Größenwahn? Label kann Musikunterricht nicht kompensieren

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Ach was? Den einen oder die andere wird es vielleicht überraschen, aber manchmal erstaunt doch eine gewisse Einsichtsfähigkeit auf Seiten der Musikindustrie. DG-Chef Clemens Trautmann wird in einer dpa-Meldung so zitiert: Die klassische Musikindustrie sieht sich als Baustein in der Annäherung junger Menschen an Kulturwelten. „Auch als marktführendes Label können wir natürlich nicht Abertausende von ausgefallenen Musikstunden in den Schulen kompensieren“, sagte Clemens Trautmann, Labelchef der Deutschen Grammophon, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. So…

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Der Radio gibt sich auf

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Während man sich angeblich diskussionsbereit zeigt wenn es um die Zukunft des Radios geht – so sucht ARD-Vorsitzender Kai Gniffke aktuell auch das Gespräch mit Teilen der Jazzszene – werden  längst schon die Fakten geschaffen mit denen man als ARD in die Radio-Zukunft gehen möchte. Da wird der Hinweis des SWR-Intendanten, er suche ein Informationsgespräch mit der Jazzszene plötzlich voller Sinn. Man wird wohl schlicht und einfach „etwas“ mitteilen was beschlossene Sache ist. So…

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Nachdenken über einen Engel

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«Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer…

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Rundfunkabbauverein

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Wer erinnert sich? October 23, 1982, Staatsoper Hamburg. Ich habe am Radio gesessen. Mein Tonbandgerät hat auf dem rauschenden UKW-Kanal von NDR 2 (das war ja eher der Jugend- und Info-Sender, statt NDR 3, wo die Klassik und der Jazz sonst sendete) mitgeschnitten. Später verschwunden im Speicher in Regensburg. Hallo ECM! Wann? 41 Jahre ist das her. Das Radio ist 100 geworden. Es war eine Sternstunde und Michael Naura hatte den NDR gut aufgelegt.…

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Denk-Zeit – zu wenig

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„Ich habe es getestet. In der letzten Woche haben wir hier extrem an Strom sparen können. Wir waren nämlich im Urlaub. Daher ist es nur logisch, allen Menschen, die sparsam sein wollen in Sachen Strom-Verbrauch, den Rat zu erteilen, in den Urlaub zu fahren. Wenn alle das machen würden, wäre es für die Umwelt am besten.“ So etwa dürften die Denkmuster derjenigen sein, die gerade unser aller Leben politisch, sozial und umweltmäßig zerstören.

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Nicht vom Paradiese her

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Man mag gar nicht mehr mal irgendwo sitzen, oder stehen, oder irgendwo hin. Man mag das alles nicht mehr. Aber man kann es auch nicht hinter sich lassen, man kann dem allem nicht aus dem Weg gehen und man darf es auch erst recht nicht. Der Wind weht stürmisch. Nicht vom Paradiese her.

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Anton Webern 1983 – Kiew/Kyjïv/Kiev

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Das haben mir meine Eltern offenbar 1984 von einer Bildungsreise nach (damals) Leningrad mitgebracht. Die Orchesterwerke von Anton Webern. Zweisprachig (aber im Prinzip sogar mindestens viersprachig: ukrainisch, russisch, italienisch und deutsch. Gedruckt in Kiew 1983. Sicherlich nicht lizenziert durch die Universal Edition. War für mich eine ganz feine Sache. Und der erste Moment in dem ich lernte, dass es einen Sprachunterschied zwischen ukrainisch und russisch gibt. Für mich ist die Partitur heute aber auch…

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Besserwissen-Wollen und Halbbildung (TWA)

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… Ein Problem dabei ist leider auch die audauernde Hoffnung, gegen Dummheit und Autoritarismus helfe Bildung. So viel ist daran wahr, dass Bildung nicht zum Schaden wird, wenn sie denn greift. Die Bildung jedoch, die sich nur Facetten ihrer Dichte und Tiefe erreicht, tut dies nicht. Bildungssystemarme Gesellschaften sind ja nicht unbedingt autoritärere.…

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Abbild und Eigentum des Künstlers

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„Kunstwerke sind unvergleichlich viel weniger Abbild und Eigentum des Künstlers, als ein Doktor sich vorstellt, der Künstler einzig von der Couch her kennt.“ [Band 7: Ästhetische Theorie. Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 3749 (vgl. GS 7, S. 21) ] Ist das nur eine Frage der Psychoanalyse und nur des Teils, den man von dort aus sieht. Es gibt ja recht wenig Passagen im Werk Adornos, die sich mit Fragen der Urheberschaft von Kunst…

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