Ein kleiner Beitrag zur Soziologie des Hörens

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Nachfolgend mein Beitrag zur Ausgabe 73 der Sendung "taktlos" des Bayerischen Rundfunks und der neuen musikzeitung. Im Studio dabei: Rita Beulker (Projektcoach / Herausgeberin des Online Wirtschaftsmagazin infoquelle), Marion Glück-Levi (Stiftung Zuhören), Michael Quast (Kabarettist, Regisseur), Karl Karst (Wellenchef WDR3, Initiative Hören e.V.) und das Duo Courage. Musik: Morton Feldman: Coptic Light für großes Orchester Autor: Ein dichter Musiknebel hat sich um die Menschen der modernen Gesellschaft gelegt. Eine derartige Verdichtung von Klängen kann…

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Noch mehr im Busch

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JibJab.com - SOUND BYTES bietet schon seit längerer Zeit bissige Flash-Cartoons an. Die sind mal mehr, mal weniger interaktiv. Aber böse sind sie allemal.

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Kaufen Sie einen Musiker für 400 Euro

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Auf diese Idee kam das phantastische ensemble resonanz und ruft damit “zur privaten Subventionierung der Konzertreihe "Resonanzen"” auf: Kaufen Sie einen Musiker!

Wir freuen uns, dass wir in unserem ersten Jahr in Hamburg nicht nur unsere Konzertreihe "Resonanzen" erfolgreich etablieren konnten, sondern auch in der Musikhalle oder der Palmerstiftung verlässliche und großzügige Partner gefunden haben. Doch bleibt uns für den Betrieb unserer Reihe immer noch eine erhebliche eigene Investitionslast, die wir gerne auf breiterer Ebene und breiteren Schultern verteilt wüssten.

Der Spielplan der Saison 2003/2004 sieht insgesamt rund 100 Musiker vor, im Schnitt also 20 pro Konzert. Zur finanziellen Mindestausstattung der Konzertreihe fehlt es an 400 € pro Musiker. Unsere Konsequenz: Outsourcing. Wir verkaufen diese defizitären Unternehmensteile an wohlwollende Investoren und lagern sie aus. Und dabei entsteht etwas besonderes: Öffentliche Kultursubventionierung, unabhängig von öffentlicher Verwaltung.

Sie können also direkt über die Subventionierung von Kultur entscheiden. Kaufen Sie einen Musiker! Ein Musiker kostet 400 € und Sie als Investor haben noch mehr davon: Sie werden eingeladen zu unserer exklusiven Saisonabschlussfeier mit prominenten Gästen und kleinem Konzert. Außerdem bekommen Sie für jedes „Resonanzen”-Konzert der Saison 03/04 zwei Ehrenkarten und Ihnen wird im Programmheft und auf unserer Website öffentlich gedankt.

Investieren also auch Sie in das “Orchester der Zukunft”, wie das Würth-Preis-Kommitee das Ensemble Resonanz anlässlich der Vergabe des Preises 2002 bezeichnete, und kaufen Sie einen Musiker! Bekunden Sie Ihren Investitionswillen unter 040-3499 3882 oder unter mail@ensembleresonanz.de. Der Verein Resonanz wird Ihnen eine Spendenquittung ausstellen.

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Bush in 30 Seconds

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Bush in 30 Seconds heißt ein Wettbewerb mit kleinen Filmen, die die Regierungszeit George Bushs dokumentieren. Die Vorentscheidung ist jetzt gefallen. Von über 1000 Eingängen stehen jetzt 15 Filme zur Auswahl, die mich zugegebenermaßen auch sprachlos hinterlassen. Das kann man alles jedenfalls sich anschauen und eventuell dann auch noch abstimmen. Und das alles unter einer Creative-Commons-Lizenz: Attribution-NoDerivs-NonCommercial 1.0. Das Standbild stammt übrigens aus dem Film HUMAN COST OF WAR by Brian Wilkinson of White…

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Alles geklappt

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Ein Hoch auf die Deutsche Bahn AG. Zum Weihnachtsfeste nach Mülheim brachten mich am 23.12. zwei Züge pünktlich hin und drei Züge am 27.12. teilweise überpünktlich nach Regensburg zurück. Freilich ändert es nichts daran, dass mit vollendeter Fahrt sich eine sogenannte Schnellgrippe ankündigte und mir wenigstens bis Montag abend alles verdorben hat.

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Apropos Reinhard Mey

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Vom frischgebackenen Schirmherren des „Deutschen Musik-Exportbüros“ kann man unter „Kunst & Leben bei ARD.de“ eine große Schimpftirade auf die Geschichte des Deutschen Schlagers in Deutschland lesen. Nach dem Zweiten Weltkrieg habe sich Deutschland in einer Identitätskrise befunden und man sei daher nicht zu einem eigenständigen Genre gekommen. Damals, in den 50er und 60er Jahren sei nur geklaut und kopiert worden. Dadurch habe man „den Boden nachhaltig versaut“. Und weiter kann man lesen: „Eine kopierter Schlager sei immer schlechter als das ‚amerikanische Original, dessen Schleimspur er hinterhersabbert‘.“

Wir freuen uns über diese offenen Worte, von einem, der auf Autofahrten nach Sylt angeblich Musik von Charles Aznavour hört. Das ist merkwürdig: jemand, der sich für eine Radioquote zugunsten deutschsprachiger Texte im Rundfunk einsetzt, schw(h)ört selbst auf französische Texte. Hat nicht auch ein Mey gleichzeitig zu befürchten, eine neue deutsch-sprachige Schleimspur im Rundfunk zu legen und dann eben die Musik durch eine Quote zu fördern, die auch er ablehnt? Er sieht es wohl anders, wie man im Musikmarkt nachlesen kann, „denn es gibt eine bunte Palette von guten deutschsprachigen Künstlern.“ Da ist natürlich auch was dran, denn es hat sich ja auch gezeigt, dass die Einführung einer Musikquote in Island zu phantastischen Ergebnissen geführt hat.

Positiv dagegen: Mey hat es geschafft, was der gesamten Major-Phonobranche schwer im Magen liegt. Er, Mey, kann nämlich leben von seiner Musik: „Seine Konzerte seien noch immer gut besucht. Ausserdem erwerbe sein Publikum seine Musik auf reellen Wege und mache keine Raubkopien. Das ermögliche ihm, weiter zu schreiben und zu komponieren.“ So einfach ist das. Und hinter der Leichtigkeit der Ansicht versteckt sich in der Tat etwas Wahres. Meys Publikum scheint ihm seine Authentizität als Musik- und Lebenskünstler abzunehmen. Der Mey, der ist schon richtig, der ist präsent und man nimmt an, dass er „echt“ ist und glaubwürdig. Es ist eben nicht einerlei, wie Musik auftritt im Zusammenhang mit denen, die sie hören.

Noch mehr Tiefgründiges könnte der gelegentliche Logbuch-Besucher in der taktlos-Sendung Schlager Ost/ Schlager West nachhören. Zu Gast waren unter anderem Frank Schöbel und Michael Holm (Schlagertexte zum Teil nahe am Rinderwahn).

M. Hufner
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Bruno Liebrucks: „Über einige transzendentale und einige dialektische ‘Implikationen’ der formalen Logik“

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„Die Hintergehbarkeit der Sprache ist nur um den Preis möglich, daß der Schluß nicht schließt.” So zu lesen in dem Beitrag zu einer Festschrift unter dem Titel: “Über einige transzendentale und einige dialektische ‘Implikationen’ der formalen Logik.” Davon verstehe ich nicht viel. Mich deucht nur ein Grobes, von dem zu ahnen, was Liebrucks 1971 verfasst hat. Denn er kommt gegen Ende des Artikels zu sehr schönen Formulierungen: „Die Schätze der Tradition können wir nicht…

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Weia: DMV – Kreative Pannenserie

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„Die mehr als 500 DMV-Mitglieder seien bereit, GermanSounds zu helfen, damit eine kreative Offensive für deutsche Produkte im Ausland schnell konkrete Formen annehmen kann.“ So liest mans in der musikwoche. Der Deutsche Musikverleger Verband legt los und mutet sich etwas zu, was man ihm beim besten Willen bisher noch nicht als Attribut zuzuschreiben mochte: „Kreativität“.

Der Handlungsbedarf scheint ja auch immens. Denn „GermanSounds“ exportiert, was das „Deutsche Musikexportbüro“ angeblich nie tat, Musik. So unklar die Situation zwischen beiden Büros ist, die etablierte Musikszene schießt sich auf „Deutsche Klänge“ ein. Wer zu spät kommt, steht doof da, wer aufs falsche Pferd setzt auch. Daher eine Offensive der Kreativität. Das klingt freilich vollkommen danach, als ob jemand ein brennendes Streichholz in eine Wassertonne wirft. Zisch – das wars.

Helmut Lachenmanns „deutsche Produkte“ innerhalb dieser Offensive? Der wird seinen Spaß haben. Was, man kennt Lachenmann etwa nicht? Die englische Wikipedia kennt ihn. Der scheint eher eine Offensive in Deutschland nötig zu haben.
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