Vertrauen und Politik [Luhmann]

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Liegt schon lange bei mir herum. Vor allem die nachfolgende Passage harrt der Deutung. Luhmann schreibt 1968 (!, erste Auflage): Die Metapher vom 'Staatsvertrag', durch den freie Naturmenschen sich selbst oder dem eingesetzten Souverän Vertrauen gewähren, entspricht keine Wirklichkeit. Gewiß: der Staatsbürger wählt. Aber die politische Wahl ist keine Beauftragung mit Interessenvertretung. Der deklarierte Leitgedanke dieser Institution lautet, daß die gewählten Volksvertreter nach Kriterien des Gemeinwohls zu entscheiden haben. Aber sie beanspruchen souveräne Entscheidungsgewalt, und einem Souverän kann man nicht vertrauen." Wie…

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Vertrauen und Politik

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Liegt schon lange bei mir herum. Vor allem die nachfolgende Passage harrt der Deutung.Luhmann schreibt 1968 (!, erste Auflage):Die Metapher vom 'Staatsvertrag', durch den freie Naturmenschen sich selbst oder dem eingesetzten Souverän Vertrauen gewähren, entspricht keine Wirklichkeit. Gewiß: der Staatsbürger wählt. Aber die politische Wahl ist keine Beauftragung mit Interessenvertretung. Der deklarierte Leitgedanke dieser Institution lautet, daß die gewählten Volksvertreter nach Kriterien des Gemeinwohls zu entscheiden haben. Aber sie beanspruchen souveräne Entscheidungsgewalt, und einem Souverän kann man nicht vertrauen.Wie kann da die…

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Beschäftigungstherapie

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Das Leben. Die Arbeit. Das Leben.Die Technik. Die Unruhe. Die Technik.Fehl. Tadel. Fehl.Auf einer Gesäßbacke absitzend. Auf der anderen sitzen die Blutsauger.   

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Schnellgedicht 362

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Exponieren, exportieren, rekrutieren, restaurieren, reklamieren, optimieren. Pfuschieren & Lamentieren. Kartonieren. Verfransen und erblassen.    

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Re-Politik in Berlin

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Ein bisschen dumm, zwei bisschen dümmer. Den Berliner Wahlkampf ist irreversibel - und nun geht es um Politik, nicht um politische Gestaltung. Die Fachgruppen Politik der Parteien haben das Ruder übernommen. Die Basis kann sich nur mehr abwenden und wenigstens hoffen, dass die „da oben“ nicht gar zu viel Scheiß mit ihrer „Legitimation“ anstellen. Natürlich auch das jetzt ein Kampf der Blödmaschinen. 

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Die Zukunft der Netze (1979) und das Ende der Öffentlichkeit (2011)

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Kreidler hat mich daran erinnert, dass auch ich einmal vor einiger Zeit im Auge des philosophischen Hurrikans der Postmoderne mich befand. Wir lasen damals ein Buch mit dem Titel "Postmoderne oder Der Kampf um die Zukunft". Es erschien 1988, herausgegeben von Peter Kemper. es war Begleittext zu einer Senderreihe des Hessischen Rundfunks, die sich mit dem Phänomen der Postmoderne befasst hat. In diesem Band dan Gérard Raulets Beitrag "Leben wir in einem Jahrzehnt der Simulation? Neue Informationstechnologien und sozialer Wandel", in dem…

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Zukunft: vergänglich

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Durch den Aufbau von einigen Regalen konnten nun auch endlich Bücher wieder an das Tageslicht geholt werden, die zwei Jahre lang den Keller trocken hielten.  Das Interessante dabei, es war auch welche von Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre dabei. Mein Vater besaß sie. Jaspers: Die Atombombe und die Zukunft des Menschen Russell: Hat der Mensch noch eine Zukunft? Welche Macht damals der Konflikt zwischen Ost und West hatte, ist so extrem bei Russell zu sehen. Heute scheint es, man…

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Reanonymation

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Es ist interessant, zu beobachten, wie Phänomene und Probleme verschwimmen, nur weil man sich wenig und zu kurze Gedanken macht. Die aktuelle Diskussion über den Wert oder Nutzen von Anonymität ist so ein Fall. Da hat man beispielsweise Anonymität als Inbegriff des Schutzes der Privatsphäre und auf der anderen Seite die Anonymität des Individuums in der Masse. Einmal eine Art Schutzmechanismus zur Wahrung der Identität und im anderen Fall deren Auflösung. Im Fall der sogenannten Social Media prallt beides aufeinander. Der Wunsch…

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Zwischendrin statt nur dabei

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Ich denke immer wieder einmal daran, ob es nicht irgend etwas zu sagen gäbe. Aber ich komme immer wieder zu dem Ergebnis, dass man nichts mehr sagen kann.Gäbe es etwas, was man sagen könnte, könnte man es trotzdem nicht sagen. Was man sagt, bezeugt, dass man es nicht sagen kann. Man könnte nur durchs Auslassen das sagen, was man sagen will, indem man es nicht sagt.Ja, genau. So müsste man es schwurbeln. Irgendwer hat das bestimmt auch schon mal gesagt oder geschrieben,…

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Kreativität mit Exploitationsverlängerung

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Ich muss schon sagen, so manche Saftsäcke gehen mir langsam ziemlich auf die Nerven. Im Moment solche, die Online-Plattformen als "kostenlose Werbung" für den Künstler zwangsweise verticken wollen. Das Schlimme: Sie meines es ja gut, wahrscheinlich, in Wirklichkeit sind sie auch nur schlimme Exploitationsverlängerer. Jawohl. Sieht denn niemand, dass YouTube längst nicht mehr zentral eine Kreativitätsmaschine ist, so wenig wie Ebay Dachbodenverkauf?Aber nee. Die Kreativitätsindustrie nähert sich in Haltung, Gebaren und Gehirnwäsche der guten alten Rüstungsindustrie an. Bald marschieren sie im Namen…

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