Attila Jozsef
„ …Gut wäre es, sich einen Fahrschein zu besorgenund hinzureisen zu uns selbst. Daßwir in uns zu Hause sind, ist sicher.…“Attila Joszef, Attila Jozsef (Übersetzung Géza Engl) - 1925
„ …Gut wäre es, sich einen Fahrschein zu besorgenund hinzureisen zu uns selbst. Daßwir in uns zu Hause sind, ist sicher.…“Attila Joszef, Attila Jozsef (Übersetzung Géza Engl) - 1925
An sich ist jetzt der Zeitpunkt für die Midlifecrise gekommen. Oder die Krisen im Plural. Also jedenfalls etwas, damit eine Ursache für sein komisches Verhalten angeben kann.Bei ist das nicht anders. Plötzlich stehe ich irgendwo und fange an, irgendetwas in den Raum zu brüllen. Egal was, Hauptsache brüllen. Nur kurz, ein zwei Worte, sinnlos. Und danach kann ich in die Runde gucken und bequem sagen: Midlifecrises.Zur Not kann man es dann auch brüllen.So, jetzt esse ich erst mal eine Tourette mit gaaanz…
In Spanien steht ein Gesetz vor seiner Verabschiedung, das schon das Linksetzen auf externe Quellen mit einer Gebühr verbinden will. Das berichten mehrere Quellen (hier die taz). Im letzten Jahr hat die Regierung, noch vor der Wahl ein sogenanntes Leistungsschutzrecht für Presseverlage eingeführt. Danach dürfen in Suchmaschinen nur noch kleinste Ausschnitte von Texten angezeigt werden, auf die verlinkt wird. Das wurde angeblich zum Schutz der Presseverlage eingeführt. Wir haben darüber in der nmz berichtet (Droge LSR).
Bald danach haben auch wir Mail von Google erhalten. Dort konnte man sich dafür oder dagegen entscheiden, ob Google denn solche Ergebnisse von der nmz weiter einblenden dürfe, aber ohne dafür eine Gebühr zu bezahlen. Wir haben uns dafür entschieden, dass Google dies weiter tun darf.
Mit den nachfolgenden Zeilen geben wir ein paar Hinweise zu den Bereichen Links, Zitate und Fotos; wie man sie nutzen darf oder soll und wo man etwas aufpassen sollte, damit es nicht zu Problemen kommt.
Und, um es klar zu stellen, es dürfen auch alle anderen Links auf die Website der nmz setzen.
UnBestätigten Informationen zufolge hat sich die DUDEN-Redaktion dazu entschlossen folgendes Wort neu aufzunehmen: vergoppeln - Verb. Man fühlt sich vergoppelt, wenn man im Kulturbereich a sagt, b meint und c tut. Verwendung: Der Deutsche Musikunrat wurde einmal wieder einmal von einem Politiker vergoppelt. Rundfunkintendant Goudboust hat den Stifterkreis zur Rettung eines Orchesters vergoppelt. Martin-Maria vergoppelt Musikfreunde. Oder: Martin vergoppelte Maria als er Thomas lobte. Oder in produktiver Form mit anderem Präfix: Das Musikleben muss entgoppelt werden. (Badboy Alex) Ursprung: Urfassung eines Gedichts…
Heute kam ein Paket mit Büchern an. Aus einem Antiquariat in Herzberg (Mark). Ich legte mir die Bücher alle auf den Tisch: Eines über Strawinsky von Michail Druskin, eines von Dessau mit Notizen zu Noten, eines von Frank Schneider mit politischen Portraits großer Komponisten und als Traumbuch, Attila Jozsef: Gedichte in Übersetzungen von unter anderem Ernst Jandl, Franz Fühmann, Peter Hacks, Stephan Hermlin, Heinz Kahlau … Aber dann habe ich vor allem mit Schneiders Buch angefangen. 1988 veröffentlicht in der DDR bei…
Hochrangige musikalische Institutionen haben hohe moralische Ansprüche. Sie vertreten große Interessengruppen, sie müssen die Dinge besser machen als alle andere. Vorbildliches Verhalten ist nötig. Zum Beispiel beim Spitzenverband der Musik, dem Deutschen Musikrat. Auch bei der Honorierung von Praktikanten.
Der hatte sich kürzlich in einem Newsletter zum Thema Mindestlohn geäußert: Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates:
Gehen wir kurz zurück zum Ursprung des Blogs, den es im Fußball hatte. Die Hansestadt Bremen will in Zukunft die Polizeieinsätze bei Fußballveranstaltungen im Weser-Stadion (was ist eigentlich Weser nochmal für ein Sponsor) den Veranstaltern in Rechnung stellen. René Pollesch findet, das kann man doch auch prima in der Kulturszene umsetzen.
Bezahlen sollten die Nutzer und Verursacher dieser Dinge. Sozusagen Störerhaftung für Anfänger.
Eine andere Angelegenheit scheint dagegen zum Abschluss gekommen zu sein: Die Aberkennung des Doktogrades von Annette Schavan.
Gestern war der Start der Festspiele in Bayreuth mit dem Tannhäuser. Live zu hören auf BR-Klassik. Und ein bisserl hat auch der moderne Zuhörer seinen Platz gefunden. Es wird gewittert, was das Smartphone hergibt. Zum Beispiel Castorf, der sich über das Stadttheater beklagende Regisseur und Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburgplatz in Berlin. Hier also im Gespräch. [Danke an die gesamte Twitterschar vor Ort!]
https://twitter.com/SP_Morgan/status/492663111686836224
Man sieht: Die Propeller sind wieder unterwegs. Der Propeller gehört zur Hochkultur wie das Tatoo zum Privatfernsehen.
Auch aus unserem taktlos-Archiv herausgegraben. Als es noch Jenny Elvers und Daniel Küblböck gab, da gab es auch auch unsere schnittigen Damen Elsbeth Porentief (aka Petra Pfaffenheuser) und Maria Sauber (aka Ursula Gaisa). 2003 lästerten sie folgendermaßen:
Barbara Lieberwirth hat die Nichtverlängerung des Vertrages mit dem Generalintendanten Dessau/Roßlau, André Bücker, wohl richtig kommentiert.

Dem Generalintendanten des Anhaltischen Theaters in Dessau-Roßlau droht seit der Nichtverlängerung seines Vertrages die Ablösung. Nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung hält die Stadtführung Bücker landespolitisch für nicht mehr vermittelbar. Bücker hatte sich mit teils scharfen Angriffen auf die Landesregierung als führender Kopf des Widerstandes gegen die Kürzung der Theater-Förderung profiliert. Er hatte in den vergangenen Monaten offene Briefe verfasst und Demonstrationen organisiert, einige auch vor dem Landtag in Magdeburg. Wegen dieser Attacken soll er sich den Unmut der CDU/SPD-Regierung zugezogen haben. (Quelle nmz-online)
Wer aufmuckt, wer sich kreativ einmischt, ist nicht vermittelbar. Gesucht werden Personen ohne „Persönlichkeit“, solche wie beim SWR der Johannes Bultmann. Während man bei Bultmann nur mittelbar von einer politischen Entscheidung sprechen kann, ist es bei Bücker offensichtlich anders. Er war und ist unbequem, dazu noch kreativ . Und das nicht nur innerhalb des Betriebs sondern gegenüber der politischen Allmacht eines Landtages in Sachsen-Anhalt, einer großen Koalition der kulturpolitischen Dummheit aus CDU/SPD. Mittlerweile verlangt selbst die Deutsche Orchestervereinigung den Rücktritt von Kultusminister Stephan Dorgerloh.