Ein Buch für den Einstieg

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Musik ist dank des Kompressionsverfahrens mpeg layer 3 (kurz MP3) zu einer im Internet hoch bedeutenden Angelegenheit geworden. Dennoch ist für viele die Nutzung von Musik im Internet immer noch ein Geheimnis. Janko Roettgers hat ein Buch verfasst, in dem in dieses Thema ausführlich eingeführt wird. Das reicht von Software-Konfigurationen über das MP3-Mixen, das Promoten eigener Songs im Netz bis zur Internet-Radio-Sendung. Sicherlich liegt der musikalische Schwerpunkt auf populärer Musik, allerdings auf „avancierter“ (Björk…

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Das Rauhe und das Glatte

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Von Roscoe Mitchell bis Till Brönner Wie antiquiert muss in diesem Zusammenhang zum Beispiel das Stück „Leola” von „Roscoe Mitchell And The Note Factory” aus dem Jahr 1998 erscheinen. Es gibt keine präzisen Instrumentaleinsätze, der Intonation nach ist diese Musik einfach unsauber gespielt. Dabei handelt es sich bei den Musikern um Profis an ihren Instrumenten. Musikalisch-technisch gesehen passiert hier eigentlich wenig: Abfallende Akkordbrechungen, zunächst einstimmig, später dann harmonisch in Akkorde aufgelöst. Die musikalischen Gesten…

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Der innere Browning oder: Mit Musik im Bilde

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„Wie kommt es, dass immer mehr Deutsche Marshall Göring zustimmen, der sich seinerzeit brüstete, ‚Wenn ich das Wort Kultur höre, ziehe ich meinen Browning‘? Was ist geschehen, dass – wir reden von den Massenmedien – die Massen flüchten, wenn Kultur angesagt ist? Hat sich die Gesellschaft geändert – oder gar die menschliche Gattung? Oder stimmt das alles gar nicht?“ fragt sich in dem bei Suhrkamp erschienenen Buch „Televisionen“ Volker Panzer, Leiter und Moderator der…

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Einsame Masse und flexible Menschen

  • Lesedauer:7 Min. Lesezeit
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Die neue Steinzeit der öffentlichen KommunikationIm Medium des Internets scheint sich der traditionelle Subjekt-Begriff langsam aber stetig aufzulösen. Damit wird eine Entwicklung vollzogen, die sich seit dem Aufklärungsprozess der abendländischen Kultur seit dem 18. Jahrhundert zweischneidig abzeichnete: In dem Moment, da sich Menschen als Subjekte sozialen Handelns verstanden, lösten sie die traditionalen und kultischen Elemente ihrer Handlungsweisungen auf. Individuelle Lebenspraxen treten damit aber immer stärker an die Stelle gemeinschaftlichen Handelns. Der Soziologe David Riesman…

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Kultur? Abschaffen!

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
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Wer sich heutzutage durch die Feuilletons schleicht, wer des Kabels Fernsehen sieht, wer durch die virtuellen Welten virtueller Computerserver surft, der stößt allenthalben auf Kultur. Kultur, wo man hinschaut, Kultur, wo man hinhört. Studieren kann man das Management derselben, Unternehmen geben sich eine solche. Eine schlanke Taille ist „ästhetisch“ faseln uns die zum Interview gequälten Personen aus Fernsehkanal X zu. Ein dicker Bauch ist „unästhetisch“ wird danach eine amerikanische Studie von der Soundso-University zitiert.
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Sich schwerelos durch einen harten Markt spielen

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Eigene Konzertreihe im Konzerthaus, Ideen zur Hochschulausbildung: das Vogler Quartett setzt AkzenteAls sich die Musik-Biennale 1999 um die Musik der 80er Jahre bemüht hat, lag es auf der Hand, auch eines der extremsten Werke aus dieser Zeit zur Aufführung zu bringen: Morton Feldmans 1983 komponiertes Zweites Streichquartett. Es ist mit einer Dauer von vier bis fünf Stunden eines der längsten Kammermusikwerke überhaupt. Natürlich gibt es kein Quartett, das dieses Stück im „Repertoire" hat.Die Festivalmacher…

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Was heißt Bildung von Menschen?

  • Lesedauer:5 Min. Lesezeit
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Musikunterricht darf nicht zum Gefühlsasyl verkommenAngesichts dessen, was sich seit geraumer Zeit in Europa abspielt, scheint es müßig, sich Gedanken um die Musikpädagogik zu machen. Ob man eine oder doch besser zwei Stunden Musikunterricht in der Schule haben sollte oder, ob Gruppenunterricht dem Einzelunterricht vorzuziehen sei, solcherlei Fragen wirken rein technologisch.Ja, müßte man nicht vielmehr in Anlehnung an Theodor W. Adorno fragen: „Gibt es einen richtigen Musikunterricht im falschen Leben." Das würde viel genauer…

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Die Berufserinnerer

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Denn wie man sich erinnert, so lebt man. Und wir alle leben in einer Erinnerungskultur. Todestage und Geburtstage, Jubiläen und historische Ereignisse werden ans Tageslicht gezerrt (Schubert-, Mozart-, Eisler-, Gershwin, Peter-und-der-Wolf-Jahr). Es werden Mahnungen ausgesprochen und Aktualitäten beschworen. Kurzum: Es wird an alles erinnert. Doch wie man auf die Geschichte blickt, so schaut sie zurück. Die Art und Weise der gegenwärtig praktizierten Erinnerungskultur ist fatal – und sie ist allemal fatalistisch. Man erinnert sich…

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Absurde Sache

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Befreite Kultur statt SponsoringMan muß sich das mal vorstellen. Stand neulich in meinem Rentenbescheid: „Diese Rente wurde gesponsert von der Kugellagerfabrik Pfalzkofen.“ Merkwürdig, könnte man denken. Aber so ungewöhnlich ist das eigentlich nicht. Erstens sponsern die Unternehmen sowieso die Renten (in Form eines Beitrages in den Lohnnebenkosten) und zweitens täten die Unternehmen dann etwas, was tatsächlich ihre Aufgabe wäre. Doch dazu später. Nein, statt dessen machen sie in Kultur zum Beispiel, nennen das Förderung,…

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