Brahms rulez

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Ja, und ich höre schon wieder: warum nicht Clara Schumann. Oder Charlotte Seither? Warum dieser konventionelle unkreative Brahms. Blubb. Da frage ich zurück: Wer hat damals Werbung für den Spinat mit dem Blub gemacht: Verona Feldbusch Pooth und nicht Carl Friedrich von Weizsäcker. :) http://youtu.be/-h8oFotNy_E

WeiterlesenBrahms rulez

Geld und Kunst

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Geld macht taub. Geld spielt überall erste Violine. Geld macht arm und reich, der Tod macht alle gleich. [Dän.: Penge skille os ad, men døden giør os liige.] Geld ist die grösste Kunst. – Parömiakon, 2689. Die beste Kunst ist all vmbsunst. – Henisch, 1470, 19. Ehrliche Kunst bezahlt die Welt mit Dunst. [Lat.: Artibus honestis nullus in urbe locus, nulla emolumenta laborum. (Juvenal.) (Seybold, 39.)] Kunst bringt zuweilen Ruhm, aber selten Brot ins…

WeiterlesenGeld und Kunst

Wenn die Künstler sich selbst und vor allem allen anderen ein Grab schaufeln

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Die Meldungen der letzten Jahre und aktuell der letzten Monate sind nicht so sehr ermutigend. Unser „Partner-Blog“ (Musik - mit allem und viel scharf) der Autoren Philipp Krechlak und Holger Kurtz hat neulich einen Trend ausgemacht und „Streichkonzert – Neuer Trend: Orchestra-closing“ beititelt. Da ging es um das von mir schon zu früh als gerettete Kammerorchester des Dänischen Rundfunks. Das Endergebnis lautet aber auch hier. Schluss! Es heißt Abschied nehmen von einer Institution des…

WeiterlesenWenn die Künstler sich selbst und vor allem allen anderen ein Grab schaufeln

Fälschung

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Kann man eigentlich Kunst fälschen? Kunst ist Fälschung an sich. Fälschen kann man Identitäten. Aber auch nur insofern, als sie glaubhaft. Solange sie glaubhaft sind, sind es eigentlich keinen Fälschungen. Sind sie enttarnt als etwas anderes als sie vorgeben zu sein, sind sie ja erst Recht keine Fälschungen.  

WeiterlesenFälschung

Befehle

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

So gilt denn in der Kunst auch kein Befehl. Nicht einmal ein innerer. Es gilt der Impuls mehr, es gilt die Reflexion mehr, es gilt das Nichtmachen mehr. Aber Befehle gibt es nicht. Manche Differenz(ierung) ist allerdings nichts anderes als ein Befehl, ein Befehl zur Distanz. Man kann nur, wie Wind (?) es einmal formulierte durch den Hintereingang ins Paradies kommen.

WeiterlesenBefehle

Zu minimaler Minimalismus

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Wir müssen mal ein ernstes Wort über die „Webdesignern“ verlieren. Was man da oben sieht, soll sein die Website des Theaters Bremen oder des THEATERBREMEN (Stand 22.9.2014, abends). Keine Ahnung, welcher Weserfisch denen da ins Netz gegangen ist, zumindest stinkt er nicht. Man mag Understatement ja doch schon lieben, aber eine Seite, die einen so freundlich abweist wie diese findet man wirklich nicht oft. Da wird das Menü zum Ratespiel, die Suche sucht man…

WeiterlesenZu minimaler Minimalismus

Die Kunst der Sequenz – Musikalische Analyse II

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Hier sehen wir einen frühen Beitrag zum „neuen Konzeptualismus“: Charlie Chaplin und Buster Keaton mit einer Aufführung von „Generation Thrill“ aus dem Film-Klassiker „Limelight“.

Charlie Chaplin and Buster Keaton (limelight… von Mallu-palace

Es geht hierbei um eine Dekonstruktion des Konzerts als Desavouierung des Aktes der Kontemplation. Die beiden Akteure, aus linguistischer Sicht und zur Abgrenzung gegen den sonst missverständlichen Gebrauch, nachfolgende Aktöre (Referent, Signifikanz, Signifikat oder Siggifikant) genannt, betreten die Bühne eines Theaters musikalischer Grausamkeiten. Deutlich zeigen sie, wie scheinbar periphäres Agieren zum Zentrum ihrer eigenen performativen Distanz dissoziieren. Wie wenig ihnen es um die Musik geht, geht aus der Unspielbarmachung ihrer anderen Aktöre (der Instrumente) hevor. Hier wird alles zur Disposition gestellt. Noch der Kampf um die Spielbarmachung von bedrucktem Papier (Noten) stellt die Frage, wie sehr Anweisungen (Noten sind ja nichts anderes als Anweisungen, Regeln, Konventionen und quasi autoritäre Entitäten) am Ende überflüssig sind.

Kampf um gesellschaftliche Anerkennung

Auch die Austauschbarkeit der Instrumente wie ihre Spielweise (Violine linkshändig oder rechtshändig), zerstört oder aus dem Ärmel gezaubert, wird vorweggenommen im Spiel der verschieden langen Beine des Aktörs in weiten Hosen. Es ist der Kampf um gesellschaftliche Anerkennung, es geht um die Kritik des Defekts, die hier nicht sinnfälliger zum Tragen kommt.

(mehr …)

WeiterlesenDie Kunst der Sequenz – Musikalische Analyse II

Fussball und Vermittlung – Chicagoer Schule

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Wenn man so die alten Weltmeisterschaften im Fussball an sich vorüberziehen lässt, fällt einem ja das eine oder andere auf. 1974 war die WM in Deutschland. Und ob man es glaubt oder nicht, es waren nicht einmal alle Spiele ausverkauft obwohl die Eintrittspreise damals noch gar nicht so sehr gepfeffert waren wie heute. Beim Endspiel reichte laut Wikipedia-Eintrag die Preisspanne von 15 bis 80 DM. Das war damals auch nicht ganz wenig, aber doch bedeutend weniger als heute. Die billigste Karte der WM kostete 10 DM. Stehplatz selbstverständlich, denn die gab es damals ja auch noch.

Hatte der Fussball damals also ein Vermittlungsproblem? Warum bleiben die Zuschauer weg? Muss man nur in Sitzplätze investieren und die Preise erhöhen, damit alles wieder ins Lot kommt? Also genau umgekehrt tun als man denkt?

(mehr …)

WeiterlesenFussball und Vermittlung – Chicagoer Schule

Kultur? Abschaffen! (revisited)

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Es ist jetzt 15 Jahre her, da habe ich in der nmz gefordert: Kultur? Abschaffen! Darin zitiere ich Boris Groys: Der Medientheoretiker Boris Groys sprach in der Süddeutschen Zeitung vom 15. Mai 1999 sogar von einem „Verrat der Theorie“ und dem Sieg der „Massenkultur“ über die „Hochkultur“. „Die problematische künstlerische Qualität der massenkulturellen Produkte spielt (…) keine Rolle. Die heutige Theorie ist jederzeit bereit zuzugestehen, daß es sich dabei meistens um irgendeinen kulturellen Müll…

WeiterlesenKultur? Abschaffen! (revisited)