1838 – Chopin, Prélude op. 28 no. 2 (Eine Annäherung)

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Zur Musik von Frederic Chopin bin ich erst spät gekommen. Zu lange duftete sie mir als Stubenmusik für wohlhabende Bürgertöchter entgegen, die bieder-feierlich den auserwählten Gesuchten künftigen Liebhabern von der Zartheit der ihnen Zugesprochenen im Klimpern parlierend zu verzücken hatten. Züchtig und sehnsüchtig zugleich. Zuhause lagen auf dem Klavier die Nocturnes, die mir musikalischem Klavierdilettanten aber viel zu schwer waren, bis auf ein oder zwei Stücke, durch die ich mich immerhin durchfingern konnte. Chopin war keine Musik für mich, das war Kunsthandwerk…

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1813 – Dr. Hufner analysiert: Beethoven, Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria op. 91

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Quirinus sagte in seinem Beitrag „Roll over Baghdad”, dass “auch Beethoven und andere hehre Herren … Soundtracks zum Krieg geschrieben” hätten. Dabei verweist er auf Beethoven op. 91: Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria. Das ist sicherlich nicht falsch. Aber es ist auch nicht ganz richtig. Ich erinnerte mich, einmal eine Einführung für dieses Stück geschrieben zu haben. 1997 war das für ein Programm der Hamburger Staatsphilharmonie. Ja, die haben das gespielt und es wäre ein Unsinn gewesen, hätte das Programm…

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Rechtschreibung – Reaktionen im KIZ (Presseschau)

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Das KIZ hat aktuelle Stellungnahmen zur Frage der Rechtschreibung gelistet. Dafür hat sich meine Kollegin Barbara aus Leipzig sicher einen Abend um die Ohren gehauen. Vielen Dank für die Mühe. Reaktionen von Politikern: Ahnen kritisiert die geplante Rückkehr zur alten Rechtschreibung +++ Ostdeutsche Politiker gegen Änderung der Rechtschreibreform +++ Wulff fordert von allen Ministerpräsidenten Reform der Reform +++ Kultusministerium Sachsen-Anhalt hält an Rechtschreibreform fest +++ Reiche: Rückkehr zu alten Rechtschreibregeln inkonsequent +++ Berlin bleibt bei neuer Rechtschreibung +++ Hohlmeier gegen Rückkehr zu…

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Lustvolles (?) an der Bückeburger Orgel in der Stadtkirche

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Mit der Stadtkirche zu Bückeburg begann die unsere Orgelreise nach Hamburg und Umgebung. Auf dem Plan eine 1615 erbaute Orgel von Esajas Compenius. Die scheint auch ziemlich lange durchgehalten zu haben und berühmt gewesen zu sein. Sie wurde bei einem Kirchenbrand 1962 allerdings zerstört. 1993 versuchte man den alten Zustand wieder zu rekonstruieren durch einen Umbau der Firma Rudolf Janke und Rudolf Teils (1997) aus Bovenden. 47 Register auf 3 Manualen und Pedal. Die Orgel, ich bin ja kein direkt Sachkundiger, wirkt…

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Mülheim-Regensburg über Bingen

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12.4.2004 Bahnfahren Da kann man sagen, was man will, obwohl ich zunächst sauer war wegen der Zugverbindung nach Regensburg, die mich erst um halb zwölf zuhause sein ließ, ist es doch eine der schönsten Strecken links vom Rhein über Bonn und Mainz zu fahren. Die späte Nachmittagssonne und dazu wahrlich hübsche Musik aus dem ICE-Kanal No. 1. Da fährt man durchs Mittelalter an Boppard und St. Goar vorbei, die Loreley kitzelnd an etwa Kilometer 553 und es klingt schön das Oktett von…

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Ach, schlage doch bald …

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Wieder so eine unglaubliche Kantate: Christus, der ist mein Leben (BWV 95). Man darf die Musik nur nicht zu leise hören. Ach, schlage doch bald, selge Stunde. Den allerletzten Glockenschlag! Komm, komm, ich reiche dir die Hände, Komm, mache meiner Not ein Ende, Du längst erseufzter Sterbenstag. Die Musik dazu ist anders, als ich es erwarten würde. Eine Art Serenadenton, hervorgerufen durch das Pizzicato der Streicher und die beiden sich umschmeichelnd musizierenden Oboi d'amore - die sich melodisch umranken wie bei einm…

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Russland – Deutschland: Klischee ./. Wahrheit

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contrapunkt 16 – westöstlicher dialog Russland – Deutschland. Klischee ./. Wahrheit 23. Oktober 2003 – 20.05 – 21.30 Uhr, Goethe-Forum München „Kalinka“, Iwan Rebrows Lieder und Tschaikowskijs „Schwanensee“ - ist das alles, was man in Deutschland über die russische Musikkultur weiß? Natürlich nicht. Aber diese Klischees sind es, die vielen zuerst in den Sinn kommen. Umgekehrt ist es ebenso. Den Russen fallen nicht Bach oder Beethoven ein, wenn sie an deutsche Musik denken, sondern „Rosamunde“ und andere Soldatenlieder, begleitet von Klängen der…

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