Anonyme Orffianer und der wahre Gipfel des Kagelismus

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Wir müssen über ein ernstes Problem in unserem Musikleben sprechen: Die musikalische Sozialisation. Es gibt ja immer noch Gehirnforscher, die meinen, mit Musik lebe es sich besser. Musik sei wirklich gut und wichtig, stärke dies und stärke das. Sport, Tanzen, Malen und Dichten gehörten auch dahin. Wohin es aber kommen kann mit dieser ganzen musikalischen Grundausbildung, sieht man an diesem tragischen Mitschnitt einer Aufführung während einer „musikalischen Projektwoche 2008 in Velden am Wörthersee“. Hallo?! Musikalische Projektwoche darf heute dann auch alles heißen,…

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Adagio, IDAGIO, uuuhh

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Dass der Bereich der sogenannten klassischen Musik in den aktuellen Steamingdiensten nicht besonders gut abgebildet ist, ist ja keine Neuigkeit. Ob die Dienste Spotify oder Apple Music heißen, Grooveshark oder Ampya etc. Man findet da manches, aber nichts wirklich gut. Im Repertoire von 30 Millionen Titeln geht so manches unter. Nicht vorteilhaft von Beginn an ist auch die Verschlagwortung klassischer Musikeinspielungen in diesen Diensten. Die sind regelmäßig nach Künstler und Song sortiert, was bei Klassischer Musik nicht so häufig hilfreich ist –…

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Geschnetzeltes

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Werbung soll wirken. Und für eine Sache werben. Werbung wirkt manchmal aber unfreiwillig komisch, wenn sie im Zusammenhang mit anderer Werbung werben soll. Das gibt es in zeitlicher Folge, wie im Radio, beim Film oder beim Fernsehen, oder auch simultan, wie zum Beispiel bei Plakatwerbung. In Zeitschriften oder Zeitungen gibt man sich Mühe, sich gegenseitig behindernde Anzeigen nicht im Zusammenhang zu bringen. Bei Plakatwerbung geht das nicht immer. Wir erinnern uns an die verrückte Plakataktion der Berliner Philharmoniker, neben der alles andere…

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Logokritik :::: Forum junger Autoren

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Geschickt gespielt mit einer optischen Täuschung. Der Kreis, der das Forum junger Autoren umgibt, wirkt gedellt. Der Gestalter oder die Gestalterin hat gerade Schriften auswählen gelernt und auch Schriftschnitte als Gestaltungsmittel neu entdeckt. Versalien, kursive und gerade Schnitte, verschiedene Schriften und Dicken. Alles dabei. Mittig, links- oder rechtsbündig? Egal. Vielleicht hätte man noch etwas mit Spiegelungen arbeiten können. Was den Grundgestalten Quadrat und Kreis an Buntheit fehlt, hier wird es in den Zeichen Ereignis. Natürlich ist es nur ein Abklatsch des Logos…

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Produzent und Parasit (Michel Serres)

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„Dem Produzenten geht es um den Inhalt, dem Parasiten um die Position. Wer sich um die Position kümmert, wird den, der sich um den Inhalt kümmert stets schlagen. (…) Wer mit dem Inhalt umgeht, geht mit dem Objekt um. Er ist Künstler, auch Wissenschaftler, und es geht allein um die subtile, listige, aber nicht betrügerische Beherrschung der Welt. Wem es um die Position geht, der geht an die Beziehungen zwischen den Subjekten heran; er gewinnt so die Herrschaft über die Menschen. Und…

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Der Klang der Münze, der Duft des Bratens

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Gestern bei einer spontanen Lektüre dann diesen Abschnitt in Michel Serres' Der Parasit gefunden. Das hat mich erinnert an die alte Diskussion über die Materie des Urheberrechts in der Musik. Also über den Begriff des „Geistigen Eigentums“. Das dann gegenüber dem „materiellen“ steht. Serres erzählt also diese Geschichte. „Ein Landstreicher fand sich eines schönen Abends fast verhungert am Küchenfenster eines renommierten Restaurants. Die Düfte, die daraus hervordrangen, waren köstlich. Er sog sie ein: das dämpfte den Schmerz des Hungers ein wenig. Ein…

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Produzent und Parasit (Michel Serres)

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„Dem Produzenten geht es um den Inhalt, dem Parasiten um die Position. Wer sich um die Position kümmert, wird den, der sich um den Inhalt kümmert stets schlagen. (…) Wer mit dem Inhalt umgeht, geht mit dem Objekt um. Er ist Künstler, auch Wissenschaftler, und es geht allein um die subtile, listige, aber nicht betrügerische Beherrschung der Welt. Wem es um die Position geht, der geht an die Beziehungen zwischen den Subjekten heran; er gewinnt so die Herrschaft über die Menschen. Und…

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Retourkutsche kutscht zurück

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[Das ist hier kein Artikel aus der Welt von Herrn Wiegelmann, sondern allein der Kopf eines Artikels aus der Welt illustriert den Gegenstand, der hier verhandelt wird.] Lucas Wiegelmann, der „stellv. Ressortleiter Feuilleton“ der „Welt“ eilt seinem Musik-Feuilletonmenschen Manuel Brug nur scheinbar zur Seite, wenn er versucht, die Kritik an Brugs „Analyse“ der Chefdirigentenwahl der Berliner Philharmoniker durch die Twitterin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung irgendwie umzudeuten, als Innovation des Journalismus. Er rubriziert es ein unter Meinung/Glosse und man weiß jetzt nicht genau…

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