Wegwerfästhetik – Tränen und Rotz = Trotz

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Es ist eine Ewigkeit her, da habe ich auf der Dult in Regensburg dieses Päckchen mit Taschentüchern geschenkt bekommen. Eine Werbung für den privaten Radiosender Gong FM (gibt den noch). Ein Wortspiel mit unendlichen Verbindungen der Interpretation. Softie und Softies (andere Taschentuchmarke). Aber wie man die Sache auch dreht, da fasst ein junger Mann einer jungen Frau unter das Selbstgestrickte. Die Hosenreißverschluss der jungen Frau ist geöffnet und gibt den Blick frei auf Netzstrumpfhose und Slip. Der Mann hält den Kopf der…

WeiterlesenWegwerfästhetik – Tränen und Rotz = Trotz

Rekursive Substraktionsmusik

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Fasching und Sterben. Das stößt aufeinander in einem lyrischen Bild von Lichtenstein. Damit verbunden ein ästhetisches Ansinnen. In der Lungenheilstätte Viele kranke Leute gehen in den Gärten Her und hin und liegen in den Hallen. Die die Kränksten sind, verfiebern Alle armen Tage in dem heißen Grab der Betten. Ach, katholische Schwestern schweben Müd umher in schwarzen Gewändern. Gestern ist einer gestorben. Heute kann einer sterben. In der Stadt feiern sie Fasching. Den Unterschied Möchte ich Klavier spielen können. Lichtenstein: Die Dämmerung.…

WeiterlesenRekursive Substraktionsmusik

Es wird Zeit …

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

den Laden hier dicht zu machen ... vielleicht noch ein Versuch, testenshalber, das Ding auf Drupal 8 zu wuppen. Und wenns schief geht, ist es eben Schluss damit. Letztlich interessiert es niemanden wirklich mehr, was in der Kritischen Masse einmal los war. Das ist ganz ohne Wehleidigkeit gesagt. Ich habe schon so viel Dinge auf den Müll gekippt, da wäre das jetzt auch nicht schlimm. Man muss wissen, wann es mit so einem Blog vorbei ist.

WeiterlesenEs wird Zeit …

Kunst überall, edel [Russland 1918]

  • Lesedauer:3 Min. Lesedauer

"Von heute an soll sich der Bürger, wenn er die Straße entlanggeht, in jeder Minute an der Tiefe des Denkens großer Zeitgenossen ergötzen, er soll das farbige Leuchten der schönen Freude des heutigen Tages betrachten, soll allenthalben der Musik – Melodien, Getöse, Lärm – wunderbarer Komponisten hören. // Die Straßen sollen ein Fest der Kunst für alle sein.“ (Dekret Nr. 1 über die Demokratisierung der Kunst. Zaunliteratur und Hinterhofmalerei - Vladimir Majakovskij, David Burljuk, Vasilij Kamenskij) Wenn schon alles in Umwälzung begriffen…

WeiterlesenKunst überall, edel [Russland 1918]

Planung und Realität

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Man kann Dinge noch so gut planen, die Art der Nutzung des Plans ist oft eine andere. Warum soll man man den Weg einer Barriere wählen, wenn links oder rechts ein weniger komplizierter Durchgang zur Weiterführung des Weges möglich ist. Der direkte Geradeausweg wäre hier nur der wahrscheinlich bessere, wenn man in den Weg weiterginge, der geradeaus führt – in eine Sackgasse. Das ist aber nur für wenige Nutzer tatsächlich eine Alternative. Warum überhaupt ist hier die Zickzackbarriere nötig? Die Straße hinter…

WeiterlesenPlanung und Realität

Olaf Zimmermann fragte letztes Jahr: „Warum ist das Zeitungsfeuilleton so notleidend?“

  • Lesedauer:2 Min. Lesedauer

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, beklagte letztes Jahr ein fehlendes kulturpolitisches Engagement bei Tageszeitungen. "Die Unwilligkeit, kulturpolitische Themen zu recherchieren, wurde gerade wieder bei den Urteilen gegen die VG Wort und die GEMA deutlich. Obwohl die beiden Urteile zur  Verlegerbeteiligung den Kulturbereich in seinen Grundfesten erschüttern, sind sie, wenn überhaupt, nur eine Randnotiz wert." [Quelle] Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen. "Das Verhältnis zwischen Urhebern und Verlagen muss neu justiert werden" und endlich viele Texte haben wir in der…

WeiterlesenOlaf Zimmermann fragte letztes Jahr: „Warum ist das Zeitungsfeuilleton so notleidend?“

You Tube The World

  • Lesedauer:3 Min. Lesedauer

In einer Studie, die Google beauftragt hat, sollte eine investigative Forschungseinheit untersuchen, ob You Tube den Musikmarkt kannibalisiere. Irgendwie interessiert das so wirklich eher niemanden. Im deutschsprachigen Raum finden sich kaum Lektüren des Textes, der "Privileged and Confidential" ist und unter dieser Adresse als PDF gelanden werden kann. Nun, es ist ja auch klar, warum sollte man sich des Themas annehmen, wenn man von vornherein eigentlich schon keine besonders "objektive" Untersuchung erwarten konnte. Freibier kannibalisiert auch schließlich auf keinen Fall Kaufbier. Aber…

WeiterlesenYou Tube The World

„Aufhören der Trennung von Künstler und Mensch“ [De Stijl, 1922]

  • Lesedauer:4 Min. Lesedauer

"De Stijl" hatte in Düsseldorf im Jahr 1922 seine "schöpferischen Forderungen" in fünf Punkten zusammengefasst. Auch hier (wie beim polnischen Manifest von Bruno Jasienski), unter Punkt 5 wird ein Zusammenfallen von Künstler und Mensch gefordert, positiv gedeutet ("Aufhören der Trennung"). Bei Punkt 4 findet sich ebenfalls eine nicht unbekannte Forderung: "Aufhören der Trennung von Kunst und Leben. (Kunst wird Leben.) (Applaus)". (Schöpferische Forderungen von "De Stijl", in: Manifeste und Proklamationen der europäischen Avantgarde (1909-1938), hg. von Wolfgang Asholt und Walter Fähnders, Stuttgart…

Weiterlesen„Aufhören der Trennung von Künstler und Mensch“ [De Stijl, 1922]