Singen oder nicht singen? – Die Hymnenfrage

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So wird mal wieder eine musikalische Frage zu einer politischen und auch sportlichen. Laut Bericht der Zeitung “Die Welt” hat der Bundesinnenminister die Hymnenfrage gestellt. Sollen die Fussballspieler der dt. Nationalmannschaft mindestens so tun, als ob sie die Hymne mitsingen. Darf das ein Land von seinen Vertretern erwarten?

Die Musikforschung würde sagen: Ja. Singen ist ja gut und toll und macht glücklich und frei und so. Aber wer erinnert sich nicht an die Mikrofone, die an den Musikern, Spielern vorbeigezogen wurden und die dann einigermaßen saumäßig gesungen hatten. Geht es also nur um das Symbol oder handelt es sich um nötigen Verfassungpatriotismus.

Eine kleine Blitzumfrage zum Thema:

Und vielleicht eine Entscheidungshilfe, die zugegebenermaßen etwas plump geschnitten ist. (mehr …)

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Piraten adé – Zukunft statt Piraten …

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Manchmal ärgert man sich, dass man nicht in eine Partei eingetreten ist, weil man dann auch nicht austreten kann. Was sich die Piraten in Bonn jetzt probieren, ist affig. Sie wählen die falschen Mittel für den falschen Zweck. Ein Bürgerbegehren zur Abschaffung der Oper dort? [Link obsolet: Facebook-Seite dazu gibt es nicht mehr.] Gehts noch. Geht es hier um Leben oder Tod etwa. Oder um Bevormundung und Gängelung? Es geht nicht einmal um eine…

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Die Paniker – Piraten 2012 im Saarland

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Seit der Wahl im Saarland ist nicht länger auszublenden, was über Jahre gärte. Eine Partei mit dem sprechenden Namen „Die Piraten“ setzen sich auf der politischen Ebene durch. Viele Stellungnahmen seitens der Presse oder der anderen Parteien sehen da eine Modeerscheinung am Horizont der Politik. Eine Organisation von Chaoten reite da gekonnt auf den Wellen populistischer Netzpolitik. Freiheit für alle. Koste es was es wolle. So hört man. Und in diesem Strudel, meinen viele,…

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Das Prinzip Heuchelei

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Ich glaube zu wissen, dass der ganze Streit um Wulff als Bundespräsident eigentlich auf nicht mehr oder weniger das hinausläuft, was unmöglich ist: Die Abschaffung des Amtes. Das angeblich höchste Amt im aktuellen deutschen Staate, zugleich tituliert in der Herabwürdigung auf die Funktion eines Grüßaugust, das kann nicht funktionieren; und schon gar nicht mehr heute, mit den Personen, die uns zur Verfügung stehen oder angeboten werden im Parteiengekungel und die glücklicherweise vielleicht noch selbständig…

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Vertrauen und Politik [Luhmann]

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Liegt schon lange bei mir herum. Vor allem die nachfolgende Passage harrt der Deutung. Luhmann schreibt 1968 (!, erste Auflage): Die Metapher vom 'Staatsvertrag', durch den freie Naturmenschen sich selbst oder dem eingesetzten Souverän Vertrauen gewähren, entspricht keine Wirklichkeit. Gewiß: der Staatsbürger wählt. Aber die politische Wahl ist keine Beauftragung mit Interessenvertretung. Der deklarierte Leitgedanke dieser Institution lautet, daß die gewählten Volksvertreter nach Kriterien des Gemeinwohls zu entscheiden haben. Aber sie beanspruchen souveräne Entscheidungsgewalt,…

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Die LINKE: Links vom Reichtum, rechts der Politik

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"Reichthum macht nicht reich," sagt da ein Sprichwort. Wie es überhaupt recht viele und sich gegenseitig widersprechende Sprüchworte zum Thema gibt. Das wundert es vielleicht weniger, wenn die LINKE auf den einen Plakaten fordert: "Reichtum besteuern" und auf den anderen "Reichtum für alle." Das ist in der Tat nicht so widersprüchlich, wie man meinen könnte. Denn ist der Reichtum allgemein, schaden Steuern wenig. Man könnte sie vermutlich sogar senken im gleichen Atemzug. So kann…

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Reinsberg 2008 – Unwohnliches Dorf

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Gestern las ich in der Berliner Zeitung unter der Überschrift "Die Stille im Dorf" einen Bericht über Vorgänge im sächsischen Reinsberg. Man kann eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass es sich dabei um einen erfundenen Ort handelt. Die Realität sieht doch anders aus, oder? Jedenfalls soll dort eine Art Terror Jugendlicher um sich greifen, der nicht in den Griff zu bekommen ist. Fast alle haben Angst, selbst zum Opfer dieses Terrors zu werden,…

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Popkomm 2007: Widersprüchliches – We believe in music

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Letzte Woche auf der Popkomm. Um Kunst ging es selten. Eigentlich ging es nur um Geld und Repräsentation. Keine Frage. Auf der einen Seite, Menschen, die mit aller Macht versuchen, den Status Quo der Rechtewahrnehmung beizubehalten oder gar auszudehnen, in der Mitte jene, die versuchen, ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen, auf der anderen Seite jene, die alles in ein anderes Verteilungsformat umbügeln wollen. Man redet über die Köpfe hinweg, so wie in Funk…

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Arbeitslosengeld I – Anspruch auf Risiko

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Gerade flattert aus dem Deutschen Bundestag herein, der Antrag der Linksfraktion, die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I zu verlängern (16/3538), sei abgelehnt worden - von SPD, CDU, FDP und den Grünen. Pro Jahr Arbeitsdauer hätte es einen Monat länger Arbeitslosengeld geben sollen, so der Antrag. Die Grünen meinen, "dass der Vorschlag Anreize für den Vorruhestand und nicht zur Integration älterer Menschen in den Arbeitsmarkt schaffe", was ich für eine sehr kreative aber dämliche Antwort halte.…

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Das Wunder von Baden-Baden

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Um den Schlager scheint es nicht gut bestellt zu sein. Vor allem nicht um seine einzige noch real existierende Form, den deutschen. Wir brauchen wieder einmal jemanden, der sich dazu bekennt, öffentlich, lächelnd. Ja zum deutschen Schlager – mit dieser aufregenden Werbekampangne versucht sich der SWR in Baden-Baden und treibt zu diesem Zweck Landesväter (Beck – das SPD-Wunder), Landesmütter (Dagmar Berghoff – das Nachrichten-Wunder) und Landesfußballer (Horst Eckel – vom Berner Wunder) auf Bussen…

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