shariff-buttons theme-white orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Deutsch-Quote%20kontrovers https%3A%2F%2Fwww.kritische-masse.de%2Flogbuch%2Fdeutsch-quote-kontrovers%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#6364FF; color:#6364FF\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"fill:#6364FF\"><svg width=\"75\" height=\"79\" viewBox=\"0 0 75 79\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M37.813-.025C32.462-.058 27.114.13 21.79.598c-8.544.621-17.214 5.58-20.203 13.931C-1.12 23.318.408 32.622.465 41.65c.375 7.316.943 14.78 3.392 21.73 4.365 9.465 14.781 14.537 24.782 15.385 7.64.698 15.761-.213 22.517-4.026a54.1 54.1 0 0 0 .01-6.232c-6.855 1.316-14.101 2.609-21.049 1.074-3.883-.88-6.876-4.237-7.25-8.215-1.53-3.988 3.78-.43 5.584-.883 9.048 1.224 18.282.776 27.303-.462 7.044-.837 14.26-4.788 16.65-11.833 2.263-6.135 1.215-12.79 1.698-19.177.06-3.84.09-7.692-.262-11.52C72.596 7.844 63.223.981 53.834.684a219.453 219.453 0 0 0-16.022-.71zm11.294 12.882c5.5-.067 10.801 4.143 11.67 9.653.338 1.48.471 3 .471 4.515v21.088h-8.357c-.07-7.588.153-15.182-.131-22.765-.587-4.368-7.04-5.747-9.672-2.397-2.422 3.04-1.47 7.155-1.67 10.735v6.392h-8.307c-.146-4.996.359-10.045-.404-15.002-1.108-4.218-7.809-5.565-10.094-1.666-1.685 3.046-.712 6.634-.976 9.936v14.767h-8.354c.109-8.165-.238-16.344.215-24.5.674-5.346 5.095-10.389 10.676-10.627 4.902-.739 10.103 2.038 12.053 6.631.375 1.435 1.76 1.932 1.994.084 1.844-3.704 5.501-6.739 9.785-6.771.367-.044.735-.068 1.101-.073z\"\/><defs><linearGradient id=\"paint0_linear_549_34\" x1=\"37.0692\" y1=\"0\" x2=\"37.0692\" y2=\"79\" gradientUnits=\"userSpaceOnUse\"><stop stop-color=\"#6364FF\"\/><stop offset=\"1\" stop-color=\"#563ACC\"\/><\/linearGradient><\/defs><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\" style=\"color:#6364FF\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Deutsch-Quote%20kontrovers https%3A%2F%2Fwww.kritische-masse.de%2Flogbuch%2Fdeutsch-quote-kontrovers%2F \" title=\"Bei Bluesky teilen\" aria-label=\"Bei Bluesky teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Gestern gab es die Diskussion \u00fcber die Deutsch-Quote im Rundfunk. Es kamen Personen vom \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk und vom privaten zu Wort, ebenso Vertreter der Musikwirtschaft (sprich der Phonographischen Wirtschaft) sowie auch ein Jurist und ein franz\u00f6sischer Berichterstatter. Meines [&hellip;]<\/p>\n<div class=\"shariff\"><ul class=\"shariff-buttons theme-white orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=Deutsch-Quote%20kontrovers https%3A%2F%2Fwww.kritische-masse.de%2Flogbuch%2Fdeutsch-quote-kontrovers%2F\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#6364FF; color:#6364FF\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"fill:#6364FF\"><svg width=\"75\" height=\"79\" viewBox=\"0 0 75 79\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M37.813-.025C32.462-.058 27.114.13 21.79.598c-8.544.621-17.214 5.58-20.203 13.931C-1.12 23.318.408 32.622.465 41.65c.375 7.316.943 14.78 3.392 21.73 4.365 9.465 14.781 14.537 24.782 15.385 7.64.698 15.761-.213 22.517-4.026a54.1 54.1 0 0 0 .01-6.232c-6.855 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