Wenn Wünsche wahr werden müssen: Kulturjournalismus trifft auf Forschung

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Das hat mich gestern geärgert und einen ganzen Tag bis heute genervt. Auf rbb24.de tauchte plötzlich die Schlagzeile auf: “Charité hält Opern und Klassikkonzerte vor vollen Sälen für machbar Oper live oder klassische Konzerte vor ausverkauftem Haus - in Corona-Zeiten ist das seit einigen Monaten eigentlich undenkbar. Doch durch eine neue Studie von Charité-Experten könnte sich das jetzt ändern. Von M... O... Später etwas abgemildert: “Charité-Institute empfehlen Klassikkonzerte und Opern in vollen Sälen” rbb Exklusiv: Experten der Charité in #Berlin empfehlen in…

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Klassik +++ Eil +++ Hanns Eisler lebt!

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Soll man lachen, soll man weinen? Soll man reden, soll man schweigen? Opus Klassik auf der Überholspur des Kulturbetriebes. Auch dieses Jahr voll Neugier der Blick in die Kategorie: Komponistx des Jahres. Vor einem Jahr, nun, Ähh, da war doch was? War damals nix. Ist heute nix. Aber immerhin mit reichlich Komponist:innen versehen, die auch in entsprechenden Programmen im Radio platziert oder auf Festivals gespielt werden. Das haben führende Musikmanager_innen und Musikjournalist*innen entschieden: Thomas Adès, Mark Andre, Hanns Eisler, Henning Fuchs, Detlev…

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Corona-Pandemie 2020 – Kulturelles Operationsfeld von Kunst und Gesellschaft

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Es passiert ja irgendwie nie nicht Nichts. Und irgendwas passiert immer. Ich habe mir in den letzten Tagen aus Gründen den Verlauf der Coronavirus-Pandemie seit Anfang März noch einmal vor Augen geführt. Welche Themen standen wann im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Wann ging es um Geld, wann um Gesundheit, wann um Schließung, wann um Öffnung, wann um Schmierinfektion, wann um Tröpfchen, wann um Aerosole? Wann um Urlaub, Grenzschließung, Öffnung, Kinderbetreuung, Abitur, Fernunterrricht, Kontaktverfolgung, Flugzeuge, Klimaanlagen, Freiheit, Widerstand, FFP 2 und 3, Fussball,…

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Die Müdigkeit und das Einschlafen und die Forschung und das Desinteresse

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Die Meldung ist schon etwas älter. Streaming-Dienste sitzen ja an der Quelle der Musiknutzung, mindestens bestimmter Gruppen von Menschen. Mit ein bisschen mehr Engagement könnten die auch ein bisschen Stimmungen abfangen. Vor einem Monat nun ging es darum, darzustellen, welche Musik zum Eischlaffen gehört werde. Zur Methodik gibt es nur den Hinweis: "Deezer hat alle in Deutschland gestreamten Künstler zwischen 22:00 und 02:00 Uhr im Jahr 2019 ausgewertet, aufgeteilt nach weiblichen und männlichen Hörer*innen." Das scheint naheliegend. Aber eben auch nur, wenn…

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Enzyklopädie der Neuen Musik: Werke KW 28/2020 („ü=ø“ bis „Nach oben offen“)

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  Moments musicaux III Vier gelbe Balladen Concerto lirico Aus der Matratzengruft Meyerbeer-Paraphrasen Lamento di Orlando Romanza e Danza Otaku Nation Clair-obscur Goldberg Vil Sturm & linde Zeit ü=ø Tautologos IV BeethovEnBloc beethoven – innen wie außen Schwankende Zeit Kammersymphonie A-Dur Zwei ernste Gesänge und kehret zur Sonne zurück Umrisszeichnung eines Gefühls Lip MagsMax Nachtwanderung Percussion duo man lässt Dinge fallen und beobachtet sie Barong des Méduses Ionisation Rebonds Rhythmuslaboratorium Manic Maelzel Schöschersch oder: Mit der Metro zu Les Halles und zurück…

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Turbo-Populismus

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Gestern abend ein neues Wort gefunden und zumindest Google findet es sonst nicht. Auch dieses Wort passt gut in die aktuelle Lage: Turbo-PopulismusKritische Masse vom 5. Juni 2005. Bambi im Wald. Foto: Hufner In bestimmten Momenten erfasst Turbopopulismus das Treiben von Bloggern, Politikern und „offiziellen“ Medien ganz prima. Usprünglich 5. Juni 2005. Beliebt immer wieder: Dazu gehört auch der Versuch, Verbrechen mit Dummheit zu bekämpfen.

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Was ziehen Sie vor Musik oder Wurstwaren?

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Oder etwa Flugzeuge? Hätte Erik Satie bereits gewusst, was wir heute alle wissen, dass der Unterschied zwischen Musik und Wurstwaren ein eher gradueller ist, hätte man sich viel ersparen können in dieser Welt, die gerade durch den Taschenrechner gezogen wird. Denn alles hat jetzt seinen Preis. Das Forum der Musik-Festivals hat erkannt: Man ist systemrelevant. Warum? Weil man 600 Festivals sein eigen nennt, weil man 400 Mio. Euro Umsatz generiert. Zum Vergleich: die Fleischindustrie kommt gerade mal auf 42,5 allerdings Mrd. Euro…

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Vertrauen und Validität

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Wenn der Staat die Systeme infiltriert und zwar auf eine Weise, die von neutraler Seite nicht nachvollziehbar ist, indem er zum Beispiel Spitzel in Organisationen einschleust, indem er zum Beispiel Trojaner auf fremden Computern platziert, indem er den Kommunikationsverkehr belauscht; so ein Staat kann da nicht (mehr) rechtsstaatlich agieren. Er hat die Staatssicherheit in die technischen Systeme gelegt, warum sollte er sie nicht auch in die zwischenmenschlichen Beziehungen ausweiten. Man könnte es vielleicht zurückdrehen: Nicht das Internet ist kaputt, sondern es sind…

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Gewissen, das

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„Aber man gibt den Menschen kein gutes Gewissen, wenn man ihnen sagt, daß sie überhaupt keins zu haben brauchen.“ Helmuth Plessner, Grenzen der Gemeinschaft. Eine Kritik des sozialen Radikalismus (1924), in ders: Macht und menschliche Natur, Gesammelte Schriften V, Frankfurt am Main 1981, S. 30.  

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Kein Vermächtnis – Zum Rihm-Film von Victor Grandits

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Letzte Woche kam der zweite Film von Victor Grandits über Wolfgang Rihm zur Ausstrahlung im Fernsehprogramm der SWR. Er trägt den Titel: „Das Vermächtnis“. Knappe 60 Minuten aus dem aktuellen Treiben des Komponisten. Der Komponist am See, der Komponist zuhause, der Komponist auf einem Festival und im Kompositionsunterricht. Irgendwann der Komponist auch mal beim Arzt. Aha! Seine Frau spricht über dessen Erkrankung und seine Arbeit. Es wird über das Sein und das Sagen gesprochen. Anfang, Dauer, Ende. Und dann fragt man sich:…

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