Vernebelungsdiskurse
Im vorhergehenden Eintrag habe ich Walter Benjamin aus seiner "Einbahnstraße" zitiert. "Armut schändet nicht", die hohle Floskel, die von oben herab das Leben zur Erträglichkeit verschönt. Benjamins Text geht aber weiter. Und er berührt darin noch deutlicher die Gegenwart, als es zunächst schien. Aber nie darf einer seinen Frieden mit der Armut schließen, wenn sie wie ein riesiger Schatten über sein Volk und sein Haus fällt. Dann soll er die Sinne wachhalten für jede Demütigung, die ihnen zuteil wird, und so lange…