Katja Riemann Oktett: Favourites
Eine Überraschung. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass diese Lieblingstücke Katja Riemanns (gesungen von ihr selbst) reizvoll sein würden. Erwartet hatte ich so einen Promi-Musikbrei. Nein, eben das ist…
Eine Überraschung. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass diese Lieblingstücke Katja Riemanns (gesungen von ihr selbst) reizvoll sein würden. Erwartet hatte ich so einen Promi-Musikbrei. Nein, eben das ist…
Der Polizei-Newsletter Nr. 59 berichtet wieder einmal über ein paar aktuelle Kuriositäten. Dazu gehört: Schutz-Jacke teilt Elektroschocks aus Eine Jacke, die bei Berührung durch Dritte leichte Elektro-Schocks austeilt, entwickelt eine…
Lyrik eines Romanisten, der das Seminar für Musikenthnologie der FU Berlin zum Teufel jagen möchte. [via KIZ]
Aus für die Vergleichende Musikwissenschaft an der FU Berlin? – … wir haben andere Probleme als die Musikethnologie, wird der Vize-Präsident der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Klaus Hempfer (seines Zeichens Romanist), im Berliner Tagesspiegel zitiert. Beabsichtigt ist die Auflösung des Seminars für vergleichende Musikwissenschaft, welches in Deutschland einzigartig ist. Seine Tradition weist zurück auf die Anfänge der Musikwissenschaft in Deutschland überhaupt und ist verknüpft mit Namen wie Curt Sachs und Erich von Hornbostel. Heute ist dies das einzige deutsche Universitäts-Institut, an dem Musikethnologie unabhängig und mit einem vollständigen Studiengang existiert. Die Entscheidungen des Präsidenten beziehen sich auf eine fehlerhafte Evaluierung im Jahr 2002. Durch den unvorhergesehenen Tod von Josef Kuckertz 1995, verlor das Institut zwei Lehrstühle. Sieben Jahre lang konnte das Institut durch Vakanzvertretungen gerade noch am Leben erhalten werden, bis sich die Freie Universität im März 2003 dazu entschloss, die Professur der Vergleichenden Musikwissenschaft durch die Berufung von Dr. Gert-Matthias Wegner wiederzubeleben. Und jetzt, da das Institut gerade beginnt sich zu entwickeln und eine gößere Zahl von Studenten anzieht, läutet der Präsident die Totenglocke für das Institut, in dem er diese Entscheidung der Öffentlichkeit präsentiert, meint Wegner dazu und führt weiter aus: Die Streichung der Musikwissenschaft mit insgesamt zwei Professuren (Musikwissenschaft und Musikethnologie) stellt eine im Vergleich unverhältnimäßig geringe finanzielle Einsparung dar. Anscheinend will der Präsident ein Exempel statuieren und durch die Zahl der geschlossenen Institute seine Verdienste um die öffentlichen Finanzen ins rechte Licht rücken. MH
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Der Polizei-Newsletter Nr. 59 berichtet wieder einmal über ein paar aktuelle Kuriositäten. Dazu gehört:
Schutz-Jacke teilt Elektroschocks aus
Eine Jacke, die bei Berührung durch Dritte leichte Elektro-Schocks austeilt, entwickelt eine amerikanische Firma (derzeit nur für Frauen). Selbst mit äußerster Willenskraft soll so ein Angreifer den Träger nicht ergreifen können. Auf der Innenseite ist die Jacke (natürlich) isoliert. Sie wird mit einem Schlüssel und einem Schalter am Ärmeln aktiviert und über eine 9-Volt-Batterie mit Strom versorgt. Quelle: Trendletter 7, 2003, S. 12; http://www.no-contact.com (mit eindrucksvollen Videoaufnahmen). TF
An und für sich ist das überraschend einleuchtend. Man muss sich einmal andere Nutzanwendungen vorstellen. Man will ins Konzert, hat keine Karte und viele, viele Leute versperren den Weg zum Kassenhäuschen. Schlüssel am Ärmel drehen und hoppala springen alle Leute geschockt zur Seite. Das würde sonst nur ein Stinktier-Parfüm schaffen. Oder, man geht in ein gutes Restaurant und der brave Ober will beim Ausziehen der Jacke behilflich sein. Poing. Ein Riesenspaß. Und erst wenn es regnet und kleine Blitzchen über die Jacke jagen: besser als in jedem Science-Fiction-Film.
Weniger Freude werden Autorfahrer haben mit:
Spion-Chips in Pkws
Schluss mit Falschparken und gefährlichem Überholen: „Spion-Chips” in jedem Auto könnten bald alle Verkehrssünder entlarven. Nach britischen Medienberichten arbeiten derzeit Polizeispezialisten für die Regierung in London an Plänen, die in ganz Europa solche winzigen Chips in jedem Fahrzeug ermöglichen würden. 47 Vergehen soll das System zur “elektronischen Fahrzeugidentifizierungs-Verfolgung” (EVI) ahnden können – vom Autodiebstahl bis zum Fahren ohne Versicherung. Großbritannien müsste nach den Berichten bestehende Systeme zur Verkehrsüberwachung nur minimal verändern. Autoproduzenten wären verpflichtet, die Chips in alle Neufahrzeuge einzubauen, alte Autos würden nachgerüstet. Der Chip registriert etwa ein zu hohes Tempo direkt im Auto und verpetzt den Raser an einen Zentralcomputer. Damit würde jeder Sünder garantiert geschnappt. // TF (Danke an Martin Herrnkind)
Kann denn Verbrechensaufklärung schöner sein? Nur, was das für Folgen für den Arbeitsmarkt hätte, keine Autobahnpolizei mehr nötig, der ganze Kram der Bürokratie erledigt sich von selbst. Und irgendwie ist der Mensch ja auch geistig und physisch dem Auto sehr nahe. Bald leben wir in Frieden und menschliche Denunzianten wie Überwachungswagen werden überflüssig. Il paradiso.
Quelle der Zitate:
Aus dem: Polizei-Newsletter Nr. 59, Dezember 2003
Der Polizei-Newsletter ist ein Kooperationsprodukt von TC TeamConsult, Genf/Zürich (CH) und Freiburg i. Br. (D) und dem Lehrstuhl für Kriminologie (Kriminalpolitik, Polizeiwissenschaft) der Universität Bochum (Prof. Dr. Thomas Feltes). Die Html-Version des Newsletters finden Sie unter http://www.Polizei-Newsletter.de. Dort können auch alle bisher erschienenen Newsletter nachgeschlagen werden und man kann sich für die deutsche, englische, französische und spanische Version ein- und austragen.
Aus dem monatlichen Kalenderblatt der Kultur-Kritik Dezember: weiter: Wäscheklammern klammern sich fest.
Which OS are You?
Am 20.11.2003 übertrug Bayern4Klassik die 17. Ausgabe der Sendung contrapunkt – einer Gemeinschaftssendung von MDR KULTUR und Bayern4Klassik. Thema war Kirchenmusik – Zwischen Andacht und Ohnmacht. Eine spannende Sendung, die leider immer noch aufzeigte, wie schwer wiegend die Wunden der Vergangenheit in die Gegenwart hineinreichen.
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Ist es Chanson oder ist es nicht? Jein. Für mich hat der Chanson immer den Ruch von französischer Schnoddrigkeit. Irgendwie klingt er automatisch nachgemacht. In eine Zeit transportiert, die eigentlich…
HiFi-Stereo (!), gelb (!!) mit 3D-Poster und -Brille (!!!). Schräge musikalische Ursuppelei für Platten-Spieler; voll abtauchenswert – Kunst.„,”Eine ganz merkwürdige Platte, die manchmal an der Grenze zur Stille sich bewegt. Das sind ganz feine musikalische Äderchen, die wie im Track “Consciousness” auf der B-Seite eine so angehm weiten Atemzug haben. Das vibriert auf einer weiten Fühlungsamplitude. Schnurren, scharren und dabei noch Rhythmus geben. Eine fantastische Wirkung und ein ganz unwildes Erfühlen von Freiheiten in Phrasen und Klang.
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Eine zweite Reise bei Meta Racords. Das new art saxophone quartet ist im Unterengadin unterwegs, nicht wirklich aber mental. Klaus Pfister (ss), René Straub (as), Daniel Chmelik (ts) und Erich Strehler (bs) sind da unterwegs mit “Hörbildern” wie es Pfister nennt. Man ist geneigt, bei vier Saxophonen kann man nichts falsch machen, die klingen einfach sowieso immer gut. Und hier ist es nicht anders.
Herausgekommen ist ein musikalisches Vielerlei, das sich zwischen der quartettlogischen Patternwirtschaft und experimentellen Klangerzeugnissen ausbreitet: mal süffig, mal feingliedrig, also immer differenziert. Dahinter stehen zwar beinahe programmatische Anmutungen großer bildlicher Tragkraft wie “Lai blau – 2700 m Höhe, ein See aus blauem Glas” – doch das schadet in mehrfacher Hinsicht nicht. Wer in den Bergen war, kenn ähnliche Bilder und Gefühle, die sie auslösen. Sie haben etwas Unerreichbares, was nicht so richtig durch rationalisierten Klang einholbar ist [ich persönlich würde da am ehesten noch an Webernsche Musik denken].
Und es schadet auch nicht, weil man dieses meines Erachtens notwenige Misslingen nicht als solches hört. Die Musik bleibt frisch und eigen. Sie ist weit genug auch entfernt von der rauhen Bläue es Julius Hemphill mit seinen Saxophonisten, die in Berlin auf dem Jazzfest anno 1992 oder 1993 die Musik zum Kochen brachten.
new art saxophone quartet: Guarda!
Meta Records, meta 20
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