Google wird unterschätzt – von allen Seiten. Oder die Frage: Wo kommen die Bots her und wo geht die Meinungsfreiheit hin

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Bei den ganzen „Diskussionen“ um die Zukunft von Kreativität im Zeitalter des wilden Internet-Kapitalismus von Unternehmen, die viel von Technologie verstehen, viel von Steuerrecht (finanziell und im Sinne von Führung von Menschen), haben es Individuen, die sich in vergleichsweise kleinen Gruppen zur Vertretung ihrer Rechte zusammentun, schwer. Dass ihnen nun auch noch Steine in den Weg gelegt werden von denen, die an ihrer Tätigkeit partizipieren, erstaunt einen dann doch sehr. Dass es ihnen nicht gelingt, aus ihrem Egozentrismus herauszutreten, einerseits, und andererseits…

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Beleglose Argumentation, die

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Eigentlich nicht möglich, ohne Beleg, zu argumentieren. Eine Argumentation braucht Argumente, wenigstens mindestens eines. Im Moment, anders als das papierlose Büro, das nie Realität wurde, boomt die beleglose Argumentation (übrigens nicht nur im Internet). Als Bedingung dafür ist Voraussetzung, dass man etwas gehört oder aufgeschnappt hat. Das reicht. Man muss es dann im Zweifelsfall auch nicht einmal zitieren. Der Vorteil der beleglosen Argumentation liegt auf der Hand. Man kann ihr nicht mit Argumenten widersprechen. Sondern nur mit belegloser Argumentation; oder in dem…

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30 Jahre Internet – Selbstkontrolle und das Elend einer kritischen Öffentlichkeit

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Die Kontrollfähigkeit des Netzes und seiner Bewohnerinnen fängt an, diese Kontrolle gegen sich selbst auszuüben. Nicht nur die Institutionen sind es, die einen tracken, auch nicht die kommerziellen Angebote von Pornoplattform bis Schuhgeschäft, die Menschen setzen sich gegenseitig unter Verdacht und das konsequent, sofort und mit einem gelegentlich gerne zujubelnden Mob in der Tasche. Egal, was man in dieser Öffentlichkeit sagt, es wird gegengelesen und je nach Interessenlage kommentiert, korrigiert, aber auch diffamiert, diskreditiert, gemobbt, gestalkt - aber auch verfälscht und verfälschend verbreitet. Gerne auch von den Personen, die das sonst kritisieren. Fake News kommt nicht nur von einer fehlgeleiteten Presse.

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30 Jahre Internet – Selbstkontrolle und das Elend einer kritischen Öffentlichkeit

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Die Kontrollfähigkeit des Netzes und seiner Bewohnerinnen fängt an, diese Kontrolle gegen sich selbst auszuüben. Nicht nur die Institutionen sind es, die einen tracken, auch nicht die kommerziellen Angebote von Pornoplattform bis Schuhgeschäft, die Menschen setzen sich gegenseitig unter Verdacht und das konsequent, sofort und mit einem gelegentlich gerne zujubelnden Mob in der Tasche. Egal, was man in dieser Öffentlichkeit sagt, es wird gegengelesen und je nach Interessenlage kommentiert, korrigiert, aber auch diffamiert, diskreditiert, gemobbt, gestalkt - aber auch verfälscht und verfälschend verbreitet. Gerne auch von den Personen, die das sonst kritisieren. Fake News kommt nicht nur von einer fehlgeleiteten Presse.

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Das Leben ändern, nicht die Kunst

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Seit einiger Zeit wird immer wieder behauptet, dass die Menschen und die Künste nicht zusammen fänden. Man macht da gewiss Unterschiede zwischen den Künsten. Bildende Kunst und Dichtung gelten als nur bedingt problematisch. Bei Musik gibt es ein Riesendurcheinander. Musikvermittlung wird eingesetzt. Denn irgendwie müssen doch Musik und Menschen einander finden. Ist es wirklich so und ist es wirklich so schlimm? Edgar Wind und Adorno haben da ganz eigene Erfahrungen beschrieben. Bei Edgar Wind und bei Adorno habe ich einige andere Einsichten…

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Die 60er Jahre: Edgar Wind

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Manche Einsichten sind sehr simpel. 1963 schreibt Edgar Wind: "Machen wir uns nichts vor: Kunst ist unbequem, ganz besonders für den Künstler selbst." Schöne Grüße aus den 60er Jahren …

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Twitterkönigin Karl Lauterbach oder: Die SPD auf dem Weg zu Thilo Sarrazin

  • Lesedauer:3 Min. Lesedauer

Die SPD ist auf dem absteigenden Ast. Vorläufig. Denn natürlich kennt niemand die Zukunft. Dass die SPD aber vieles dafür tut, dass sie dann auch noch an dem Ast sägt, auf dem sie sitzt, das erstaunt die eine oder andere dann doch. Vielleicht. Außer in der SPD selbst. Denn die SPD probiert sich mal wieder scheinbar als Arbeiterinnenpartei. So stellt sie sich aktuell vehement auf gegen Gedanken zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Das kann man machen, warum auch nicht, denn die FDP…

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Die Armut der Argumente bei der WELT und „jeder irre Nazihaufen“

  • Lesedauer:6 Min. Lesedauer

Was zum Teufel ist bei der WELT nur los. Erst vergaloppiert sich der Chefredakteur Ulf Poschardt, dann korrigiert ihn sein Kommentator Alan Posener, schließlich werden bei der WELT-Kolumnistin Birgit Kelle irre Nazihaufen fast schon zu Verteidigerinnen der Grundrechte, im Gegensatz zu Aktionskünstlern. Bitte? Bitte! Kelles Sorgen möchte ich wirklich nicht haben. Gewiss, mag sein, dass sie ihre Sorgen mit dem Zentrum für Politische Schönheit so hoch (oder tief) hängt, dass da immer noch genug Sorge vor "Nazihaufen" bleibe. Aber so wird man…

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Ulf Poschardt: Die WELT als intellektuellenbefreite Zone

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Manchmal weiß man nicht mehr, was den einen oder anderen Chefredakteur einer Zeitung umtreibt. Hier hat sich Ulf Poschardt im Zusammenhang mit den Veränderungen in der CDU weit aus dem Fenster gelehnt und zu bestimmen versucht, welcher Art und wessen Geistes die Intellektuellen oder Künstler in diesem Land sind. Er sagt da wirklich: "Die Intellektuellen und Künstler sind entweder umfassend subventionierte Kostgänger des Staates und singen in bequemen Elfenbeintürmen das linksidealistische Lied – oder sie fantasieren sich als Kunst-Jakobiner in die Allmacht…

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Regelverletzendes Tischtennis unter „Intellektuellen“ [nzz + Andreas Rödder]

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Macht gerade die Runde. Ein Gespräch des Historikers Andreas Rödder mit der Neuen Zürcher Zeitung, auch wegen Friedrich Merz, dem Wohltäter. Aber das mal beiseite. Hier geht es nur um eine Kritik der Gesprächstechnik, deren Suggestivität beeindruckend ist. Ich zitiere: Rödder: So wird zum Beispiel «rechts» umstandslos mit «rechtsextrem» gleichgesetzt. nzz: Warum ist es ein Fehler, die AfD-Anhänger pauschal als Neonazis zu bezeichnen? Rödder: Weil man damit erstens das Selbstverständnis als ausgegrenzte Opfer aufseiten der AfD verstärkt und weil man zweitens viele…

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