Kapitalismus, Konsumtion, Krieg [1938] – Alfred Sohn-Rethel

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Alfred Sohn-Rethel in einem Brief an Theodor W. Adorno vom 29. Januar 1938: "… die faschistische Konjunktur funktioniert nur, weil und solange sie Produkte vervorbringt, die nicht auf den Markt kommen (vom Staat gekauftes und aufgestapeltes Rüstungsmaterial oder synthetischen Ersatz für ausfallende (!) echte Konsumartikel). Der Faschismus bringt damit aber nur eine Tendenz zur Vollendung, die schon die ganzen vorfaschistischen Konjunkturen beherrscht: der Produktionsapparat, an dessen Aufbau, Rationalisierung, Erneuerung und Ausweitung die Konjunktur ihre…

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Enzyklopädie der Neuen Musik: „Gutmenschentremolo“

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Es sei „einwandfrei politisch korrektes Gutmenschentremolo,“ schreibt Eleonore Büning über die Transit-Performance des Ensemble Kaleidoskop bei den Donaueschinger Musiktagen in ihrer Kolumne des Netzmagazins takt1.de in der „society of music“. Das wundert, denn eigentlich empfand sie die Aufführung ziemlich daneben. Zur Sache sagt sie: „Danach steigt das Ensemble Kaleidoskop aus, flüchtlingsmäßig verkleidet. Baut sich auf in einer Reihe, guckt uns betroffen an, ob wir mit eingeschlafenen Füßen wohl auch inzwischen ein bisschen flüchtlingsmäßige Betroffenheit…

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Mindestlohn für Händel

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Auch das kann man kaum fassen. In einer Stellenanzeige der "Internationalen Händel-Festspiele Göttingen GmbH" wird eine Assistenz im künstlerischen Betriebsbüro gesucht. Die Tätigkeiten sind umfangreich, es ist ja auch eine komplexe Tätigkeit. Mitbringen sollte man ein "Abgeschlossenes Studium, vorzugsweise in Musikwissenschaft/Kulturmanagement o.ä. bzw. eine abgeschlossene Ausbildung mit vergleichbarem Inhalt und erste Berufserfahrung im Kulturmanagement". 38,5-Stunden-Woche ist eh klar. Berufseinsteiger sind erwünscht und eine Art Gehalt gibt es auch noch obendrauf. Die Vergütung erfolgt auf…

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Kulturinstitut? Die Deutsche Phono-Akademie

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Gestern lief der großartige Film über Anna-Lena Schnabel im TV. Zur Sprache kamen dabei eigenartigen Verhältnisse beim Zustandekommen des ECHO Jazz. Ich habe in der JazzZeitung.de einiges angedeutet: https://www.jazzzeitung.de/cms/2017/10/tv-tipp-der-preis-der-anna-lena-schnabel-3sat/ Was man sich dabei immer vor Augen halten muss, ausgerichtet wird der ECHO Jazz von der Deutschen Phonoakademie. Nach eigenen Worten. Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie e. V., ehrt mit dem Preis jährlich herausragende und erfolgreiche Leistungen nationaler und internationaler Künstler. (Quelle)…

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Premiumwerbemittel des Verfassungsschutzes

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Man möchte es nicht verfassen. Aber es gibt beim Verfassungsschutz ein aktives Merchandising. Keiner will zum Verfassungsschutz, niemand will mit denen kommunizieren. Mit Pfefferminz bis Du mein Prinz, mit Ausweis-Jojo spreche ich mit Journalistinnen, Cashewnüsse für den Wirtschaftsschutz, Pfefferminzdose  "Abgehört" kann man sich nicht ausdenken. Fehlen nur die Schutzhund-Wackeldackel für das Diplomatenfahrzeug. "Um "Merchandising des Bundesamtes für Verfassungsschutz" (BfV) geht es in der Antwort der Bundesregierung (18/13682) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die…

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Immer auf die Öffentlichrechtlichen

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ARD und ZDF wollen sich wandeln, müssen sich wandeln … das fordern sie in den Gazetten an vielen Stellen. Ob die FAZ(Z) mit ihrem üblen Staatsfunk-Vorwurf kommt, Springerchef Mathias Döpfner faselt spricht von einer Gefährdung nach nordkoreanischem Muster (oder auch nicht, wie Michael Hanfeld mit ein paar sog. sprachlichen Bernd-Höcke-Sprüngen meint) oder der Spiegel etwas von einer "unheimlichen Macht" titelt. Journalismus sei ein „Werkzeug der Freiheit“, der „Scheinwerfer der Aufklärung oder, eine Nummer kleiner, zumindest…

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Unterschied von E- und U-Musik

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Von vielen bestritten und als falsch oder überflüssig empfunden: Die Unterscheidung von E- und U-Musik, also von Ernst und Unterhaltung. Abrechnungstechnisch für die Urheber nicht unwesentlich, empfindet sie manch einer als lästig, grausam und überholt. Die eine Ausfassung ist dem Wunsch, die andere der ökonomischen Realität geschuldet. In der Musikästhetik hält man unter Umständen ganz gerne daran fest, neigt dann das eine dem anderen zu und das anderem dem einen. Die größten Probleme zeigen…

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Falsche Angst vor der AfD – Panik im Kulturbereich?

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Seite einiger Zeit kursiert im Internet eine Unterschriftenliste mit der einige Initiatoren wie der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Musikrat und Personen wie Iris Berben den Ältestenrat des Deutschen Bundestags auffordern, den Vorsitz für den Bundestagsausschuss zu Kultur und Medien nicht einem Vertreter oder einer Vertreterin der AfD zu überlassen. Gerade der Kulturausschuss sei ein besonders sensibler Ort, dessen Vorsitz auf keinen Fall in die Hände der AfD fallen dürfe. „Es darf nicht passieren, dass…

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Die deutsche Firlefanzologie [FDP]

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Ein Wahlplakat. Ein Wahlplakat hat selten die Aufgabe, Informationen korrekt zu transportieren. Ein Wahlplakat gehört in die Kategorie Werbung. Und wie Satire darf Werbung alles – außer Langweilen. Deshalb geht es um Slogans, die gleich den einen oder die andere treffen. Mauricio Kagel hat das einmal in einem Hörspiel ("Guten Morgen!") verbraten und die Lautstärke entsprechend korrigiert. Wer schreit, hat Recht. Auch wenn heute fast die ganzen Werbefilmchen auf YouTube mit musikalischen Gesäusel und…

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AfD für ihre Wählerinnen an sich uninteressant

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Eigentlich wollte ich zum Thema AfD nichts schreiben, weil ich die Partei und ihre Tätigkeit für überflüssig halte und in vielen Belangen, vor allem in Personen für rechtsextrem. Das ist es sicher auch, was die Wählerinnen dieser Partei anspricht. Die Abwehr durch die Parteien des demokratischen Spektrums hindurch bestärkt sie nur darin, dass sie es mit einer Partei zu tun haben müssen, die sich für sie einsetzt. Wenn man so stark abgelehnt wird, muss…

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