Kultur-Kampf im Radio

  • Lesedauer:4 Min. Lesedauer

Aus Anlass der Veränderungen in den sogenannten Kulturprogrammen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks scheint sich eine Bewegung in Gang zu setzen, die die deutsche Rundfunklandschaft in zwei Richtungen teilt. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die ein Kulturprogramm im Wesentlichen nach Marktwerten beurteilen, auf der anderen Planer, die von einer langfristigen Konzeption eines gründlichen Rundfunkprogramms ausgehen. Dazu gibt es einen höchst interessanten Artikel in der Online-Faz von Frank Kaspar: Klassik, nichts als Klassik!. Zum Phänomen des Deutschlandfunks schreibt er da: Günter Müchler sieht den…

WeiterlesenKultur-Kampf im Radio

„Das Schöne lauert überall“

  • Lesedauer:3 Min. Lesedauer

Man könnte eigentlich die Sache mit dem MDR abhaken. Aus MDR KULTUR wurde MDR FIGARO. Wortreich haben die Verantwortlichen sich ihrer Verantwortung gestellt und damit selbstverständlich das gemacht, was sie machen sollten: Dem Einwand einer Entwortung des Programms etwas entgegen setzen. Hörfunk-Chefin Barbara Molsen etwa: Man habe jetzt “auch das weite Feld der Alltagskultur im Blick. Zu dem Mode und Design genauso gehören wie Wohnen und Reisen, gutes Essen und Trinken oder das Gespräch mit interessanten Menschen.” Lassen wir es beim Trinken…

Weiterlesen„Das Schöne lauert überall“

Zugangsbarriere Plakat

  • Lesedauer:2 Min. Lesedauer

Jetzt bleibt eigentlich die Interpretation der Plakatwerbung von MDR FIGARO übrig. Ich weiß nicht recht, wen es ansprechen soll. Mir fehlt so ziemlich alles, was auf dem Plakat dargestellt ist. Habe weder ein weißes noch überhaupt ein Sofa, wohne nicht im Altbau mit den schönen Türen, habe auch keine Frau (weder eine so gekleidete noch überhaupt eine). Und meine Wohnung ist wesentlich unordentlicher. Andererseits konnte ich mir schon ein Regal leisten und muss mir ausgeliehene Bücher nicht neben dem Sofa auf dem…

WeiterlesenZugangsbarriere Plakat

Bruno Liebrucks: „Über einige transzendentale und einige dialektische ‘Implikationen’ der formalen Logik“

  • Lesedauer:2 Min. Lesedauer

„Die Hintergehbarkeit der Sprache ist nur um den Preis möglich, daß der Schluß nicht schließt.” So zu lesen in dem Beitrag zu einer Festschrift unter dem Titel: “Über einige transzendentale und einige dialektische ‘Implikationen’ der formalen Logik.” Davon verstehe ich nicht viel. Mich deucht nur ein Grobes, von dem zu ahnen, was Liebrucks 1971 verfasst hat. Denn er kommt gegen Ende des Artikels zu sehr schönen Formulierungen: „Die Schätze der Tradition können wir nicht wegwerfen, ohne sie zu heben. In jedem Erkenntnisakt…

WeiterlesenBruno Liebrucks: „Über einige transzendentale und einige dialektische ‘Implikationen’ der formalen Logik“

Elektro-Schutzjacke und Spion-Chips

  • Lesedauer:3 Min. Lesedauer

Der Polizei-Newsletter Nr. 59 berichtet wieder einmal über ein paar aktuelle Kuriositäten. Dazu gehört: Schutz-Jacke teilt Elektroschocks aus Eine Jacke, die bei Berührung durch Dritte leichte Elektro-Schocks austeilt, entwickelt eine amerikanische Firma (derzeit nur für Frauen). Selbst mit äußerster Willenskraft soll so ein Angreifer den Träger nicht ergreifen können. Auf der Innenseite ist die Jacke (natürlich) isoliert. Sie wird mit einem Schlüssel und einem Schalter am Ärmeln aktiviert und über eine 9-Volt-Batterie mit Strom versorgt. Quelle: Trendletter 7, 2003, S. 12; http://www.no-contact.com…

WeiterlesenElektro-Schutzjacke und Spion-Chips

Wittgenstein und die Lorbeeren

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Gerade gefunden, zwei Stellen über Lorbeeren bei Wittgenstein, die in einem Zusammenhang denkbar wären. Zuerst eine Sentenz, die auch einem Poeten gut zu Gesicht stünde: Auf seinen Lorbeeren auszuruhen ist so gefährlich, wie auf einer Schneewanderung ausruhen. Du nickst ein, und stirbst im Schlaf. [1939-40] Dagegen oder daneben: Die populär-wissenschaftlichen Schriften unserer Wissenschaftler sind nicht Ausdruck der harten Arbeit, sondern der Ruhe auf ihren Lorbeeren. [1941] Also ein Einnicken und im Schlaf sterben? Das passt nicht so zusammen. Ungeklärt ist dabei auch…

WeiterlesenWittgenstein und die Lorbeeren

Merkwürdiger Wittgenstein: Zu viel wissen …

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Vor der Prosa des Ludwig Wittgenstein habe ich Respekt. Manch ein Satz erscheint mir einfach so vertrackt, dass das Rätsel, welches er auf gibt, interessanter scheint, als die Lösung. Man nehme einmal: Wer zu viel weiß, für den ist es schwer nicht zu lügen. Das mag mehrere Probleme in sich bergen. Entweder man weiß so viel, was aber in all dem Wissen selbst zu sich gegenseitig ausschließenden Wissensfragmenten führt. Dann blockiert sich "Wissen” gleichsam. Zu viel Wissen wäre sodann automatisch ein Überwissen…

WeiterlesenMerkwürdiger Wittgenstein: Zu viel wissen …

Musikindustrie: Sendeprivileg und Privatkopie im Visier

  • Lesedauer:10 Min. Lesedauer

Der Verband der phonographischen Wirtschaft hat eine neue Runde in der Diskussion zur Rettung der Musiklandschaft eingeläutet. So fordert man jetzt weitergehende Ergänzungen bei der Reform der Urheberrechts in einem zweiten Korb. Das runderneuerte Urheberrecht ist seit nur vier Tagen verbindlich, da kommen neue Vorschläge. Das ist auch die Aufgabe von Verbänden und nicht zu bemängeln. Über die Vorschläge, die umfangreich in das Sendeprivileg der Rundfunkanstalten eingreifen und andererseits digitale Privatkopien nur noch in sehr geregelter Weise zulassen wollen, ist zu diskutieren.…

WeiterlesenMusikindustrie: Sendeprivileg und Privatkopie im Visier

Kluges Apotheose des Tausches und die Emanzipation der Gefühle

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Ich habe jetzt endlich in das etwas ältere Buch „Die Kunst, Unterschiede zu machen” von Alexander Kluge hineingelugt. Da geht es viel um Sehnsucht und unausbrennbare Gefühle. Es ist ja mal wieder schön, etwas zu lesen, was nicht direkt mit den neuen Medien zu tun hat. Dennoch steht da ein hoffnungsvoller Satz, den man herausreißen kann. Im Abschnitt “Kopf der Leidenschaften – – Fuß der Leidenschaften”: Der Einfallsreichtum der Menschheit, Mißbrauch mit Gefühlen zu treiben, mißbrauchen, um Herrschaft zu errichten, steht in…

WeiterlesenKluges Apotheose des Tausches und die Emanzipation der Gefühle

Musik hat eine große Zukunft – keine?

  • Lesedauer:3 Min. Lesedauer

Das jedenfalls meinte Gerd Gebhardt auf der vergangenen Internationalen Funkaustellung. In einer KeyNote versuchte er das auch zu begründen. Wenn man seine Ausführungen ernst nehmen möchte - und dies muss man wohl auch, denn er ist Vorsitzender eines großen Verbandes – dann steht eine vollkommene Austauschaktion bevor. Gebhardt sagt: Musik hat auch weiterhin eine große Zukunft. Diese Zukunft ist aber davon abhängig, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Musik ist attraktiver als je zuvor, aber die Verwertung ist schwieriger geworden. Heute, wo immer mehr…

WeiterlesenMusik hat eine große Zukunft – keine?