Brahms rulez
Ja, und ich höre schon wieder: warum nicht Clara Schumann. Oder Charlotte Seither? Warum dieser konventionelle unkreative Brahms. Blubb. Da frage ich zurück: Wer hat damals Werbung für den Spinat…
Ja, und ich höre schon wieder: warum nicht Clara Schumann. Oder Charlotte Seither? Warum dieser konventionelle unkreative Brahms. Blubb. Da frage ich zurück: Wer hat damals Werbung für den Spinat…
Geld macht taub. Geld spielt überall erste Violine. Geld macht arm und reich, der Tod macht alle gleich. [Dän.: Penge skille os ad, men døden giør os liige.] Geld ist…
Die Meldungen der letzten Jahre und aktuell der letzten Monate sind nicht so sehr ermutigend. Unser „Partner-Blog“ (Musik - mit allem und viel scharf) der Autoren Philipp Krechlak und Holger…
Kann man eigentlich Kunst fälschen? Kunst ist Fälschung an sich. Fälschen kann man Identitäten. Aber auch nur insofern, als sie glaubhaft. Solange sie glaubhaft sind, sind es eigentlich keinen Fälschungen.…
So gilt denn in der Kunst auch kein Befehl. Nicht einmal ein innerer. Es gilt der Impuls mehr, es gilt die Reflexion mehr, es gilt das Nichtmachen mehr. Aber Befehle…
Der Unterschied zwischen künstlerischer und politischer Revolution: erstere kommt aus der Freiheit, letztere aus dem Gehorsam. Deswegen ist eine Kulturrevolution praktisch unmöglich, sie widerspricht sich selbst.
Wir müssen mal ein ernstes Wort über die „Webdesignern“ verlieren. Was man da oben sieht, soll sein die Website des Theaters Bremen oder des THEATERBREMEN (Stand 22.9.2014, abends). Keine Ahnung,…
Hier sehen wir einen frühen Beitrag zum „neuen Konzeptualismus“: Charlie Chaplin und Buster Keaton mit einer Aufführung von „Generation Thrill“ aus dem Film-Klassiker „Limelight“.
Charlie Chaplin and Buster Keaton (limelight… von Mallu-palace
Es geht hierbei um eine Dekonstruktion des Konzerts als Desavouierung des Aktes der Kontemplation. Die beiden Akteure, aus linguistischer Sicht und zur Abgrenzung gegen den sonst missverständlichen Gebrauch, nachfolgende Aktöre (Referent, Signifikanz, Signifikat oder Siggifikant) genannt, betreten die Bühne eines Theaters musikalischer Grausamkeiten. Deutlich zeigen sie, wie scheinbar periphäres Agieren zum Zentrum ihrer eigenen performativen Distanz dissoziieren. Wie wenig ihnen es um die Musik geht, geht aus der Unspielbarmachung ihrer anderen Aktöre (der Instrumente) hevor. Hier wird alles zur Disposition gestellt. Noch der Kampf um die Spielbarmachung von bedrucktem Papier (Noten) stellt die Frage, wie sehr Anweisungen (Noten sind ja nichts anderes als Anweisungen, Regeln, Konventionen und quasi autoritäre Entitäten) am Ende überflüssig sind.
Kampf um gesellschaftliche Anerkennung
Auch die Austauschbarkeit der Instrumente wie ihre Spielweise (Violine linkshändig oder rechtshändig), zerstört oder aus dem Ärmel gezaubert, wird vorweggenommen im Spiel der verschieden langen Beine des Aktörs in weiten Hosen. Es ist der Kampf um gesellschaftliche Anerkennung, es geht um die Kritik des Defekts, die hier nicht sinnfälliger zum Tragen kommt.
Wenn man so die alten Weltmeisterschaften im Fussball an sich vorüberziehen lässt, fällt einem ja das eine oder andere auf. 1974 war die WM in Deutschland. Und ob man es glaubt oder nicht, es waren nicht einmal alle Spiele ausverkauft obwohl die Eintrittspreise damals noch gar nicht so sehr gepfeffert waren wie heute. Beim Endspiel reichte laut Wikipedia-Eintrag die Preisspanne von 15 bis 80 DM. Das war damals auch nicht ganz wenig, aber doch bedeutend weniger als heute. Die billigste Karte der WM kostete 10 DM. Stehplatz selbstverständlich, denn die gab es damals ja auch noch.
Hatte der Fussball damals also ein Vermittlungsproblem? Warum bleiben die Zuschauer weg? Muss man nur in Sitzplätze investieren und die Preise erhöhen, damit alles wieder ins Lot kommt? Also genau umgekehrt tun als man denkt?
Es ist jetzt 15 Jahre her, da habe ich in der nmz gefordert: Kultur? Abschaffen! Darin zitiere ich Boris Groys: Der Medientheoretiker Boris Groys sprach in der Süddeutschen Zeitung vom…